Steffen Karl streitet Vorwürfe zu Wettskandal ab

08.11.2005, 16:35 Uhr | 841 Aufrufe
In seiner heutigen, schriftlich getätigten Aussage vor dem Berliner Landgericht hat Steffen Karl alle gegen ihn im Zusammenhang mit dem Wettskandal erhobenen Vorwürfe von sich gewiesen. In der von seinem Anwalt verlesenen Stellungnahme wies er alle Beteiligungen an etwaigen Spiel-Manipulationen zurück. Karl dementierte auch, von Wettpate Sapina jemals Geld erhalten zu haben. "Keinen Cent", betonte sein Anwalt Bartholomé vor dem Gericht. Nach Karls Darstellung habe er den Kontakt zu dem Kroaten nur gesucht, um junge kroatische Nationalspieler auf den deutschen Fußball-Markt vermitteln zu können.

Karl räumte in seiner schriftlichen Aussage allerdings ein, dass er im Auftrag von Sapina versucht habe, den ehemaligen Torwart von Energie Cottbus, Georg Koch, im Mai 2004 für 15.000 bis 20.000 Euro zur Manipulation des Spiel Cottbus gegen Regensburg zu bewegen. Auch räumte der ehemalige CFC-Kapitän ein, den als Drahtzieher des Wettskandals geltenden Ante S. vor der Partie der Dortmunder Amateure gegen den CFC gefragt zu haben, "ob man da was machen könne", so der Anwalt. Karl habe damals seinen abstiegsbedrohten Verein helfen wollen. Letztlich habe der CFC aber aus eigener Kraft und ohne Manipulation mit 2:0 gewonnen.

Nach dem heutigen Verhandlungstag plant Richterin Kramer nunmehr, das Verfahren gegen Karl vom Hoyzer-Prozess zu trennen. Somit würde sich die Beweisaufnahme im Hauptverfahren verkürzen. Karls Anwalt begrüßte die geplante Abtrennung und erhofft sich dadurch die Feststellung der Unschuld seines Mandanten.

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