Der nächste große Schritt wäre dann eine Zusammenkunft aller 163 Gläubiger vor Gericht. Da dies in Corona-Zeiten aber schwierig zu organisieren sei, rechnet CFC-Anwalt Junghänel nicht vor dem Monat Dezember mit einem solchen Termin. Sollte dies aber funktionieren, sei die restliche Abwicklung nach seiner Meinung in sechs bis acht Wochen abgeschlossen, womit das Insolvenzverfahren des Clubs voraussichtlich im Frühjahr 2021 beendet sein könnte.Zuvor muss der Insolvenzplan aber auch von den CFC-Mitgliedern angenommen werden. Sinnvoll wäre da natürlich die ordentliche Mitgliederversammlung 2020, aber auch hier macht die Corona-Zeit einen Strich durch die Rechnung, da eine solche Zusammenkunft mit entsprechenden Auflagen & Abständen derzeit nicht organisiert werden kann. Mit Hilfe einer Briefwahl werde man sich aber bis zum 13. November (Stichtag) um die Zustimmung der CFC-Mitglieder bemühen, erläuterte Romy Polster.
Der aufgestellte Plan beinhaltet u.a., dass Gros der Gläubiger mit einer Quote von fünf Prozent abzufinden. Nach aktuellen Berechnungen ergibt das rund 148.000 Euro für diese Gläubiger. Dazu kommen Verfahrenskosten und Aufwendungen, die durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens (April 2018) entstanden sind und juristisch als "bevorrechtigte Massegläubiger" gelten. Diese liegen laut Junghänel bei rund 362.000 Euro, wovon die Massegläubiger in etwa 100.000 Euro bekommen. Die Verfahrenskosten - inklusive der Vergütung von Insolvenverwalter Klaus Siemon - liegen dann bei den restlichen rund 262.000 Euro. Bedient wird dies alles aus dem treuhändischen Spendenkonto, auf dem sich eine bereinigte Summe von 499.800 Euro befindet.

