CFC rettet Punkt in einem verrückten Spiel
von Frank Neubert
Nach dem Spiel schaute man vielerorts in fragende Gesichter. Was war das denn gewesen? Sollte man nach dem Ausgleich in der Nachspielzeit eher zum Jubel über den gewonnenen Punkt ansetzen oder vielmehr das große Grübeln anfangen, warum man als Tabellenführer beim Abstiegskandidaten nur zu einem Remis kommt und somit die Konkurrenz hellhörig macht!? Irgendwie war es eine Mischung aus beiden - das 2:2 war weder Fisch noch Fleisch aus himmelblauer Sicht.
Der Club begann forsch und zeigte früh an, in Braunschweig auf die Pirsch nach drei Punkten gehen zu wollen. Nach einer Flanke von Förster und einer Ablage von Schaschko drosch Tüting in der 6. Minute das Leder in Richtung Tor, und ein Blau-Gelber fälschte den Schuß ins eigene Netz ab. 1:0 für den Club! Dachte jeder - aber der Linienmensch hatte seinen Wimpel gezückt und meinte, eine Abseitsstellung von Fröhlich gesehen zu haben. Eine klare Fehlentscheidung, die den Club um einen souveränen Auftakt brachte. Wenig später wurde Garbuschewski von Tüting fein angespielt, doch dessen Hinterhaltschuss flog über das Gebälk. In der 33. Minute wurde das bis dahin abgespulte Spielgeschehen auf den Kopf gestellt. Nach einem Einsteigen von Trehkopf gegen Latkowski entschied Schiedsrichter Günsch auf Elfmeter für die Heimelf. Fairerweise muss man zugeben, daß ein paar Sekunden vorher Trehkopf der Ball an die Hand gesprungen war und jeder Himmelblaue froh war, daß der entsprechende Pfiff ausblieb. Daher war die Strafstoßentscheidung wohl "fällig". Nichtsdestotrotz entsprach das 1:0 von Calamita (Keeper Schmidt war fast dran) in keinster Weise dem Spielverlauf. Auch in der Folgezeit war der Club besser unterwegs. Garbuschewski hatte noch vor der Pause das 1:1 auf dem Fuss, als er nach einer Ecke den Ball knapp am Lattenkreuz vorbeizirkelte. Allerdings hatte der Ex-Leipziger auch Glück, daß er nach einem Foul mit anschließendem Tritt gegen einen am Boden liegenden Braunschweiger überhaupt weiter am Spiel teilnehmen durfte.
Auch nach der Pause war der CFC zunächst das bestimmende Team. Doch mit zunehmender Spielzeit wurden die Aktionen, endlich zum Ausgleich zu kommen, unpräziser und hektischer. Man hatte zwar mehr vom Spiel, blieb aber vor des Gegners Tor ohne Großchancen. Trainerfuchs Schädlich sah sich nach einer Stunde Spielzeit zum Handeln gezwungen - Verteidiger Schaschko raus, Angreifer Schlosser rein. Zehn Minuten später wurde weiter aufgerüstet: Dobry und Dressler kamen für Bankert und Fröhlich, wobei letzterer eine beherzte und lauffreudige Partie abgeliefert hatte. Irgendwie erinnerte der Spielstand und der offensive Wechsel unliebsam an Hertha II. Und prompt sollte es wie in Berlin zum 2:0 einschlagen. Tüting verliert im Mittelfeld den Ball und der quirlige Calamita nutzte die freien Räume zum 2:0 für den Gastgeber. Pures Entsetzen unter den ca. 200 mitgereisten CFC-Fans, der Aufstiegstraum mutierte in diesem Moment zur zerplatzenden Seifenblase. Es folgten völlig verrückte 17 Spielminuten. Braunschweig hatte per Konter drei riesige Chancen, auf 3:1, 4:1 oder noch höher davonzuziehen, scheiterte aber am Pfosten, Schmidt im Fallen oder Trehkopf auf der Linie. Und vorn traf jetzt Dressler zum 1:2! Einen Pfostenknaller von Garbuschewski versenkte der Blondschopf per Nachschuß artistisch im Tor! Keine fünf Minuten später hatte Dobry das sichere 2:2 auf dem Kopf, scheiterte aber in bester Position am Keeper. Die himmelblauen Kicker pumpten, das Anrennen hatte Kraft gekostet. Und doch sollte es noch ein Happy End geben: Einen langen Ball aus der Abwehr verlängert Dobry zu Wilke, der spielt quer zu Garbuschewski, der sofort aus ca. 10 Metern abzieht - Tooooooorrr!!! Im Gästeblock tobte sich der himmelblaue Mob einen Wolf und ein dramatisches Spiel war zu Ende!
Fazit: Junge, Junge. Das ist gerade noch einmal gutgegangen. Die erste halbe Stunde gehörte spielerisch zu den vielleicht besten Vorstellungen der Rückrunde, trotzdem sah man nach dem 0:2 wie der sichere Verlierer aus. Im Gegensatz zu Berlin rappelte man sich diesmal aber auf und kam völlig verdient noch zum 2:2-Unentschieden. Für die Psyche ist dieser erkämpfte Punkt enorm wichtig. Wir sind der Spitzenreiter! Wir haben den besten Angriff der Liga! Bloß nicht irre machen lassen! Jungs, wir packen das. Noch acht Spiele bis zum großen Traum! Jetzt gegen Hannover 96 II volle Konzentration und wieder drei Punkte! Und dann sind es nur noch 7 Spiele...
Der Club begann forsch und zeigte früh an, in Braunschweig auf die Pirsch nach drei Punkten gehen zu wollen. Nach einer Flanke von Förster und einer Ablage von Schaschko drosch Tüting in der 6. Minute das Leder in Richtung Tor, und ein Blau-Gelber fälschte den Schuß ins eigene Netz ab. 1:0 für den Club! Dachte jeder - aber der Linienmensch hatte seinen Wimpel gezückt und meinte, eine Abseitsstellung von Fröhlich gesehen zu haben. Eine klare Fehlentscheidung, die den Club um einen souveränen Auftakt brachte. Wenig später wurde Garbuschewski von Tüting fein angespielt, doch dessen Hinterhaltschuss flog über das Gebälk. In der 33. Minute wurde das bis dahin abgespulte Spielgeschehen auf den Kopf gestellt. Nach einem Einsteigen von Trehkopf gegen Latkowski entschied Schiedsrichter Günsch auf Elfmeter für die Heimelf. Fairerweise muss man zugeben, daß ein paar Sekunden vorher Trehkopf der Ball an die Hand gesprungen war und jeder Himmelblaue froh war, daß der entsprechende Pfiff ausblieb. Daher war die Strafstoßentscheidung wohl "fällig". Nichtsdestotrotz entsprach das 1:0 von Calamita (Keeper Schmidt war fast dran) in keinster Weise dem Spielverlauf. Auch in der Folgezeit war der Club besser unterwegs. Garbuschewski hatte noch vor der Pause das 1:1 auf dem Fuss, als er nach einer Ecke den Ball knapp am Lattenkreuz vorbeizirkelte. Allerdings hatte der Ex-Leipziger auch Glück, daß er nach einem Foul mit anschließendem Tritt gegen einen am Boden liegenden Braunschweiger überhaupt weiter am Spiel teilnehmen durfte.Auch nach der Pause war der CFC zunächst das bestimmende Team. Doch mit zunehmender Spielzeit wurden die Aktionen, endlich zum Ausgleich zu kommen, unpräziser und hektischer. Man hatte zwar mehr vom Spiel, blieb aber vor des Gegners Tor ohne Großchancen. Trainerfuchs Schädlich sah sich nach einer Stunde Spielzeit zum Handeln gezwungen - Verteidiger Schaschko raus, Angreifer Schlosser rein. Zehn Minuten später wurde weiter aufgerüstet: Dobry und Dressler kamen für Bankert und Fröhlich, wobei letzterer eine beherzte und lauffreudige Partie abgeliefert hatte. Irgendwie erinnerte der Spielstand und der offensive Wechsel unliebsam an Hertha II. Und prompt sollte es wie in Berlin zum 2:0 einschlagen. Tüting verliert im Mittelfeld den Ball und der quirlige Calamita nutzte die freien Räume zum 2:0 für den Gastgeber. Pures Entsetzen unter den ca. 200 mitgereisten CFC-Fans, der Aufstiegstraum mutierte in diesem Moment zur zerplatzenden Seifenblase. Es folgten völlig verrückte 17 Spielminuten. Braunschweig hatte per Konter drei riesige Chancen, auf 3:1, 4:1 oder noch höher davonzuziehen, scheiterte aber am Pfosten, Schmidt im Fallen oder Trehkopf auf der Linie. Und vorn traf jetzt Dressler zum 1:2! Einen Pfostenknaller von Garbuschewski versenkte der Blondschopf per Nachschuß artistisch im Tor! Keine fünf Minuten später hatte Dobry das sichere 2:2 auf dem Kopf, scheiterte aber in bester Position am Keeper. Die himmelblauen Kicker pumpten, das Anrennen hatte Kraft gekostet. Und doch sollte es noch ein Happy End geben: Einen langen Ball aus der Abwehr verlängert Dobry zu Wilke, der spielt quer zu Garbuschewski, der sofort aus ca. 10 Metern abzieht - Tooooooorrr!!! Im Gästeblock tobte sich der himmelblaue Mob einen Wolf und ein dramatisches Spiel war zu Ende!
Fazit: Junge, Junge. Das ist gerade noch einmal gutgegangen. Die erste halbe Stunde gehörte spielerisch zu den vielleicht besten Vorstellungen der Rückrunde, trotzdem sah man nach dem 0:2 wie der sichere Verlierer aus. Im Gegensatz zu Berlin rappelte man sich diesmal aber auf und kam völlig verdient noch zum 2:2-Unentschieden. Für die Psyche ist dieser erkämpfte Punkt enorm wichtig. Wir sind der Spitzenreiter! Wir haben den besten Angriff der Liga! Bloß nicht irre machen lassen! Jungs, wir packen das. Noch acht Spiele bis zum großen Traum! Jetzt gegen Hannover 96 II volle Konzentration und wieder drei Punkte! Und dann sind es nur noch 7 Spiele...


















