Spieler der Saison 1998/1999

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Resümee
Die Wahl zum Spieler des Jahres ist vorbei. Vielen Dank für die zahlreiche Beteiligung.

Nicht ganz überraschend hat Ulf Mehlhorn die Wahl gewonnen. Der Rückkehrer aus Leipzig war einer der Garanten für den Aufstieg. Mit Antonio Ananiev hatte er aber bis zum Schluß einen hartnäckigen Konkurrenten um den Titel des "Spielers der Saison". Bereits mit gehörigem Abstand landete Mittelfeldspieler Alexander Tetzner auf dem dritten Platz.
Enttäuschend das Abschneiden von Vorjahresgewinner Jörg Schmidt. Er landete auf den 12. Platz und erhielt gerade mal eine Nennung.

Groß enttäuscht wart Ihr eigentlich nur von einem, dem kroatischen Mittelfeldspieler Hrvoje "Kicke" Erceg. Mehr als die Hälfte von Euch sprach sich für ihn aus. Über ein Viertel sah hingegen keine Enttäuschung in der Mannschaft, was hinsichtlich des großartigen Erfolges unserer Himmelblauen auch nicht verwundert. Sicherlich schon bessere Spielzeiten hatte Routinier Lutz Wienhold, welcher auch einige Male als Enttäuschung genannt wurde.

Insgesamt stimmten 32 Fans bei der Wahl ab.


Die Top 3
Der Sieger: Ulf Mehlhorn
Wenn er zum Freistoß antritt geht ein Raunen durchs Stadion. Ulf Mehlhorn ist Kult in Chemnitz. Sein Ausspruch während der CFC-Filmnacht letzten Herbst ist mittlerweile legendär. Er sei nach Chemnitz gekommen, um aufzusteigen. Daß es geklappt hat ist zu einem großen Anteil sein Verdienst. Als einziger Spieler war "Mehlo" in allen Partien über 90 Minuten dabei. Und verkörperte dabei absolute Bundesligaklasse. Nicht nur daß kaum ein Gegenspieler ein Stich gegen ihn sah, "Mehlo" war auch der Mann für die wichtigen Szenen. Unvergessen sein Wahnsinnstor gegen Freiburg. Oder das entscheidende Aufstiegsspiel gegen Osnabrück. Hätte sein letzter Einsatz gegen Brunn gefehlt, würde der Club in der nächsten Saison vielleicht immer noch Regionalliga spielen.

Herzlichen Glückwunsch, Ulf Mehlhorn!
Der Zweite: Antonio Ananiev
Große Worte sind nicht sein Ding. Toni läßt lieber Taten sprechen. In 16 Spielen mußte er gerade zwei mal hinter sich greifen, das macht einen Schnitt von 0,1 (!) Gegentoren pro Spiel. Und zusammen mit Daniel Fröhlich stellte er diesen Wahnsinnsrekord von über 1.000 Minuten ohne Gegentor auf. Zahlen, die man nicht zu kommentieren braucht. Toni ist weltklasse, was er gerade in den entscheidenden Spielen wie gegen Magdeburg, Jena, Zwickau und Osnabrück unter Beweis stellte.
Doch was ihn bei den Fans auch so beliebt macht ist seine freundliche und bescheidene Art. Nicht nur sportlich, auch menschlich ist der Bulgare ein "Großer".
Der Dritte: Alexander Tetzner
Es war die Saison des Alexander Tetzner. Dank seiner überragenden Technik und Schnelligkeit entwickelte sich Tetze zum Motor im Spiel der Himmelblauen. War es in der letzten Saison Jörg Schmidt, so war in diesem Jahr Alexander Tetzner die dominante Figur im Chemnitzer Mittelfeld. So ganz nebenbei war er auch noch unheimlich torgefährlich, mit sechs Treffern drittbester CFC-Scorer.
Soviel Klasse ist (leider) auch den Spähern diverser Erstligavereine nicht entgangen. Derzeit sieht es so aus, als würde Tetze einem Michael Ballack und Ingo Hertzsch in die Bundesliga folgen. Solange das aber noch nicht definitiv ist, bleibt den CFC-Fans immer noch die Hoffnung, daß Tetze auch in der nächsten Saison im himmelblauen Dreß durch die gegnerischen Abwehrreihen wirbeln wird.

Auswertung Top-Spieler
Platzierung Name Punkte Platz 1 Platz 2 Platz 3
1 Ulf Mehlhorn 84 13 6 4
2 Antonio Ananiev 70 10 6 2
3 Alexander Tetzner 37 3 6 4
4 Thomas Laudeley 26 2 4 4
5 Jan Schmidt 22 1 4 5
6 Ronny Kujat 8 - 1 5
7 Sven Köhler 5 1 - -
8 Danilo Kunze 3 - 1 -
8 Hendrik Liebers 3 - 1 -
8 Kay-Uwe Jendrossek 3 - 1 -
11 Mirko Ullmann 2 - - 2
12 Torsten Bittermann 1 - - 1
12 Jörg Schmidt 1 - - 1
12 Jens König 1 - - 1

Die Enttäuschung
Die Enttäuschung: Hrvoje Erceg
Er sollte der Icke Häßler des CFC werden. Stattdessen wurde er die Enttäuschung der abgelaufenen Saison. In keinem Spiel konnte er die Erwartungen, die er selber beim Testspiel gegen den HSV (seinem einzigen guten im himmelblauen Dreß) geweckt hatte, erfüllen. Das körperbetonte Spiel in der Regionalliga, wo man auch mal gegenhalten muß, war nicht das Spiel des sensiblen Technikers.
Derzeit spielt "Kicke" Erceg wieder in seiner Heimat Kroatien, über seine Rückkehr (hat ja noch ein Jahr Vertrag beim CFC) muß der Trainer entscheiden. Vielleicht gibt es ja eine zweite Chance für Erceg in Chemnitz.

Auswertung Enttäuschung
1. Hrvoje Erceg (54%)
2. Keiner (27%)
3. Lutz Wienhold (10%)
4. Mirko Ullmann, Jörg Schmidt, Alexander Hauschild (je 3%)

Stimmen zur Wahl
Steffen: "Ich denke es ist schwer einen einzelnen Spieler auf Platz 1 zu setzen. Aber das Prunkstück war doch unsere Abwehr, deshalb meine ersten 3 Plätze an Abwehrspieler, allen voran Ulf Mehlhorn."
Raik: "Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Wenn man durch eine super Mannschaftsleistung Meister wird, fällt es schwer jemand hervorzuheben, deshalb konnte ich mich auch für keine "Größte Enttäuschung" entscheiden, alle haben sich voll ins Team reingehängt, da kann man keinen ausschließen. Auch an der Verteilung der Torschützen sieht man die mannschaftliche Geschlossenheit. Jeder war da, wenn er gebraucht wurde. Thomas Laudeley ist für mich das beste Beipiel. Ich hätte ihn nie so eine großartige Saison zugetraut, aber er hat trotz höheren Alters mich eines Gegenteils bewiesen.Und da die Abwehr Deutschlandweit die Beste war, gehört sie auf Platz eins. Jan Schmidt hat sicherlich genauso seinen Teil beigetragen, speziell auch mit seinem guten Kopfballspiel. Ronny Kujat hat meiner Meinung sein Potential noch nicht ganz entfaltet, aber sein Können z.B. auch mit den zwei Toren gegen Zwickau gezeigt, der dritte Platz sollte für ihn ein Anreiz sein."
Ronny: "Tetze hat sich zum überragenden CFCer entwickelt. Und wenn's ihm auch nichts ausmacht: Ich fände es schade, wenn er geht. Geht er aber trotz Aufstieg zu einem anderem Zweitligisten, ist er für mich nur ein geldgeiler Söldner.
Ulf Mehlhorn war die ganze Saison über eine Bank. Mehr braucht man da nicht zu sagen.
"King" hat eine klasse Rückrunde gespielt, gefightet wie seit Monaten nicht mehr. Und seit der Winterpause wurde auch klar, wie wichtig er für das Spiel des CFC ist.
Von Lutz Wienhold hätte ich bei seiner Routine mehr erwartet. Diverse Pausen für ihn waren auch von nöten, noch dazu die Abwehr seit dem Wechsel auf dem Libero-Posten nicht mehr schwimmt. "
Markus: "Meine Nummer 1 ist die Arbeitsbiene Köhler. Für die Drecksarbeit ist er wichtig wie kein anderer unserer Himmelblauen.
Mehlhorn und Laude folgen auf den Plätzen. Es ist eigentlich nicht möglich einzelne Spieler herauszugreifen. Schliesslich hat die gesamte Mannschaft geschlossen dafür gesorgt dass sie oben stehen.
Als Enttäuschung würde ich Erceg ansehen, der wohl zu stark unter der Treterei in der RLNO gelitten hat. Enttäuscht bin ich auch über die wenigen Einsätze von Wächtler und Franke."
Yves: "Im großen und ganzen waren alle Spieler gut, sonst wären sie ja nicht aufgestiegen."
Moehre: "Endlich mal ein richtig volles Stadion in Chemnitz und ne Super-Stimmung, da mussten unsere Himmelblauen ja gewinnen."