Wiedergutmachung im Ligaalltag war nach dem enttäuschenden Auftritt gegen den Schacht an diesem Samstag angesagt. Gegner war der Greifswalder FC mit unserem ehemaligen Publikumsliebling Jakub Jakubov im Kasten. Die Greifswalder rangieren nur unweit des CFC in der Tabelle. Im Hinspiel gab's ein Remis an der Küste.

5.212 Zuschauer waren auf die Fischerwiese gekommen, eine vergleichsweise hohe Zahl angesichts des enttäuschenden Spiel gegen den Schacht und recht kühlen Temperaturen. Wahrscheinlich gab's hier noch den Effekt aus dem Sachsenpokalspiel, wo es in einer Verkaufsphase Pokaltickets nur in Kombination mit dem Greifswald-Spiel gab.
Der Gästeblock blieb geschlossen, jedoch hing daran ein Transparent, welches an Kuba gerichtet war.
Coach Duda stellte das Team aus dem Pokalspiel auf einer Position um, für Seo rutschte Walther in die Startelf.
Die erste Chance der Partie hatte Lihsek mit einer Flanke, die Kuba gerade so abwehren konnte (10.). Dann unterlief dem Kapitän Brandt der in schwarz spielenden Greifswalder ein kapitaler Schnitzer, in den Querpass spritze Mergel, der dann aber allein vor Jakubov strauchelte (19.). Nur eine Minute später zielte ebenfalls Mergel aus 20 Metern knapp am Kasten der Greifswalder vorbei.
Nach einer halben Stunde gab's dann einen Handelfmeter für den Club. Der Greifswalder Farr war der Übeltäter. Dejan Bozic liess sich die Chance nicht entgehen und schoß den Ball ins linke untere Ecke und verlud damit seinen alten Kumpel Jakubov, der in die andere Ecke sprang. Doch die Führung sollte nicht lange halten. Nach einer feinen Angriffskombination der Gäste über die linken Seite legte Griebsch den Ball quer, wo CFC-Abwehrspieler nur noch ins eigene Tor "retten" konnte.
Der CFC blieb vor der Pause am Drücker und hatte zweimal Alupech. In der 40. Minute war es Zickert, der eine Ecke von Lihsek an die Unterkante der Latte köpfte und in der Nachspielzeit von Hälfte 1 lenkte GFC-Abwehrspieler Hollerbach eine scharfe Hereingabe von Mergel ans Aluminium.

Den Auftakt zur zweiten Hälfte machte Damer, der Jakubov mit seinem Ball zu einer artistischen Parade zwang. Greifswald stand weiterhin defensiv kompakt und versuchte immer wieder über Konter zum Erfolg zu kommen. So wie in der 58. Minute als Benyamina einen Schuss nur knapp neben das Gehäuse von Adamczyk setzte. Dann war viel Leerlauf in der Partie. Die Himmelblauen taten sich schwer gegen die gut organisierte Defensive der Norddeutschen. Oft wurde der Ball quer oder zurückgespielt - schwer verdauliche Fußballkost. Mit Seo kam neuer Schwung, der Koreaner sorgte dann auch mit einer feinen Einzelleistung für das 2:1, als er sich in den Strafraum dribbelte und Kuba mit einem Flachschuß keine Chance ließ (85.). Doch dabei sollte es nicht bleiben, denn nur zwei Minuten später nutzten die Greifswalder einen dicken Schnitzer in der Hintermannschaft des CFC. Eine Flanke der Greifswalder in den Chemnitzer Strafraum wurde zur Mitte geklärt, wo Kosak den Ball unter die Latte nageln konnte. So hieß es am Ende 2:2.
Fazit: Ein Remis was am Ende in Ordnung geht. Greifswald hatte die bessere Spielanlage, der Club mehr Chancen. Phasenweise war die Partie schwer anzuschauen, da fehlte sichtlich der Mut offensiv aufzutreten aber auch die Ideen, wie der Abwehrriegel der Greifswalder zu knacken ist. Schon nächsten Sonntag steht das nächste Heimspiel an. Dann kommt Luckenwalde auf die Fischerwiese.