UC '99 mahnen: "Die Vereinsfarben sind Hellblau und Weiß."

19.04.2021, 12:50 Uhr | 156 Aufrufe
Die Ultras Chemnitz '99 haben zusammen mit dem Label "Festung Fischerwiese" am letzten Freitag ein Schreiben veröffentlicht, in dem die Einhaltung der klassischen Vereinsfarben angemahnt wird. In § 1 der Satzung des Chemnitzer FC e.V. heißt es unter (3) klipp und klar: "Die Vereinsfarben sind Hellblau und Weiß."

Grund des UC-Schreibens und des Anmahnens der traditionellen Vereinsfarben ist das Vorhaben der Marketingabteilung der CFC GmbH, beim Club ein "Neongrün" als Kontrastfarbe etablieren zu wollen. Dies solle für Nachhaltigkeit und Gemeinnützigkeit im Verein stehen. Erste Schildchen im neongrünen Design wurden bereits im Nachwuchsleistungszentrum gesichtet. Dagegen verwehren sich die Ultras und mahnen an, dass die Farbe Blau ausreichend Kontrastmöglichkeiten bietet.

Möglicherweise wird dieses heikle Thema auch bei der heute stattfindenden Mitglieder- und Fan-Videkonferenz (heute ab 18 Uhr) auf den Tisch gepackt.

Hallo Clubfans,

Logo UC '99zunächst ein Blick in die Geschichte unseres Vereins: 1967 waren wir Meister der DDR, ein paar Monate später spielten wir im Europapokal gegen Anderlecht. Wir haben internationale Partien gegen Porto und Juventus Turin bestritten, waren der erste „Ostverein“ im Halbfinale des DFB-Pokals und schafften es in den 1990er Jahren als einziger Verein in Sachsen immer vierstellige Zuschauerzahlen aufzuweisen.

Warum wir Euch diese ganzen Sachen erzählen, die ihr wahrscheinlich eh schon wusstet? Weil alle Ereignisse eines gemeinsam hatten: Wir bestritten unsere Spiele als Himmelblaue! Himmelblau-Weiß ist für uns als Verein ein Aushängeschild!

Auf was wir hinauswollen? Der Club will im Marketing-Konzept "Neongrün" als Kontrastfarbe etablieren. Versteht uns nicht falsch, wir als Fanszene wollen keine unnötigen Baustellen eröffnen. Die Werte, welche durch das Neongrün repräsentiert werden sollen wie Nachhaltigkeit oder Gemeinnützigkeit, sollten mittels Aktionen und Taten durchgeführt werden und nicht einfach durch eine öffentlich wirksame neue, weitere Farbgebung des CFC. Unterstützungsangebote der Fanszene bei der Designerarbeitung werden seit Monaten seitens der CFC Fußball GmbH ignoriert.

Dass man bei Trikots auf andere Farben zurückgreifen kann, ist uns klar. Ein Sachsen-Grün gab es auch zu DDR-Zeiten beim FCK und der Bezug zum Freistaat bekommt in dieser Hinsicht auch unsere volle Akzeptanz. Aber Neongrün ins Marketing einzubauen, an Türschilder im Stadion oder Nachwuchsleistungszentrum zu setzen oder als Werbemittel im Fanshop zu nutzen, stellt für uns eine peinliche Sache und eher ein Schritt zurück als einen wirklichen Fortschritt in professionelle Strukturen eines Traditionsclubs dar. Die Farbpalette Blau hat extrem viele Möglichkeiten Kontraste zu setzen, was eine Verwendung von Grün, Neongrün oder Lichtgrün völlig unnötig macht.

Vorallem in Zeiten der Pandemie und nach Beendigung der Insolvenz ist es wichtig, verloren geglaubte Fans zurückzuholen und zweifelnde Anhänger trotz Spielverbot an den Verein zu binden. Dies schaffen wir vordergründig durch die Vermittlung unserer traditionellen Werte und Alleinstellungsmerkmale, die uns seit 55 Jahren auszeichnen.

Unsere Stadt trägt Blau und Weiß!


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