Spielbericht
FuWo
Folgerichtig: Das erste Tor entschied
Es pegelte sich darauf ein: "Wer das erste Tor schießt, hat schon gewonnen." Schiedsrichterbeobachter Gerhard Kunze sagte das etwa zur 60. Minute - in der 67. fiel das Tor. Joachim Müller, Spielmacher des FCK und ständig auf Achse, [..] bereitete es vor. Sein Bewacher Wolfgang Körner konnte ihn nicht am Flanken hindern, über Torhüter und Abwehrspieler hinweg flog der Ball zur Mitte, und da hatte Seinig dem kraftvollen Günther einmal nicht auf den Fersen bleiben können. Der Kopfball war schließlich leicht im Netz unterzubringen.
Den "zweifachen Deckungsfehler" kreidete Aues Trainer zwar seinen Männern an, sonst enthielt man sich nach dem Spiel weitgehend der Einzelkritik. "Gekämpft haben alle bis zum letzten Quentchen Kraft", das war die einhellige Meinung. Auch noch gut zu spielen, dafür fehlten die Bedingungen, obwohl die Karl-Marx-Städter mit Hilfe einiger Dutzend sowjetischer Soldaten dem launischen Wettergott noch das Bestmögliche an Spielfeld abgerungen hatten. Aber dieser am Donnerstag auch über die Bezirksstadt hereingebrochene Nachwinter war schlimmer als der Winter selbst. Mehr als 20 Zentimeter hoher klatschnasser Schnee war zu räumen. Der Rest wurde festgetreten, dann im Spiel natürlich wieder aufgewühlt. [..]
Wenig anerkennenswerte Torschüsse infolge der Standschwierigkeiten, selten einmal gelangen unter diesen Umständen Paßfolgen. Es galt, den Ball weit zu schlagen, sich richtig zu stellen. Wer es darüber hinaus noch fertigbrachte, einmal einen Haken zu schlagen (wie Joachim Müller in der Torvorbereitung), war schon hoch zu loben. [..] Aber auch daß Pekarek schließlich noch als "Brecher" eingesetzt wurde, änderte nicht, daß die Gastgeber die Mehrzahl an Chancen und Schüssen auf ihrem Konto sammelten und auch in Uhlig, J. Müller und Bähringer wenigstens phasenweise überdurchschnittlich wirkungsvolle Spieler hatten [..].
(Otto Pohlmann)
Folgerichtig: Das erste Tor entschied
Es pegelte sich darauf ein: "Wer das erste Tor schießt, hat schon gewonnen." Schiedsrichterbeobachter Gerhard Kunze sagte das etwa zur 60. Minute - in der 67. fiel das Tor. Joachim Müller, Spielmacher des FCK und ständig auf Achse, [..] bereitete es vor. Sein Bewacher Wolfgang Körner konnte ihn nicht am Flanken hindern, über Torhüter und Abwehrspieler hinweg flog der Ball zur Mitte, und da hatte Seinig dem kraftvollen Günther einmal nicht auf den Fersen bleiben können. Der Kopfball war schließlich leicht im Netz unterzubringen.
Den "zweifachen Deckungsfehler" kreidete Aues Trainer zwar seinen Männern an, sonst enthielt man sich nach dem Spiel weitgehend der Einzelkritik. "Gekämpft haben alle bis zum letzten Quentchen Kraft", das war die einhellige Meinung. Auch noch gut zu spielen, dafür fehlten die Bedingungen, obwohl die Karl-Marx-Städter mit Hilfe einiger Dutzend sowjetischer Soldaten dem launischen Wettergott noch das Bestmögliche an Spielfeld abgerungen hatten. Aber dieser am Donnerstag auch über die Bezirksstadt hereingebrochene Nachwinter war schlimmer als der Winter selbst. Mehr als 20 Zentimeter hoher klatschnasser Schnee war zu räumen. Der Rest wurde festgetreten, dann im Spiel natürlich wieder aufgewühlt. [..]
Wenig anerkennenswerte Torschüsse infolge der Standschwierigkeiten, selten einmal gelangen unter diesen Umständen Paßfolgen. Es galt, den Ball weit zu schlagen, sich richtig zu stellen. Wer es darüber hinaus noch fertigbrachte, einmal einen Haken zu schlagen (wie Joachim Müller in der Torvorbereitung), war schon hoch zu loben. [..] Aber auch daß Pekarek schließlich noch als "Brecher" eingesetzt wurde, änderte nicht, daß die Gastgeber die Mehrzahl an Chancen und Schüssen auf ihrem Konto sammelten und auch in Uhlig, J. Müller und Bähringer wenigstens phasenweise überdurchschnittlich wirkungsvolle Spieler hatten [..].
(Otto Pohlmann)

