Saison 2014/2015
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC3:1SC Fortuna Köln
SC Fortuna Köln
23. Spieltag - 3. Liga - Saison 2014/2015
Samstag, 31. Januar 2015, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 4.631
Schiedsrichter: Kampka (Mainz)
Chemnitzer FCTorfolgeSC Fortuna Köln
T Pentke
A ConradGelbe Karte
A Endres
A RöselerGelbe Karte
A Poggenberg
M Lorenzoni
M Stenzel
M Cecen (77. Danneberg)
M Türpitz (65. Ofosu)
S Fink (90. Scheffel)
S Löning

Trainer: Heine
1:0 Endres (23.)
2:0 Türpitz (26.)
2:1 Rahn (28.)
3:1 Fink (88.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rote Karte für Fink (85.)

T Poggenborg
A Flottmann
A Hörnig
A FinkGelbrote Karte
A Engelmann (76. SieversGelbe Karte)
M PazurekGelbe Karte
M Dahmani
M Kialka
M BiadaGelbe Karte
S Rahn
S Oliveira Souza (65. Kraus)

Trainer: Koschinat
Spielbericht

Der CFC ist wieder da…

Von Erik Büttner

Der Chemnitzer FC meldet sich im neuen Jahr mit einem Heimsieg zurück. Nach fünf Niederlagen in Folge besiegten die Himmelblauen den SC Fortuna Köln mit 3:1 (2:1). 4.631 Zuschauer, darunter einige auf der teileröffneten Gegengerade, sahen eine sehr lebhafte und spannenden Partie.

CFC-Trainer Karsten Heine vertraute gleich von der ersten Minute an auf seine drei Neuzugänge: Frank Löning im Sturm, Timo Cecen in der Zentrale und Nicolai Lorenzoni auf der linken Außenbahn. In den ersten fünf Spielminuten gaben aber zunächst die Gäste den Takt vor und zwangen nach 120 Sekunden CFC-Torwart Philipp Pentke gleich zu einer Parade. Dann aber war der CFC an der Reihe und Anton Fink machte sich auf die Jagd nach einem Abschlag von Pentke, wurde aber durch ein Foul und eine falsche Freistoßentscheidung vor dem leeren Tor von Schiedsrichter Dr. Robert Kampka gestoppt (5.). Doch unbeirrt setzten die Chemnitzer ihren Sturmlauf fort und auch Schiedsrichter Kampka seine unglücklichen Entscheidungen. Denn in Minute 12 hätte es durchaus Elfmeter geben können, als Fink zwar einen Schuss absetzen konnte aber durch ein Kölner Bein noch so zu Fall gebracht wurde, dass er an der Schulter behandelt werden musste. Fink aber machte weiter und auch er trieb seine Mannschaft immer wieder nach vorn.
Das zahlte sich bald aus. Bei einer CFC-Ecke behinderten sich Kölns Torwart und Kialka gegenseitig und so netzte CFC-Verteidiger Marc Endres zur umjubelten Führung ein (23.). Es war immerhin Chemnitz‘ erster Treffer nach drei torlosen Spielen. Und der CFC setzte gleich nach. Nach einer zu kurz geratenen Abwehraktion zog Philipp Türpitz aus reichlich 20 Metern einfach mal ab und traf trocken auf feuchtem Geläuf ins untere Eck (26.). Doch Fortuna zeigt sich völlig unbeeindruckt und schloss gleich wieder an. Die nächste Eckballflanke fand genau den Kopf von Johannes Rahn und von dort den Weg ins Chemnitzer Tor – nur noch 2:1 (28.). Munter ging es weiter und der CFC hatte in Minute 40 die große Möglichkeit, das Ergebnis auf 3:1 auszubauen. Doch Endres ist eben Verteidiger und kein Stürmer und deshalb schob er den Ball freistehend dem Schlussmann in die Arme.

Nach der Pause drehten die Kölner auf. Besonders über Chemnitz‘ rechte Seite fuhren sie immer wieder gefährliche Aktionen. Doch mit Verstand und nicht selten auch mit Glück retteten die Chemnitzer ihren Vorsprung von Minute zu Minute. Aber es wurde von Angriff zu Angriff brenzliger. Erst konnte Pentke einen Kopfball von Kialka nicht sichern, das erledigte dann Endres (65.). Dann rettete der Pfosten und Endres schlug den Ball von der Linie (75.). Kurz zuvor aber hätte Löning dem himmelblauen Zitterspiel schon ein Ende setzen können. Freistehend schob er von Ofosu angespielt den Ball neben statt ins Tor (71.). Ein Jahr im dunklen Schacht hinterlassen halt ihre Spuren… Trotzdem ist der Neuzugang ein großer Gewinn für die Mannschaft. Er sicherte viele Bälle, spielte gute Pässe und entlastete nicht zuletzt Anton Fink.
Dass die letzten zehn Spielminuten dann doch weniger aufregend wurden als erwartet, das lag in erster Linie an Fortuna selbst. Denn sie legten ihren schon im ganzen Spiel gefahrenen Kurs an Nicklichkeiten und Meckereien noch mal richtig hart an und das veranlasste Schiedsrichter Kampka schließlich zum Griff zur Gelb-Roten Karte gegen Tobias Fink nach wiederholtem Foul. So flaute der Kölner Angriffsturm zu einer leichten Brise ab und Chemnitz machte stattdessen den Strich unter den Sieg. Eine von Fink ausgeführte Ecke fand nach etwas Ping-Pong zurück zu Fink und der krönte seine starke Leistung mit Saisontreffer Nummer 10.

Der Chemnitzer FC gewinnt die Partie am Ende verdient, wenn auch mit Glück. Der CFC hatte ein paar mehr klare Chancen als die Gäste, die jedoch sehr gut gegen hielten. Die Himmelblauen haben aber auch gezeigt, dass sie spielerisch wieder auf der Höhe sind. Die Spielanlage war deutlich gegenüber den schwachen Auftritten vor der Winterpause verbessert, auch wenn es noch einiges Optimierungspotential gibt. Ein Grund für die Verbesserung ist in jedem Fall Frank Löning, der sich gut als Partner von Anton Fink eingelebt und das Angriffspiel belebt hat. Tore wird er noch machen. Wichtig ist der Sieg aber vor allem auch, weil er der Mannschaft etwas Druck nimmt und sie somit entspannter die nächste schwere Aufgabe beim MSV Duisburg angehen lässt.

Wertung: 2,0 (Munteres und spannendes Spiel mit dem himmelblauen Sieg als Krönung)

Beste Himmelblaue: Fink, Löning

Trainerstimmen

Uwe Koschinat (MDR-Online):
"Wir wollten den Schwung aus dem Jahr 2014 mit in diese Begegnung bringen (sechs Spiele ungeschlagen, Anm. d. Red.). Dies ist unser aber nur fünf Minuten gelungen. Danach hatte uns Chemnitz von einer in die andere Verlegenheit gestürzt. Zwei Gegentreffer in Halbzeit eins waren da noch schmeichelhaft. Umgekehrt hatten wir viele Möglichkeiten mehr als nur ein Tor, speziell in der Phase zwischen der 55. und 70. Minute, zu machen. In dieser Phase schwappte es hin und her zwischen Lönings Großchance und unseren Ausgleichschancen. Aber am Ende ist es ein verdienter Sieg für Chemnitz, weil nicht alle Spieler Topform hatten."

Karsten Heine (MDR-Online)
"Den Platzverhältnissen geschuldet, haben wir auf unser sonst übliches Kurzpassspiel verzichtet und haben viel mit langen Bällen agiert. Nach der 2:0-Führung haben wir leider zu schnell den Anschlusstreffer bekommen, der dann nicht die nötige Ruhe in unsere Reihen brachte. In der zweiten Halbzeit haben wir im Defensivverbund leider unsere Ordnung verloren. So kam es bei einem offenen Schlagabtausch, wo wir auch Glück hatten, nicht den Ausgleich bekommen zu haben. Am Ende ist es ein wichtiger Sieg, weil sich die Mannschaft im wahrsten Sinne des Wortes durchgebissen hat."

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