Spielbericht
FUWO
4:0 - keine Laune des Zufalls!
Im Vorfeld des 32. Pokalspiels überwogen die gedämpften Töne. "Kein Schlager, kein Hit. Enttäuschte unter sich. Ein unpopuläres Finale". So hörte sich das an. [..] Bei seinen sieben Endspielen war der 1. FCM eigentlich nur dreimal durch bessere Punktspielplatzierungen gegenüber seinen Widersachern favorisiert (`69 gegen den FCK, `73 gegen Lok Leipzig und am Sonnabend wiederum gegen die Karl-Marx-Städter). [..] Aber was gilt das schon in der Unwiderfuflichkeit von 90 Minuten? Da zählt allein das Engagement, die Tagesform, die Steigerungsfähigkeit, die Psyche. Bei keinem unserer 14 Endspielsieger harmonierten alle diese Faktoren so wie beim 1. FCM! [..] "Sieben Endspiele, sieben Siege, das soll uns erst einer nachmachen", so Kapitän Jürgen Pommerenke. [..]
Die Dinge seien beim Namen genannt: für den 1. FCM sprachen die Cuptradition, die Routine (mit Heyne, Raugust, Mewes, Pommerenke, Steinbach, Streich und Hoffmann waren noch sieben Akteure aus dem `79er Finale in Berlin dabei), das vorteilhaftere individuelle Repertoire wie die kollektive Kompaktheit. Trümpfe des FCK (fünfmal Halbfinalist, zum zweitenmal und noch dazu nach dem 0:4 von 1969 abermals gegen den 1. FCM im Endspiel!)? Seine jugendliche Vitalität, die Unbekümmertheit und die einmalige Chance, vor den Vorhang treten und mit Beifall überschüttet werden zu können. [..]
Der FCK spielte den Part - und sein fleißiges Bemühen sei hier ausdrücklich anerkannt - seiner Durchschnitts-Punkttreffen, mit bescheidener Durchschlagskraft (auch Richter blieb blaß), ohne Fortuna bei Uhlig-Kopfbällen. Magdeburg geriet phasenweise in die Nähe akzeptabler Punktspiel- und Pokalleistungen, überzeugte durch Entschlossenheit, durch Kombinationsverständnis und Kontergespür gleichermaßen. Willensqualitäten steckten durchaus in den Vorstößen des FCK. Aber es waren nur Kratzer am Lack. Bei Stahmann, Mewes (was für ein Pensum!) und Schößler wurde nichts porös. [..]
Magdeburg zerstörte die Hoffnungen des Außenseiters, als Pommerenke, Steinbach, Wittke, Mewes, Schößler und Halata die erklärte Absicht des FCK (totalen "Pärchenbetrieb") negierten. Dem Lösen vom Mann folgte die spielerische Gelöstheit im Mittelfeld ("Hier lagen unsere entscheidenden Nachteile", so Manfred Lienemann). Weder Eitemüller (gegen Pommerenke) noch Uhlig (gegen Streich) und schon gar nicht Schwemmer (kontra Halata) vermochten die Gefahren zu bannen. Kein Wunder, daß zu den sieben bisherigen Endspieltorschützen des 1. FCM vier neue hinzukamen! [..]
(Günter Simon)
4:0 - keine Laune des Zufalls!
Im Vorfeld des 32. Pokalspiels überwogen die gedämpften Töne. "Kein Schlager, kein Hit. Enttäuschte unter sich. Ein unpopuläres Finale". So hörte sich das an. [..] Bei seinen sieben Endspielen war der 1. FCM eigentlich nur dreimal durch bessere Punktspielplatzierungen gegenüber seinen Widersachern favorisiert (`69 gegen den FCK, `73 gegen Lok Leipzig und am Sonnabend wiederum gegen die Karl-Marx-Städter). [..] Aber was gilt das schon in der Unwiderfuflichkeit von 90 Minuten? Da zählt allein das Engagement, die Tagesform, die Steigerungsfähigkeit, die Psyche. Bei keinem unserer 14 Endspielsieger harmonierten alle diese Faktoren so wie beim 1. FCM! [..] "Sieben Endspiele, sieben Siege, das soll uns erst einer nachmachen", so Kapitän Jürgen Pommerenke. [..]Die Dinge seien beim Namen genannt: für den 1. FCM sprachen die Cuptradition, die Routine (mit Heyne, Raugust, Mewes, Pommerenke, Steinbach, Streich und Hoffmann waren noch sieben Akteure aus dem `79er Finale in Berlin dabei), das vorteilhaftere individuelle Repertoire wie die kollektive Kompaktheit. Trümpfe des FCK (fünfmal Halbfinalist, zum zweitenmal und noch dazu nach dem 0:4 von 1969 abermals gegen den 1. FCM im Endspiel!)? Seine jugendliche Vitalität, die Unbekümmertheit und die einmalige Chance, vor den Vorhang treten und mit Beifall überschüttet werden zu können. [..]
Der FCK spielte den Part - und sein fleißiges Bemühen sei hier ausdrücklich anerkannt - seiner Durchschnitts-Punkttreffen, mit bescheidener Durchschlagskraft (auch Richter blieb blaß), ohne Fortuna bei Uhlig-Kopfbällen. Magdeburg geriet phasenweise in die Nähe akzeptabler Punktspiel- und Pokalleistungen, überzeugte durch Entschlossenheit, durch Kombinationsverständnis und Kontergespür gleichermaßen. Willensqualitäten steckten durchaus in den Vorstößen des FCK. Aber es waren nur Kratzer am Lack. Bei Stahmann, Mewes (was für ein Pensum!) und Schößler wurde nichts porös. [..]
Magdeburg zerstörte die Hoffnungen des Außenseiters, als Pommerenke, Steinbach, Wittke, Mewes, Schößler und Halata die erklärte Absicht des FCK (totalen "Pärchenbetrieb") negierten. Dem Lösen vom Mann folgte die spielerische Gelöstheit im Mittelfeld ("Hier lagen unsere entscheidenden Nachteile", so Manfred Lienemann). Weder Eitemüller (gegen Pommerenke) noch Uhlig (gegen Streich) und schon gar nicht Schwemmer (kontra Halata) vermochten die Gefahren zu bannen. Kein Wunder, daß zu den sieben bisherigen Endspieltorschützen des 1. FCM vier neue hinzukamen! [..]
(Günter Simon)


