CFC ändert Meinung um 180°: Saison soll fortgesetzt werden

28.04.2020, 11:15 Uhr | 1619 Aufrufe
CFC-WappenBei einer gestrigen Video-Konferenz mit dem DFB, dem Ausschuss der 3. Liga und den zwanzig Drittligavereinen hat der Chemnitzer FC seine Position zur Fortsetzung der Saison 2019-20 um 180° gedreht und sich dabei an Konrad Adenauers berühmten Satz "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!" orientiert. Noch vor zehn Tagen hatte der CFC zusammen mit sieben anderen Vereinen (Halle, Zwickau, Jena, Magdeburg, Mannheim, Münster, Großaspach) ein Positionspapier erarbeitet, wo man sich eindeutig für den Abbruch der laufenden Saison aussprach. Hauptargumente waren dabei die hohen Kosten bei fehlenden Einnahmen (Geisterspiele) und die zu schützende Gesundheit von Spielern & Angestellten. Wäre der CFC bei dieser Meinung geblieben, hätte es bei der Videokonferenz ein Patt gegeben - Neun gegen Neun. So aber stimmte der Club für die Fortsetzung der Saison und brachte ein Verhältnis von Zehn gegen Acht zustande. Enthaltungen gab es aus Kaiserslautern und Meppen. Nach Informationen der Freien Presse soll die Chemnitzer Entscheidung unter Einfluß von Klaus Siemon gefallen sein.

DFB-LogoVom DFB äußerte sich Peter Frymuth (DFB-Vizepräsident, Spielbetrieb und Fußballentwicklung 3. Liga) bei Kicker-Online zur vorgefundenen Stimmung (10:8) in der 3. Liga: "Wir haben nun ein tatsächliches Meinungsbild in der 3. Liga vorliegen. Damit ist ein sehr wichtiger Schritt gemacht. Das Ergebnis der Abfrage ist von allen zu respektieren und akzeptieren. Auch wenn das Bild nicht einheitlich ist, besteht eine mehrheitliche Meinung unter den Klubs, wie im Falle einer veränderten behördlichen Verfügungslage verfahren werden sollte. Auf dieser Basis wird der DFB in seiner Funktion als Liga-Träger die weiteren Prüfprozesse und Maßnahmen angehen. Klar ist: Das Gesamtwohl der Liga ist über Einzelinteressen zu stellen."

Während der letzten zehn Tage gab es eigentlich nur eine interessante Änderung bei der Faktenlage: Die DFL versprach, aus einem Solidarfond der CL-Teilnehmer eine Summe von 7,5 Mio Euro zur Verfügung zu stellen, wenn der Spielbetrieb in der 3. Liga wieder aufgenommen wird. Das würde für jeden Drittligisten eine Finanzspritze von rund 300.000 € bedeuten. Genau darauf zielt auch die Begrüdung des CFC für den Meinungswechsel ab, wie man auf liga3-online.de nachlesen kann. Nun wäre u.a. geklärt, wie aufwendige Tests der Spieler bezahlt werden könnten. Die Club-Führung betont allerdings, dass ihre Meinungsänderung nur unter der Maßgabe erfolgt sei, dass sowohl die Politik als auch die Gesundheitsbehörden dem vorgeschlagenen Gesundheitskonzept zum Spielbetrieb zustimmen – nur dann sei eine Fortsetzung der Saison auch vertretbar.

Surftipp:
» CFC-Homepage: 3. Liga arbeitet weiter an möglicher Fortsetzung der Saison

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