Spielbericht
FuWo
Torlos, aber keinesfalls niveaulos
Das Raunen auf den dichtbesetzten Rängen war unmißverständlich: "Der 1. FCM ohne Streich!" Sprunghaft, so schien es, schnellte das Stimmungs- und Siegesbarometer nach oben. Der elanvoll startende FCK rechtfertigte diesen Trend in vollem Maße. Doch sein Spiel wirkte nicht ungezügelt-temperamentvoll, sondern von der taktischen Notwendigkeit bestimmt, dem routinierten Gegner zunächst erst einmal keine eigenen Angriffsflächen zu bieten. Kapitän Sorge flößte seinen Neben- und Vorderleuten mit der gewohnt vorbildlichen, einsatzfreudigen Haltung, aber auch mit ständigen Zurufen dafür das notwendige spielerische Selbstvertrauen ein! Dem Magdeburger Klub wurde sofort klar: Aus einem Spaziergang wird hier nichts.
"Uns kam es darauf an, das Spiel im Mittelfeld möglichst schnell zu öffnen, Konterattacken des Spitzenreiters durch sofortiges Schließen der Lücken aber ebenso wirkungsvoll einzudämmen." Der FCK-Libero selbst tat dafür mit seiner umsichtig-kompromißlosen Spielweise den ersten Schritt; tatkräftig unterstützt von Heydel, P. Müller und insbesondere Uhlig, der seine ganze Forsche gegen den doch recht unglücklich operierenden Hoffmann zur Geltung brachte. [..] Hier wie da löste sich das Geschehen im Mittelfeld mit teilweise verständnisvollen Kombinationsfolgen und guten Einzelleistungen zu selten auf. Der Spieler mit ausgesprochenen Torinstinkt (siehe Streich) fehlte nicht nur beim 1. FCM...
Daß die Akteure des Spitzenreiters im Resümee [..] auf die überwiegend klar diktierte zweite Halbzeit verwiesen, war berechtigt. Doch daß auch hier allzuoft der raumgewinnende Paß fehlte, [..] konnte als Zeichen taktischer Unzulänglichkeit gleichfalls nicht übersehen werden. [..] Und so erholte sich der ebenfalls körperlich geschwächte FCK dank Müllers Triebkraft noch einmal, um in den letzten fünf Minuten mit drei Eckbällen in einer Folge anzudeuten: Er rang bis zum Abpfiff um beide Punkte. [..] In der Tat: Wie Petzold, von Raugust stilrein bespielt, A. Müller, Eitemüller und der doch zwei-, dreimal zu unbeherrscht in den Mann hineingehende Bähringer noch einmal "auftauten", hinterließ einen nachhaltigen Eindruck!
(Dieter Buchspieß)
Foto: Fuwo Nr. 10 vom 7. März 1978
Torlos, aber keinesfalls niveaulos
Das Raunen auf den dichtbesetzten Rängen war unmißverständlich: "Der 1. FCM ohne Streich!" Sprunghaft, so schien es, schnellte das Stimmungs- und Siegesbarometer nach oben. Der elanvoll startende FCK rechtfertigte diesen Trend in vollem Maße. Doch sein Spiel wirkte nicht ungezügelt-temperamentvoll, sondern von der taktischen Notwendigkeit bestimmt, dem routinierten Gegner zunächst erst einmal keine eigenen Angriffsflächen zu bieten. Kapitän Sorge flößte seinen Neben- und Vorderleuten mit der gewohnt vorbildlichen, einsatzfreudigen Haltung, aber auch mit ständigen Zurufen dafür das notwendige spielerische Selbstvertrauen ein! Dem Magdeburger Klub wurde sofort klar: Aus einem Spaziergang wird hier nichts.
"Uns kam es darauf an, das Spiel im Mittelfeld möglichst schnell zu öffnen, Konterattacken des Spitzenreiters durch sofortiges Schließen der Lücken aber ebenso wirkungsvoll einzudämmen." Der FCK-Libero selbst tat dafür mit seiner umsichtig-kompromißlosen Spielweise den ersten Schritt; tatkräftig unterstützt von Heydel, P. Müller und insbesondere Uhlig, der seine ganze Forsche gegen den doch recht unglücklich operierenden Hoffmann zur Geltung brachte. [..] Hier wie da löste sich das Geschehen im Mittelfeld mit teilweise verständnisvollen Kombinationsfolgen und guten Einzelleistungen zu selten auf. Der Spieler mit ausgesprochenen Torinstinkt (siehe Streich) fehlte nicht nur beim 1. FCM...Daß die Akteure des Spitzenreiters im Resümee [..] auf die überwiegend klar diktierte zweite Halbzeit verwiesen, war berechtigt. Doch daß auch hier allzuoft der raumgewinnende Paß fehlte, [..] konnte als Zeichen taktischer Unzulänglichkeit gleichfalls nicht übersehen werden. [..] Und so erholte sich der ebenfalls körperlich geschwächte FCK dank Müllers Triebkraft noch einmal, um in den letzten fünf Minuten mit drei Eckbällen in einer Folge anzudeuten: Er rang bis zum Abpfiff um beide Punkte. [..] In der Tat: Wie Petzold, von Raugust stilrein bespielt, A. Müller, Eitemüller und der doch zwei-, dreimal zu unbeherrscht in den Mann hineingehende Bähringer noch einmal "auftauten", hinterließ einen nachhaltigen Eindruck!
(Dieter Buchspieß)
Foto: Fuwo Nr. 10 vom 7. März 1978


