Vorstellungen 2001 (» 2008 | » 2007 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002)

10.12.2001 · Zweitliga-Almanach - Alle Spieler. Alle Vereine. Alle Ergebnisse. - Neuerscheinung
28.09.2001 · Kabinengeflüster - Geschichten aus 40 Jahren DDR-Elf
06.09.2001 · Fußball in der DDR 1945 - 1989. Teil 2: Die Nationalmannschaft.
20.08.2001 · Fußball in der DDR 1945 - 1989. Teil 3: Die Meisterschaft.
26.07.2001 · Tribünen, Tore und Traversen
09.07.2001 · 100 Jahre Fußball in Dresden
25.06.2001 · 100 Jahre Chemnitzer Fußball
21.06.2001 · Fußball-Auswahlspieler der DDR
13.06.2001 · Ligafußball in der DDR. Tabellenbuch.
31.05.2001 · Der Weg in den Westen - Neuerscheinung
18.04.2001 · FC-Fans. Rückkehr aus Cottbus. Leben und Leiden mit dem 1.FC Köln - Neuerscheinung


10.12.2001 · Zweitliga-Almanach - Alle Spieler. Alle Vereine. Alle Ergebnisse. von Matthias Weinrich - Neuerscheinung
Zweitliga Almanach

Broschur - 184 Seiten

Verlag: Agon Sportverlag Kassel
Erscheinungsdatum: 09/2001
ISBN: 3-89784-190-8
Preis: DM 40,88 · EUR 20,90

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Rezension:

Die Statistikbibel zu Liga Zwo.

Anfang September 2001 erschien bei Agon der Zweitliga-Almanach des Kasseler Autors Matthias Weinrich. Die im A4-Format gehaltene Broschur setzt die Tradition von statistischen Werken zum deutschen Fussball in diesem Sportverlag fort. Und ist ein echtes Nachschlagewerk für Zweitligafans mit Blick auch auf unseren CFC.

Auffangbecken für abgestürzte Traditionsklubs, aber auch Endstation Sehnsucht für Emporkömmlinge heißt es über die Zweite Bundesliga im Klappentext. Mit der Saison 1974/75, direkt nach dem Gewinn des Weltmeistertitels, formte der DFB aus den 5 bisherigen Regionalligen eine zweigleisige 2. Liga. Prominenz (Borussia Dortmund) und Exoten (SV Röchling-Völklingen) prägten damals das Gesicht des schon lange geforderten Unterbaus, der 1981 dann zu einer eingleisigen 2. Bundesliga umgewandelt wurde. Zehn Jahre später stießen 6 Ostklubs hinzu, unter ihnen auch der Chemnitzer FC. Über 100 Mannschaften versuchten sich bisher in dieser Klasse, zuletzt Union Berlin (Nr. 110) und der SV Babelsberg 09 (Nr. 111). In der Ewigen Tabelle der Zweiten Liga belegt der CFC Platz 38, knapp hinter Schalke und Wolfsburg, aber immerhin als bester Ostverein. Diese und viele andere Statistiken kann man in dem 184 Seiten starken Buch nachlesen. Jede einzelne Liga-Saison wird komplett in Text und Tabelle beleuchtet und mit den Torschützenbesten ergänzt. Besonders die Serien mit CFC-Beteiligung sind einen längeren Blick wert. War da nicht mal ein 4:0 gegen 1860 München, ein 5:1 gegen Arminia Bielefeld oder ein 2:0 gegen Gladbach?

Eine ausführliche Spieler-, Trainer- und Schiedsrichterdatei rundet das gelungene Sammelwerk ab. Selbst eine Ewige Tabelle aller Roten Karten, in welcher der CFC mit 17x Rot und 18x Gelb-Rot Platz 21 belegt, kann der interessierte Leser hier finden. Und auf 40 Seiten werden alle ehemaligen und aktuellen Zweitligavereine von Alemannia Aachen bis zum FSV Zwickau vorgestellt. Auf Seite 69 findet man unsere Himmelblauen, welche insgesamt 7 Serien in der zweithöchsten Klasse spielten. Viele weitere Details wie die Aufstiegsspiele zur 2. Liga, Rekordeinsätze oder Dauerrotsünder untermalen die Qualität des Almanachs. Nicht immer gibt es aber nur Positives nachzulesen. In drei Negativrubriken tauchen unsere Ballkünstler vorn mit auf, und alle stammen aus der letzten Saison: Rekordserien ohne Sieg, längste Niederlagenserien und schlechtester Zuschauerschnitt. Die genauen Daten kann man bei Interesse auf Seite 183 nachlesen.

Der Statistikband enthält keine Abbildungen, was aber aufgrund des umfangreichen Materials an spannenden Zahlen und Fakten nicht sonderlich auffällt. Mit über 40 DM ist das Buch recht teuer. Und nach jeder Saison dürften die meisten Tabellen wohl überarbeitet werden müssen. Mit Ausnahme der Angaben zum Chemnitzer FC. Momentan jedenfalls. Aber vielleicht ändert sich das ja bald...

Bewertung:

CFC-Bezug: mittel
Kauftip: Eher nur für Statistiker

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28.09.2001 · Kabinengeflüster - Geschichten aus 40 Jahren DDR-Elf von Uwe Karte und Jörg Röhrig
Kabinengefluester

Broschur - 223 Seiten

Verlag: Agon Sportverlag Kassel
Erscheinungsdatum: 1997, 1999 (2. Auflage)
ISBN: 3-89609-124-7
Preis: DM 29,80 · EUR 15,24

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Rezension:

Episoden und Anekdoten um die Nationalelf der DDR.

Zum letzten Spiel wollte keiner mehr hin. Wenige Tage vor der Wiedervereinigung zeigte sich kaum ein DDR-Auswahlspieler motiviert für ein Land zu spielen, das es in wenigen Tagen nicht mehr geben sollte. 500, 501, Aus! titelte die Presse nach jenem historischen Spiel gegen Belgien am 12.9.1990, das schließlich noch eine Rumpfmannschaft unter Ede Geyer überraschend mit 2:0 gewinnen konnte. So kam auch der Chemnitzer Tormann Jens Schmidt zu seinem Länderspiel-Debüt, hielt seinen Kasten sauber und ging in die Statistik als Keeper ohne Gegentore ein.

Das war das Ende der DDR-Nationalmannschaft. Viele Kicker von damals verdienen heute gutbezahlt in der Bundesliga ihr Geld. Den meisten ostdeutschen Spielern war jedoch der Schritt auf die internationale Bühne verschlossen. Aus Überzeugung und um des sportlichen Erfolgs willen jagten sie in den Auswahlfarben dem Ball hinterher. Nicht immer lief es dabei so glatt, wie die DDR-Presse gern berichtete. Wie es wirklich war, was hinter den Kulissen passiert und was es für hässliche oder liebenswerte Geschichten um die DDR-Mannschaft gab, das kann man im 1997 erschienenen Buch "Kabinengeflüster" nachlesen oder neu erfahren.

Während sich der Kotte/Müller/Weber-Skandal auch Dank einer FuWo-Notiz bald überall herumsprach, blieben viele Vorkommnisse oft im Verborgenen. Nicht immer passten sich die Auswahlspieler den sozialistischen Sportlernormen an und wurden bei Verstößen hart bestraft. So traf es z.B. 1968 den Karl-Marx-Städter Dieter Erler, der während einer Chile-Reise mit den Schuhen seiner Mitstreiter in der Hotelhalle Fußball spielte und dafür der Nationalmannschaft Lebewohl sagen musste. Auch die Leipziger Kreer und Müller galten nicht gerade als Musterknaben. Mehrere lustige Anekdoten wie die Späßchen um den Bauch von Nationaltrainer Manfred Zapf ("Sie haben wohl einen Fußball verschluckt?") bereichern dieses äußerst spannend geschriebene und lesenswerte Buch, das so früher wohl hätte nie erscheinen dürfen. Ein würdiger Abgesang auf ein Kapitel DDR-Geschichte.

Bewertung:

CFC-Bezug: wenig
Kauftip: ja

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06.09.2001 · Fußball in der DDR 1945 - 1989. - Teil 2: Die Nationalmannschaft. von Klaus Querengässer
Fussball in der DDR - Teil 2: Die Nationalmannschaft

Paperback - 288 Seiten

Verlag: Agon Sportverlag Kassel
Erscheinungsdatum: 1995
ISBN: 3-928562-55-X
Preis: DM 34,00 · EUR 17,38

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Rezension:

Statistisches Denkmal zur Nationalmannschaft der DDR.

In der Agon-Reihe "Fußball in der DDR" erschien 1995 der zweite Teil, der sich ausführlich mit dem Thema Nationalmannschaft beschäftigt. Der Dresdner Autor und Sportstatistiker Klaus Querengässer beleuchtet auf 288 Seiten alle Länderspiele der DDR-Elf zwischen 1952 und 1990. Zu den statistischen Daten wie Aufstellung, Torschützen oder Zuschauerzahl kann man zusätzlich eine kurze Zusammenfassung, teilweise aber auch einen längeren Spielbericht nachlesen.

Wer sich für das abgeschlossene Gebiet DDR-Nationalmannschaft interessiert, für den ist dies eine Fundgrube. Es steht einfach alles drin. Auch für Chemnitzer Fußball-Fans gibt einiges Material zur Erinnerung und Traditionspflege. Insgesamt 14 Karl-Marx-Städter und Chemnitzer schnürten für ihr Land die Stiefel, wobei mit Erler, Vogel und Steinmann allerdings nur 3 zu regelmäßigen Einsätzen kamen. Für Dieter Erler war die Karriere bereits frühzeitig zu Ende, als er 1968 die Fussballschuhe seiner Sportkameraden durch die Hotelhalle kickte und damit gegen die "Lebensnormen des sozialistischen Sports" verstieß.

Viele interessante Details sind in diesem kompakten und übersichtlichen Werk nachzulesen. So taucht beispielsweise im ersten Länderspiel am 21.9.1952 in Warschau gegen Polen (0:3) ein Leipziger Verteidiger namens Horst Scherbaum in der Aufstellung auf. Scherbaum? Natürlich, das war der FCK-Meistertrainer 1967! Und Rico Steinmanns Ausgleichtor beim 3:3 gegen Brasilien 1990 (mit Bebeto und Dunga) in allerletzter Minute ist auf Seite 256 nachzulesen.

Fotos und Abbildungen von Länderspielplakaten lockern die Texte und Statistiken auf. Dem nicht immer geliebten Thema Nationalmannschaft ist hier ein lesenswertes Denkmal gesetzt worden. Einige orthographische Fehler im Text sollte man dabei freundlich übersehen.

Bewertung:

CFC-Bezug: hoch
Kauftip: ja

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20.08.2001 · Fußball in der DDR 1945 - 1989. - Teil 3: Die Meisterschaft. von Klaus Querengässer
Fussball in der DDR - Teil 3: Die Meisterschaft

Paperback - 224 Seiten

Verlag: Agon Sportverlag Kassel
Erscheinungsdatum: 1995
ISBN: 3-89609-110-7
Preis: DM 34,00 · EUR 17,38

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Rezension:

Erinnerungen an den Oberliga-Fußball zwischen Rostock und Zwickau

Dieter Kühn, Joachim Streich, André Jarmuszkiewicz, an diese und viele andere bekannte Namen der DDR-Oberliga erinnert Teil 3 der Agon-Reihe "Fußball in der DDR 1945 - 1989". Unter dem Titel "Die Meisterschaft" hat sich der Autor Klaus Querengässer eines weiteren abgeschlossenen Kapitels des ostdeutschen Fußballs angenommen, eines Abschnittes, der wohl auch die meisten Fanpage-Besucher geprägt haben dürfte.

Auf 224 Seiten lebt noch einmal der Oberliga-Fußball zwischen Rostock und dem Erzgebirge auf. Während etwa die Hälfte des Buches mit Statistiken glänzt, kann man auf über 100 Seiten, beginnend mit der ersten Ostzonenmeisterschaft bis zum Anschluß an den DFB 1991, die Ereignisse in Wort und Bild an sich vorbei ziehen lassen. Zahlreiche Geschichten zu Spielen und Spielern frischen das Wissen von früher auf. Bemerkenswert ist, dass die Bildauswahl sich zu einem großen Teil auf den Süden beschränkt, so dass Aue, Zwickau und der FC Karl-Marx-Stadt äußerst häufig vertreten sind. So kann man beispielsweise 6 Fotos aus dem Dr.-Kurt-Fischer-Stadion sehen und über 20 FCK-Kicker bewundern. Darunter befinden mit Birner oder dem skurrilen Uwe Heß auch einige weniger bekannte Gellertstraßen-Helden.

Ein Biographien-Teil zu Stars und Rekordspielern rundet dieses spannend zu lesende Buch ab. Auch die Männer in Schwarz würdigte der Autor. Die Schiedsrichter um Prokop, Kulicke, Di Carlo, Scheurell, Männig oder Glöckner gehörten in der Regel zu den meistgehassten Personen auf dem Platz, vor allem in den 1980er Jahren, als der BFC Dynamo mit allen Mitteln die Liga dominierte. Auch deshalb ist "Die Meisterschaft" , die 1995 im Agon-Verlag erschien, ein empfehlenswerter Titel.

Bewertung:

CFC-Bezug: recht hoch
Kauftip: ja

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26.07.2001 · Tribünen, Tore und Traversen - Sachsens schönste Spielstätten von Frank Müller und Thomas Näther
Tribuenen, Tore und Traversen - Sachsens schoenste Spielstaetten

Taschenbuch - 118 Seiten

Verlag: Agon Sportverlag Kassel
Erscheinungsdatum: 1996
ISBN: 3-89609-110-7
Preis: DM 29,80 · EUR 15,24

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Rezension:

Sächsische Stadien in Geschichte und Gegenwart

Kaum beachtet und aufgrund seines stark regionalen Bezuges mit wenig Präsentation in der Fachpresse erschien 1996 im Agon-Verlag der Stadionführer Sachsen. Unter dem Titel "Tribünen, Tore und Traversen" stellen die Autoren alle wichtigen Sportstätten wie Fußballstadien, Tennishallen oder Sprungschanzen im Einzugsgebiet vor. Unterstützt wurden die Recherchen zwischen Plauen und Zittau von vielen regionalen Chronisten, so dass auch unser Hanno Griesbacher zum Zuge kommen konnte.

Der Hauptteil der 118 Seiten starken Broschüre beinhaltet die Kicker-Arenen von Aue bis Zwickau. Ausführlich in Wort und Bild werden Geschichte und Gegenwart beleuchtet und zahlreiches Spezialwissen vermittelt. So erfährt z.B. das kleine, aber feine Stadion in Auerbach eine ausführliche Beschreibung. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass die VfB-Kicker dort seit 1995 unter Flutlicht spielen können, und die überdachte Tribüne mit 750 Sitzen im Baujahr 1993 das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden um mehr als das dreifache an Fassungsvermögen übertraf.

Die beiden CFC-Stadien sowie die Chemnitzer Radrennbahn erhielten zusammen 11 Seiten Text, die von mehreren, teils historischen Fotos illustriert werden. Da im Erscheinungsjahr der Verein noch im Sportforum spielte, hieß die Überschrift: Die solide Hauptarena der Chemnitzer. Am Tage der Einweihung am 18.9.1938 fanden immerhin 60.000 Besucher Platz, eine Zahl, die mit den Jahren weniger wurde. Die Fussballfans lieben die Fischerwiese heißt es zum Kapitel Gellertstraße, wo 1996 gerade die CFC-Amateure beheimatet waren. Diese und andere Teile des Stadionführers sind inzwischen überholt und haben nur noch nostalgischen Wert. Wer allerdings mehr zu den traditionsreichen Spielstätten in Werdau, Plauen und Riesa erfahren möchte, für den lohnt sich ein Blick in dieses Buch.

Bewertung:

CFC-Bezug: mittel
Kauftip: eher nicht

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09.07.2001 · 100 Jahre Fußball in Dresden von Klaus Querengässer
100 Jahre Fussball in Dresden

Gebundene Ausgabe - 440 Seiten

Verlag: Agon Sportverlag
Erscheinungsdatum: 1995
ISBN: 3-928562-40-1
Preis: DM 38,00 · EUR 19,43

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Tip: Das Buch gibt es derzeit im Onlineshop von AGON zum Sonderpreis von 19,80 DM.
Rezension:

Packende Duelle zwischen Chemnitz und Dresden

Im Jahre 1995 erschien im Agon-Verlag ein Fussball-Buch, das sich ausschließlich mit der Geschichte des runden Leders in Dresden beschäftigt. Der Überlieferung nach wurde 1886 erstmalig nachweislich in der heutigen Landeshauptstadt nach englischen Regeln gespielt, und 1893 gründete sich der Neue Dresdner Fußball Club. Dem Anlass nach trägt das Buch auch den Titel "100 Jahre Fußball in Dresden", dessen Inhalt von Klaus Querengässer zusammengetragen wurde.

Was hat dieser Titel mit Chemnitz zu tun? Auf den ersten Blick sicher nichts, auf den zweiten aber doch eine ganze Menge. Schließlich lieferten sich Chemnitzer und Dresdner Fußballer fast ein Jahrhundert lang packende Duelle, die auch in diesem Jubiläumsband Eingang fanden. Wer erinnert sich nicht an den 4:3-Auswärtssieg der Himmelblauen am 27.8.1988, als vor 24.000 Zuschauern Richter und Mehlhorn (2) schon nach 19 Minuten eine 3:0 Führung herausschossen. Vergangene Oberligaspiele, aber auch die Duelle der 1930er Jahre zwischen dem DSC und PSV werden teilweise ausführlich behandelt. So fügte der Autor auf den Seiten 90 bis 92 einen ungekürzten Pressebericht vom mitteldeutschen Pokalfinale am 1.5.1933 auf der Chemnitzer Radrennbahn ein, das die Männer um Helmchen und Co. jedoch mit 2:4 verloren.

Einige Zweikampf-Fotos von Chemnitzer und Dresdner Spielern untermalen den recht ordentlich geschriebenen, aber etwas unübersichtlichen Inhalt. Zahlreiche Abschlusstabellen regionaler Meisterschaften auch mit Chemnitzer Beteiligung lassen das Statistikerherz höher schlagen. Und wer letztendlich unbedingt wissen will, mit welcher Aufstellung 1949 Nagema Chemnitz oder 1950 Fewa Chemnitz gegen Dresden-Mickten aufliefen, auf den Seiten 162/163 kann er es erfahren.

Bewertung:

CFC-Bezug: mäßig
Kauftip: eher nicht

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25.06.2001 · 100 Jahre Chemnitzer Fußball von Gerhard Claus & Mario Schmidt
100 Jahre Chemnitzer Fussball

Gebundene Ausgabe - 179 Seiten

Verlag: Chemnitzer Verlag
Erscheinungsdatum: 1999
ISBN: 3-928678-58-2
Preis: DM 24,80

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Rezension:

Ein Pflichtexemplar zum himmelblauen Schwärmen

Zu Weihnachten 1999 lag es endlich auf dem Gabentisch, das Buch "100 Jahre Chemnitzer Fußball". Seit einer unscheinbaren Pressenotiz im November 1996 warteten viele ungeduldig auf diese Edition des Chemnitzer Verlages, für die sich der Chronist Gerhard Claus sowie als Redakteur der Sportjournalist Mario Schmidt verantwortlich zeigten.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. In der Hand hielt man endlich eine kompakte Geschichte des städtischen Fußballs. Sie reicht von den Anfängen als CBC seit 1899, einem gefürchteten PSV sowie der schweren Nachkriegsepoche bis in die Zeit des FCK und CFC. Zahlreiche Spielerporträts, teils farbige Fotos und ein Statistikteil ergänzen die spannend geschriebenen Kapitel rund um Sportforum und Gellertstraße. Nicht erwähnt wird die Elf von Wismut Karl-Marx-Stadt, die bekanntlich nach Aue gehörte, sowie nur am Rande der VfB Chemnitz, der in diesem Jahr ebenfalls seinen 100. Geburtstag feiert.

Das himmelblaue Buch zum Lesen und Schwärmen verkaufte sich wie von selbst, zumal der CFC in der 2. Bundesliga gerade für Furore sorgte. Der 3:3-Krimi gegen Bochum zwei Tage vor Verkaufsstart und Platz 6 in der Tabelle schürten große Erwartungen. Eine Feierstunde im Hotel Dorint mit 200 geladenen Gästen rundete am 16.12.1999 die 100-Jahre-Feierlichkeiten ab. Präsentation und begleitende Werbung erfolgte vorwiegend durch das Mutterhaus Freie Presse, wobei auch Prominente und Fußballveteranen sich zu Signierstunden in Buchläden und Sportgeschäften zur Verfügung stellten.

Das 100-Jahre-Buch ist ein Pflichtexemplar für alle Fans und sollte immer in Griffweite stehen. Und: nach schmerzhaften Niederlagen empfiehlt sich ein Blättern in diesem. Die alten Kämpen um Sorge und Bähringer lassen den Ärger vielleicht schon nach wenigen Minuten verfliegen...

Bewertung:

CFC-Bezug: sehr hoch
Kauftip: aber sicher!

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21.06.2001 · Fußball-Auswahlspieler der DDR von Andreas Baingo & Michael Hohlfeld
Fußball-Auswahlspieler der DDR

Gebundene Ausgabe - 335 Seiten

Verlag: Sportverlag Berlin
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3328008756
Preis: DM 48,00 · EUR 24,54

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Rezension:

Wie Karl-Marx-Städter Fussballer für die DDR spielten

Das Thema Nationalmannschaft ist für die Himmelblauen kein großes Kapitel. Aber immerhin doch 14 Spieler liefen, wenn auch meist nur einige Minuten, für ihre Heimat auf den Rasen und hinterließen bei den Fans einen gewissen Stolz.
In dem im Mai 2000 erschienen Lexikon der DDR-Auswahlspieler kann man jetzt jedes einzelne Detail über die 273 Auswahlspieler von Rostock bis Zwickau nachlesen, und natürlich sind auch alle eingesetzten FCK-Kicker erwähnt.

Dem Alphabet nach führt Jens Adler vom HFC Chemie die Helden aus 293 Länderspielen an. Schon kurz darauf folgt Jürgen Bähringer vom FC Karl-Marx-Stadt, der seinen wuchtigen Körper aber nur einmal international zur Geltung bringen konnte. Mit Eberhard Vogel (74x) schließt sich der Kreis der Karl-Marx-Städter Aktiven, wobei noch einige auch für andere Vereine tätig waren. Nicht zu vergessen die Ex-Chemnitzer Spieler unterm Bundesadler nach 1990 (Schuster, Gerber, Meißner, Hertzsch und Ballack), die aber in diesem 336 Seiten starkem Werk bis auf Schuster keine Erwähnung finden.

Mit 48 DM ist das Buch allerdings recht teuer geraten, hier muß wohl die Recherche der beiden ehemaligen Sportecho- und FuWo-Redakteure Baingo und Hohlfeld mitbezahlt werden. Die Qualität des Papieres steht irgendwie im Zusammenhang mit der behandelten Epoche, es ist rauh und vielseitig verwendbar.
Das Buch ist aber eine interessante Lektüre für zwischendurch und erinnert sehr intensiv an vergangene Zeiten. Ein Foto zu jedem Spieler untermalt den positiven inhaltlichen Eindruck. Auch wenn auf Seite 145 Bodo Rudwaleit im TeBe-Dress grimmig aus dem Lexikon herausschaut.

Bewertung:

CFC-Bezug: mittel
Kauftip: geht so

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13.06.2001 · Ligafußball in der DDR. Tabellenbuch. von Uwe Krüger
Ligafussball in der DDR. Tabellenbuch.

Paperback - 302 Seiten

Verlag: Agon Sportverlag, Kassel
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3-89784-171-1
Preis: DM 39,90

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Rezension:

Statistisches Fazit des DDR-Fußballs

Der Agon-Verlag aus Kassel verlegte im Juli 2000 ein kompaktes Nachschlagewerk zum DDR-Fußball, das in dieser Form das künftige Wühlen in alten FuWo-Jahrgängen verzichtbar macht. Wer Ergebnisse, Torschützenkönige oder Tabellen der Liga und Oberliga des Ostens sucht, kann hier eine Menge entdecken und sein eigenes Archiv ergänzen.

Das 300 Seiten starke Buch besteht fast ausschließlich aus Tabellen und Übersichten, was zwar eintönig klingt, es doch aber in sich hat. Alle rund 35.000 Punktspiel-, 3.800 Pokalspiel- sowie internationale Ergebnisse inklusive des UI-Cups wurden vom Autor Uwe Krüger gesammelt, geordnet und zu einen Tabellenbuch verarbeitet. Ab 1948 sind praktisch alle Ballkontakte auf DDR-Maßstab erfasst, und wer mal ein Ergebnis unserer Himmelblauen nicht sofort aufzusagen weiß, hier findet er es. Besonders interessant und vor allem einmalig sind die Übersichten und Tabellen zur DDR-Liga. So kann man erfahren, dass z.B. in der Zweitliga-Saison des FC Karl-Marx-Stadt 1970/71 ein junger Spieler namens Joachim Müller mit seinen 12 geschossenen Toren Platz 4 der Torschützenliste der Ligastaffel Süd belegte. Und auch, ob sich Germania, FCK II, Ascota oder Fritz Heckert Karl-Marx-Stadt in der Liga gegen die regionale Konkurrenz durchsetzen konnten.

Trotz der Fülle an Namen und Zahlen ist das Statistik-Werk fehlerfrei recherchiert und zusammengestellt. Lediglich ein Tippfehler wurde bisher gefunden. Es fehlte einmal im Mannschaftsnamen ein "z". Bezeichnenderweise beim Chemniter FC.

Bewertung:

CFC-Bezug: hoch!
Kauftip: ja!

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31.05.2001 · Der Weg in den Westen von Michael Peter - Neuerscheinung
Der Weg in den Westen

Hardcover - 280 Seiten

Verlag: Agon Sportverlag, Kassel
Erscheinungsdatum: 2001
ISBN: 3897841762
Preis: DM 36,97 · EUR 18,90

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Rezension:

Ostdeutsche Kicker in westdeutschen Vereinen - eine Bilanz

Der Weg in den Westen lautet der Titel eines gerade im Agon-Verlag erschienenen neuen Fussball-Buches. Es porträtiert von Michael Ballack bis Alexander Zickler alle ehemaligen DDR- bzw. Neue-Bundesländer-Stars der achtziger und neunziger Jahre, die dem Ruf des Geldes folgten und in den Westen wechselten. Überraschend an dem Buch ist die riesige Fülle von tlw. neuen Detailinformationen, wobei der Riesaer Autor Michael Peter, z.Zt. Stadionsprecher des FC Stahl, auch die FCK/CFC-Recken ausführlich beleuchtet. Allein Rico Steinmann erhielt fast 7 Seiten Text und eine ausführliche Übersicht seiner Stationen, Ballack 5 Seiten und auch Veit wurde reichlich bedacht.
Das Buch ist extrem CFC-lastig, kein Wunder, spielt doch ein komplettes Team jetzt im großen Fussball. Dass auf dem Titelbild ein Andreas Müller auftaucht, hat er aber wohl nur seinen Duellpartner Ulf Kirsten zu verdanken. Der 384 Seiten starke Titel ist extrem lesenswert, da er gut recherchiert und sehr informativ ist. Ein Muß für alle Statistiker...

Bewertung:

CFC-Bezug: hoch!
Kaufzwang: recht hoch!

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18.04.2001 · FC-Fans. Rückkehr aus Cottbus. Leben und Leiden mit dem 1.FC Köln von Phillip Arens, Daniela Schulz, Maik Thesing - Neuerscheinung
FC-Fans. Rückkehr aus Cottbus. Leben und Leiden mit dem 1.FC Köln

Gebundene Ausgabe - 175 Seiten

Verlag: EDITION STEFFAN, Köln
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3923838271
Preis: DM 26,80 · EUR 13,70

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Rezension:

FC-Fans on tour mit Stop Fischerwiese

FC-Fans. Rückkehr aus Cottbus. Leben und Leiden mit dem 1.FC Köln - unter diesem langatmigen Titel erschien dieser Tage eine neue Publikation des Verlages Edition Steffan aus Köln. Betrifft sie das Interesse von Fans des CFC nur am Rande, so ist sie doch eine bemerkenswerte Supporter-Reportage von Fans für Fans von allen Auswärtsspielen des 1.FC Köln der letzten Saison, mit vielen Farbfotos und auf gutem Papier gedruckt.
Damit ist auch der CFC-Bezug hergestellt. Auf zwei Seiten berichten die Autoren über die abenteuerliche Fahrt in den Osten und lassen leider auch kein Klischeè (Moaschendroahtzaun, R. Zindler, Glatzen) aus. Dabei kam heraus, daß Lienen in Chemnitz unter seinem blauen Hemd drei Unterhemden trug und die ChemCat bei den Kölnern einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Allgemein gesehen sind 26.80 DM für nur zwei interessante Seiten ziemlich viel. Wer aber plant, eine CFC-Supporter-Reportage der aktuellen Saison zu publizieren, für den dürfte dieses Buch eine Anregung sein.

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