Saison 2016/2017
CFC / 3. Liga



 
SSV Markranstädt
SSV Markranstädt1:8Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
3. Runde - Sachsenpokal - Saison 2016/2017
Sonntag, 04. September 2016, 15:00 Uhr
Stadion am Bad, Markranstädt
Zuschauer: 439
Schiedsrichter: Stefan Herder
SSV MarkranstädtTorfolgeChemnitzer FC
T Hübner
A Zott
A Werner
A Böhmer
A Hildebrandt
M Winkler (52. Al Abri)
M Nüchtern
M Daubitz
M Dünkel
M Seifert (56. Reinhard)
S Reichel

Trainer: Krauß
0:1 Grote (4.)
0:2 Frahn (11.)
0:3 Frahn (13.)
0:4 Frahn (18.)
0:5 Fink (41.)
0:6 Reichel (49./Eigentor)
0:7 Cincotta (56.)
0:8 Hansch (84.)
1:8 Al Abri (86./Foulelfer)

T Kunz
A Bittroff
A Conrad (53. Reinhardt)
A Koch
A Grote
M Dem
M Jopek
M Mast (53. Hansch)
M Fink (67. Rodriguez)
M Cincotta
S Frahn

Trainer: Köhler
Spielbericht

CFC ballert sich in die nächste Runde

Von Lenny

Der Chemnitzer FC kommt ohne große Mühe in das Achtelfinale des Sachsenpokals. Gegen den SSV Markranstädt gewannen die Himmelblauen mit 8:1. Vor 439 Zuschauern im „Stadion am Bad“ gelang Frahn ein Hattrick, außerdem trafen Grote, Fink, Cincotta und Hansch. Der Gastgeber erzielte erst ein Eigen- und schließlich auch noch ein Ehrentor.

Es hätte ein neues, unbekanntes Los werden können. Stattdessen wurde es aber eines, mit dem sich der Chemnitzer FC bereits ein ums andere Mal duelliert hat. Anstatt nach Bad Muskau, Coswig, Schneeberg oder Spree ging es für die Himmelblauen in der dritten Runde des diesjährigen Sachsenpokals zum SSV Markranstädt. Zuletzt spielte man vor zwei Jahren im „Stadion am Bad“ des SSV – und konnte die Partie nach Verlängerung glücklich mit 2:1 gewinnen. Wiederum zwei Jahre zuvor stand ein 3:1 in der regulären Spielzeit auf der manuellen Anzeigetafel. Auch wenn die Gastgeber – im Vergleich zu den Vorjahren – nicht mehr mit altgedienter Prominenz ausgestattet sind, sondern mit jungen, talentierten Akteuren spielen, war man gewarnt.
Entsprechend konzentriert und zielstrebig begann das Team von Köhler, der die Startformation auf insgesamt vier Positionen veränderte. Für Stenzel spielte Bittroff wieder als rechter Außenverteidiger, neben ihn ersetze Koch den angeschlagenen Endres. Im Mittelfeld wurde der kreative Jopek anstelle von Reinhardt aufgeboten, dazu durfte Cincotta, der diesmal nicht in die Nationalmannschaft Guatemalas berufen wurde, von Beginn an ran.
Bereits nach vier Minuten zappelte der Ball das erste Mal im Tor des SSV Markranstädt. Die Ecke wurde nicht in den Strafraum geschlagen, sondern nach hinten, zu Cincotta, gepasst. Dieser leitete den Ball ins Zentrum weiter, wo Grote diesen annahm und danach wunderbar mit seinem starken linken Fuß im Tor unterbrachte. Ein Auftakt nach Maß. Sehr zur Freude der 250 himmelblauen Anhänger, welche sich diesmal sowohl im Gästesektor als auch auf der Gegengerade direkt danach niederlassen durften. Stimmung gab es, wie üblich im Sachsenpokal, keine.
Die schnelle Führung sorgte für Sicherheit und brachte weiteren offensiven Schwung mit sich, welcher einen Frahn-Hattrick innerhalb von gerade einmal 15 Minuten zur Folge hatte. Sein erster Treffer war dabei besonders sehenswert. So nahm er einen weiten Pass von Conrad mustergültig an, narrte seinen Gegenspieler und vollendete mit einem traumhaften Schlenzer in die lange Ecke. Die anderen beiden Tore waren für den Stürmer reine Formsache, so musste er den Ball nur noch über die Linie drücken. Was ihm anfangs spielend leicht gelang, glückte anschließend – sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang – nicht mehr. So vergab er einige hochkarätige Chancen. Der einzige, der vor der Pause noch traf, war Fink, der einen Patzer des Schlussmanns ausnutzte. Dessen ungeachtet konnte sich der SSV-Torwart diverse Male glänzend auszeichnen.

Anfang der zweiten Halbzeit und nach dem 0:6 via Eigentor kamen mit Hansch und Reinhardt für Conrad und Mast zwei frische Kräfte. Die Kapitänsbinde trug von da an – nur leider falschherum – Frahn. In der 56. Minute trug sich Cincotta in die Torschützenliste ein, danach konnten zwar weitere himmelblaue Chancen verzeichnet werden, nur landete keine davon im Markranstädter Kasten. Erst Hansch brach in der 84. Minute diesen Bann, nachdem Jopek und Grote die Vorlage via One-Touch-Football einleiteten.
Der SSV Markranstädt kam in der Schlussphase noch zum verdienten Ehrentreffer, der mit einem sicher verwandelten Elfmeter erzielt werden konnte.
Was in der dritten Runde nicht klappte, gelang bei der Auslosung zum Sachsenpokal-Achtelfinale. Denn dort trifft der Chemnitzer FC auf den Landesklassisten vom ESV Lokomotive Zwickau. Gespielt wird voraussichtlich am zweiten Oktober-Wochenende.

Wertung: 2,5

Beste Himmelblaue: Frahn, Cincotta

Pressestimmen

Freie Presse

CFC und FSV Zwickau locker weiter

[..] Schon nach einer guten Viertelstunde war die Partie entschieden. "Eine absolut konzentrierte Leistung der ganzen Mannschaft von der ersten Minute an", schätzte CFC-Sportdirektor Stephan Beutel ein, "es war sehr schwer für die Markranstädter gegen einen angefressenen höherklassigen Gegner zu bestehen." [..] Der Ehrentreffer der Markranstädter resultierte aus einem von Saif Al Abri (87.) verwandelten Foulelfmeter. Jamil Dem soll zuvor einem Markranstädter zu Fall gebracht haben. "Für mich kein Foul", schätzte Stephan Beutel ein, "aber das spielt bei diesem Ergebnis auch keine Rolle mehr." Gut funktionierte beim CFC das Sechser-Tandem Dem und Jopek, auch Stefano Cincotta fügte sich bei seinem ersten Pflichtspiel der Saison nahtlos ein. Über 90 Minuten lieferte der Nationalspieler Guatemalas eine überzeugende Leistung ab, sein Treffer (mit links ins lange rechte Eck) krönte den Auftritt. [..]

Chemnitzer Morgenpost

CFC mit Schützenfest in Markranstädt weiter

Die Rand-Leipziger hatten in den vergangenen Jahren im heimischen Stadion am Bad so manchen Gegner nass gemacht. Am Sonntag wurden sie von den Chemnitzern eiskalt geduscht. Zunächst überraschte Gästetrainer Sven Köhler mit einigen personellen Veränderungen. Den Einsatz von Jan Koch, der den verletzten Marc Endres in der Innenverteidigung ersetzte, hatte der Fußball-Lehrer angekündigt. Nach dem 0:1 gegen Lotte außerdem neu in der Startelf: die Mittelfeldspieler Björn Jopek und Stefano Cincotta sowie Abwehrmann Alexander Bittroff. Nach vier Minuten gab es die erste Rückschlag für den Oberligisten. Cincotta legte für Dennis Grote auf. Der jagte das runde Leder aus reichlich 20 Metern ins linke untere Eck. Sieben Minuten später nutzte Daniel Frahn seine erste Möglichkeit zum 2:0. Die Platzherren hatten sich noch nicht wieder sortiert, da war Frahn erneut zur Stelle: Nach Jopeks Eckball köpfte er zum 3:0 (13.) ein. Fünf Minuten später legte Anton Fink auf - Frahn machte das 4:0 (18.) und den lupenreinen Hattrick perfekt. [..]

Bild-Zeitung Chemnitz

Frahn löst sein Torversprechen ein

Der Chemnitzer FC bucht leicht und locker das Achtelfinale im Sachsenpokal - bei Oberligist Markranstädt gibt es vor 439 Zuschauern (darunter knapp 200 CFC-Fans) ein 8:1. [..] 18. Minute: Jopek spielt scharf in die Strafraummitte, Frahn hält den Fuß dran, 4:0 - Hattrick. Zahlen muss der Schütze deshalb nicht, Frahn sagt aber: „Wenn das in der Liga passiert, bin ich der Erste, der einen ausgibt.“ Die weiteren Treffer für Chemnitz: Fink (5:0/42.), Reichel (Eigentor/6:0/49.), Cincotta (7:0/56.) und Hansch (8:0/85.). Das Geschenk für tapfere Gastgeber, Al Abri trifft in der 88. Minute für den SSV, er versenkt einen von Dem an ihm verwirkten Elfmeter. Köhler: „Die Jungs haben das konsequent und sachlich gespielt. Auch gegen einen Oberligisten muss man erst einmal 8:1 gewinnen.“ [..]

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