Rückschlag für die Aufstiegsreform! Vereine finden keine gemeinsame Linie – klarer Reformwille, aber kein Beschluss

04.07.2026, 16:24 Uhr | 108 Aufrufe
Viele Vereine bundesweit unterstützen die Aufstiegsreform Die große Reform der Regionalligen ist erneut ins Stocken geraten. Trotz eines bundesweit klar erkennbaren Reformwillens konnten sich die Vereine aus den fünf Regionalligen nicht auf ein gemeinsames Modell einigen – wie es genau weitergeht, ist offen.

Deutliche Mehrheiten – aber kein gemeinsamer Nenner

In der Vereinsbefragung vom vergangenen Montag zeigte sich ein klares Bild: 95,6 Prozent der Klubs wollen das aktuelle System verändern. Doch bei der entscheidenden Frage nach dem „Wie“ gingen die Regionen auseinander.

Das sogenannte Kompassmodell erhielt bundesweit mit 50,9 Prozent die meisten Stimmen und fand besonders im Nordosten (76,3 %), Norden (61,5 %) und Westen (60,9 %) großen Zuspruch. Im Südwesten, die nach aktuellem Modus einen direkten Aufsteiger sicher haben, setzte sich hingegen das Regionenmodell durch, während Bayern mehrheitlich eine völlig neue Lösung forderte.

Reform droht am Einstimmigkeitsprinzip zu scheitern

Entscheidend: Eine Umsetzung wäre nur möglich gewesen, wenn sich alle fünf Regionalliga-Träger auf ein Modell geeinigt hätten. Genau daran ist Befragung nun gescheitert.

Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) um Präsident Hermann Winkler sieht den Prozess dennoch nicht als beendet an. Gleichzeitig ist die eingesetzte DFB-Arbeitsgruppe offiziell abgeschlossen.

Kritik, Proteste und Boykott

Im Vorfeld der Abstimmung kam es zusätzlich zu Unruhe: Mehrere Vereine boykottierten die Wahl und kritisierten kurzfristige Änderungen an den Modellen – insbesondere die Anpassung der Staffeln von 20 auf 18 Teams sowie die späte Kommunikation durch die Verbände.

Die Initiative „Aufstiegsreform2025“, der auch zahlreiche Klubs angehören, sprach von fehlender Transparenz und einem fragwürdigen Verfahren.

Wie geht es weiter?

Offiziell ist der Reformprozess zwar beendet – doch sowohl Verbände als auch Vereinsvertreter kündigen an, weiter über Lösungen zu sprechen. Besonders das Kompassmodell bleibt trotz der Blockade die präferierte Variante vieler Klubs.

Der Druck aus den Regionalligen bleibt hoch. Die Forderung nach einem direkten Aufstieg aller Meister ist durch das Votum lauter denn je – auch wenn der Weg dahin weiterhin offen ist.

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