Aufstiegsexpress in Lübeck fast entgleist!
von Peter Rohleder
Fast 6000 Zuschauer sahen bei frühlingshaften Wetter, Sonne und fast 10 Grad Plus ein Duell der Tabellennachbarn aus Lübeck und aus Chemnitz. Was in den Medien ein Spitzenspiel hieß, war jedoch keins, und über weite Strecke durfte man sich die Frage stellen, wieso beide Mannschaften oben stehen.
Auf dem holprigen graubraunen Rasen entwickelte sich kein hochwertiges Match. Bälle versprangen, Pässe kamen nicht an, Spielerbeine traten neben das runde Leder. In den ersten zehn Minuten drückte der VfB Lübeck auf das Tor der Gäste und wollte zeigen, wer der Herr im Hause ist. Drei Bälle flogen am Schmidt-Tor vorbei oder wurden von ihm sicher gefangen.
Danach hatten die Himmelblauen jedoch genug und übernahmen die Initiative. Im Mittelfeld ackerte der wiedergenesende, einen Gesichtsschutz tragende Wilke vorbildlich, und der zurückhängende Dobry versuchte Garbuschewski rechts in Szene zu setzen. Dieser zuletzt kritisierte Mittelfeldspieler lieferte sich mit Höhnstedt (VfB) packende Duelle, ließ es aber oft am letzten (Aufstiegs-)Willen fehlen. Vorn lauerte Förster, und links versuchte sich Löwe mit Dribblings in den Strafraum. Was bis zur Strafraumgrenze gefällig aussah, endete aber oft an diesem. Bei halben (Garbuschewski, 20 min.) und ganzen großen Chancen (Richter-Kopfball, 38. Min) handelte man fahrlässig und vergab gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. In dieser Phase des Spiels sah der Gastgeber ganz schlecht aus, und niemand der ca. 400 mitgereisten Fans aus Chemnitz zweifelte an einem sicheren Auswärtssieg. Das Pausenwürstchen konnte man entspannt zu sich nehmen.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich jedoch das Bild. Aus dem himmelblauen Fanblock gab es eine tolle Choreographie, das war jedoch das letzte positive, was man aus Gästesicht zu sehen bekam. Der VfB Lübeck dreht nun auf und powerte im Mittelfeld, der etwas hölzern wirkende Dobry eilte von einem Brennpunkt zum anderen. Die jungen Spieler um Stürmer Bastian Hennig berannten mit großem Kampfgeist den Strafraum des Spitzenreiters und kamen zu hochwertigen Chancen. Bankert, Schaschko und Trehkopf hatten alle Hände voll zu tun, während Richter viel von seiner Routine lebte. Allein die individuelle Klasse der drei erstgenannten verhinderte einen schnellen Rückstand. In der 75. Minute köpfte Stefan Richter gefährlich auf das himmelblaue Tor, wo Stefan Schmidt gedankenschnell den linken Arm hochriss und den Torschrei im Stadion auf den Lippen erstickte. Fünf Minuten später tauchte Hennig nach einer Rechtsflanke frei vor Schmidt auf, konnte diesen aber nicht überwinden und scheiterte am rechten ausgestreckten Bein des Keepers. Spätestens mit dieser Weltklasse-Parade, welche den VfB Lübeck und tausende Zuschauer zum Wahnsinn trieb, sollte Stefan aus dem Stellvertreter-Modus heraus und eine sichere Bank für den Aufstieg sein.
In den letzten 15 Minuten gelang es den Gastgebern nicht mehr, sich gute Chancen zu erarbeiten. Selbst in der kritischen Schlußminute, in welcher der CFC sich früher regelmäßig das Niederlagentor einfing, blieb es ruhig. Anzumerken wäre jedoch noch, das heute die Stürmer Löwe und Förster, später auch Schlosser, sich nie durchsetzen konnten und mit dazu beitrugen, dass in der gesamten 2. Halbzeit der Club nicht eine ernsthafte Chance hatte. Was heute gegen Lübeck vielleicht noch gutging, wird im nächsten Jahr in der Dritten Liga nicht mehr reichen.
Auf dem holprigen graubraunen Rasen entwickelte sich kein hochwertiges Match. Bälle versprangen, Pässe kamen nicht an, Spielerbeine traten neben das runde Leder. In den ersten zehn Minuten drückte der VfB Lübeck auf das Tor der Gäste und wollte zeigen, wer der Herr im Hause ist. Drei Bälle flogen am Schmidt-Tor vorbei oder wurden von ihm sicher gefangen.Danach hatten die Himmelblauen jedoch genug und übernahmen die Initiative. Im Mittelfeld ackerte der wiedergenesende, einen Gesichtsschutz tragende Wilke vorbildlich, und der zurückhängende Dobry versuchte Garbuschewski rechts in Szene zu setzen. Dieser zuletzt kritisierte Mittelfeldspieler lieferte sich mit Höhnstedt (VfB) packende Duelle, ließ es aber oft am letzten (Aufstiegs-)Willen fehlen. Vorn lauerte Förster, und links versuchte sich Löwe mit Dribblings in den Strafraum. Was bis zur Strafraumgrenze gefällig aussah, endete aber oft an diesem. Bei halben (Garbuschewski, 20 min.) und ganzen großen Chancen (Richter-Kopfball, 38. Min) handelte man fahrlässig und vergab gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. In dieser Phase des Spiels sah der Gastgeber ganz schlecht aus, und niemand der ca. 400 mitgereisten Fans aus Chemnitz zweifelte an einem sicheren Auswärtssieg. Das Pausenwürstchen konnte man entspannt zu sich nehmen.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich jedoch das Bild. Aus dem himmelblauen Fanblock gab es eine tolle Choreographie, das war jedoch das letzte positive, was man aus Gästesicht zu sehen bekam. Der VfB Lübeck dreht nun auf und powerte im Mittelfeld, der etwas hölzern wirkende Dobry eilte von einem Brennpunkt zum anderen. Die jungen Spieler um Stürmer Bastian Hennig berannten mit großem Kampfgeist den Strafraum des Spitzenreiters und kamen zu hochwertigen Chancen. Bankert, Schaschko und Trehkopf hatten alle Hände voll zu tun, während Richter viel von seiner Routine lebte. Allein die individuelle Klasse der drei erstgenannten verhinderte einen schnellen Rückstand. In der 75. Minute köpfte Stefan Richter gefährlich auf das himmelblaue Tor, wo Stefan Schmidt gedankenschnell den linken Arm hochriss und den Torschrei im Stadion auf den Lippen erstickte. Fünf Minuten später tauchte Hennig nach einer Rechtsflanke frei vor Schmidt auf, konnte diesen aber nicht überwinden und scheiterte am rechten ausgestreckten Bein des Keepers. Spätestens mit dieser Weltklasse-Parade, welche den VfB Lübeck und tausende Zuschauer zum Wahnsinn trieb, sollte Stefan aus dem Stellvertreter-Modus heraus und eine sichere Bank für den Aufstieg sein.
In den letzten 15 Minuten gelang es den Gastgebern nicht mehr, sich gute Chancen zu erarbeiten. Selbst in der kritischen Schlußminute, in welcher der CFC sich früher regelmäßig das Niederlagentor einfing, blieb es ruhig. Anzumerken wäre jedoch noch, das heute die Stürmer Löwe und Förster, später auch Schlosser, sich nie durchsetzen konnten und mit dazu beitrugen, dass in der gesamten 2. Halbzeit der Club nicht eine ernsthafte Chance hatte. Was heute gegen Lübeck vielleicht noch gutging, wird im nächsten Jahr in der Dritten Liga nicht mehr reichen.


(71. Richter)