Kurzbericht
Die Spitzenspielwochen sind Geschichte und der Chemnitzer FC ist keinen Schritt weiter gekommen. Zwar sahen 3.400 Zuschauer auf der Fischerwiese einen kämpferischen Chemnitzer FC. Doch es reichte gegen Tabellenführer VfL Wolfsburg II zu nicht mehr als ein 1:1-Unentschieden. Bitter, dass die Himmelblauen in der Schlussphase auch noch Tobias Becker mit Gelb-Rot verloren.Die Partie begann mit einem Knaller - ein Kopfball von David Jansen zischte an die Querlatte (3.), und sprang von deren Unterkante leider ins Spielfeld zurück. Doch im weiteren Verlauf der Partie zeigte sich schnell, dass 2 starke Abwehrreihen agierten. So spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab, ohne dass eine Mannschaft das gegnerische Tor ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte. Wolfsburg ließ Chemnitz das Spiel gestalten, setzte auf Konter und hatte damit Erfolg. 3 Minuten vor der Pause staubte Vlad Munteanu nach einer Parade von CFC-Torwart Phillip Pentke ab. Positiv, das die Zuschauer sofort wieder anfeuerten und auch zur Halbzeit, wenn auch verhaltenen Applaus, statt Pfiffe spendeten.
Die Begegnung war kaum wieder angepfiffen, da jubelte ganz Fußballchemnitz über den Ausgleich. Jörg Emmerich hatte in Kopie der Vorwoche das Leder ins Dreiangel genagelt. Chemnitz wollte nun mehr, konnte aber nicht. Einerseits stand der Tabellenführer gut, andererseits agierten die Himmelblauen gerade bei Flanken oft zu ungenau, um in die wenigen Torraumszenen ernste Gefahr zu bringen.
Und so war es dann Schiedsrichter Ostheimer, der am Ende noch für große Spannung sorgte - aber auch nur, weil die CFC-Spieler ihn dazu verleiteten. So setzte Tobias Becker nach einem völlig überflüssigen Fehlabspiel zur Sense an. Er traf seinen Gegenspieler nicht, aber auch der Versuch ist eben strafbar - muss man nicht pfeifen, kann man aber eben. Und so drückten die Gäste in den letzten 5 Minuten noch einmal, brachten aber glücklicherweise das Remis nicht mehr in Gefahr.
Chemnitz bleibt damit unter der Spitze hängen. Für mehr reicht es im Moment einfach nicht, weil gerade im Offensivbereich die Alternativen fehlen. Boltze schleppt sich nur lustlos über den Platz und Steffen Kellig braucht noch einige Zeit, um auf Augenhöhe mit David Jansen zu kommen. Schwer enttäuschend ist, dass trotz der guten Leistungen Chemnitz momentan keinen Anteil daran nimmt. 3.400 Zuschauer für so ein Spiel sind einfach schwach. Die wenigen, die aber da waren, verbreiteten eine gute, positive Stimmung.















