Und wieder so ein Ding...
von Frank Neubert & Andreas Schreiter
O.k., keine Frage, die Bilanz ist großartig und macht stolz! Mittlerweile zehn Spiele in Folge in der 3. Liga ungeschlagen, satte 38 Punkte nach 27 Spielen, 7. Tabellenplatz, bester Aufsteiger - was will man eigentlich mehr? Gute Frage! Aber der Blick auf die letzten 3 Spiele geht einher mit einem leichten Seufzer: Sowohl jetzt in Babelsberg, als auch in Oberhausen und zu nicht zuletzt daheim gegen Jena war eindeutig mehr drin. Hätte man hier jeweils ganze Dreier eingefahren, würde der Club aktuell mit 44 Punkten sensationell den 3. Platz belegen! Es ist aber nicht so und wir alle sollten mit dem bisher Erreichten mehr als zufrieden sein!
Die spannendste Frage in Babelsberg drehte sich vor allen um die Nr. 1 im Chemnitzer Tor. Würde Gerd Schädlich nach Pentkes Patzern bei RWO und gegen Karl-Heinz handeln und Schmidtl in den Kasten stellen? Nein, der Schnauzbart setzte auf Kontinuität (zum MDR: "Wir haben zwei richtig gute Torhüter, aber wir wollen nicht wechseln, sondern Philipp das Vertrauen aussprechen.") und schickte den gebürtigen Freiberger auf den Rasen. Pentke dankte dies bereits in der 2. Minute, als er vor Makarenko mit den Fäusten zur Stelle war. Auch bei einem schnellen Konter des SVB über Helbig klärte der 26-jährige souverän im 1 gegen 1. Ja, die Filmstäder begannen die Partie mit Schwung, Elan und wenig Respekt. Die beste CFC-Chance war bis dato eine verunglückte Rückgabe von Hebib (24.), der am eigenen Keeper vorbeiköpfte und Glück hatte, dass Morack noch retten konnte. Treffend der Kommentar von MDR-Reporter Raiko Richter zu dieser Phase des Spiels: "...der CFC anwesend, ohne richtig bei der Sache zu sein." Trotzdem sollte der Club noch einen big point verbuchen - nämlich die beste Torchance in den ersten 45 Minuten. Nach einer Hereingabe von Garbuschewski wehrte die 03-Abwehr den Ball in die Mitte zu Pistolero Fink ab, der sofort abzog. Leider klatschte das Geschoß nur an die Querlatte des SVB-Kastens!
Die Halbzeitansprache von Gerd Schädlich musste wieder einmal sehr deutlich ausgefallen sein, denn nach der aus CFC-Sicht behäbigen ersten Hälfte folgte eine deutlich engagiertere 2. Halbzeit. Fink beförderte das Leder nach einer Garbu-Ecke per Kopf knapp neben den Pfosten ins Aus (53.). Einen Tick später konnte Garbuschewski eine mustergültige Vorlage von Aydemir nach phänomenalen Einsatz und Sprint des Ex-Hallensers nicht verwandeln. Babelsberg anwortete mit Stroh-Engel (61.), der von Pentke aber aufgehalten wird. Dann musste endgültig das 1:0 für die Guten fallen - Bankert semmelte aus vollen Lauf nach einer Ecke nur knapp über die Latte (67.), und nach einem feinem Freistoß von Garbu (74.) verpassten sowohl Wachsmuth als auch Dobry, das Spielgerät aus Nahdistanz über die Linie zu drücken. Derart vergebene Großchancen rächen sich normalerweise irgendwann, aber nicht so an diesem Tag. Nachdem Birk, Aydemir und Bankert in der Schlußminute (!) in der Abwehr mit dem Spielgerät und dem SVB Flipper spielten, war Pentke auf der Hut und schnappte sich locker die Kugel. Endergebnis: 0:0 nach 90 Minuten.
Wie zu erwarten, gab es in Babelsberg auch eine höchst politische Dimension der 90 Minuten. Eigentlich sollte man solche Dinge einfach "links" liegenlassen - so wie auch die ca. 700 mitgereisten Chemnitzer Fans die das Polit-Fest der Heimseite mehrfach mit "Fussball, Fussball"-Sprechchören beantworteten. Das sich unter dem Chemnitzer Klientel durchaus einige rechtsextreme Dunkelhüte verbergen, wird niemand bestreiten - allerdings sind diese Sprücheklopfer eine klare Minderheit in der breiten Masse an tatsächlichen Fussballfans. Das ganze Gegenteil davon scheint beim SVB der Fall zu sein - gemessen an den Transpis, Aktionen und Sprüchen ist die Politik derart deutlich vertreten, dass man die echten Fussballfans der 03'er schon gar nicht mehr wahrnimmt. Der negative Gipfel des Tages war ein Banner mit der Aufschrift "5. März - Bomber Harris do it again!" Das an jenem Tag in unserer Heimatstadt über 2.000 Chemnitzer den Tod fanden, scheint den Babelsbergern Aktivisten derart zu imponieren, dass sie eine nochmalige Wiederholung fordern. Schade, dass es keinen Beamer gibt, diese Extremisten am kommenden Montag in jene Häuser und Keller in die Innenstadt zu transferieren, die damals zu 80% zerstört wurden...
Fazit: Schade. Bereits zum dritten Mal in Folge riecht ein CFC-Unentschieden eher nach einem Punktverlust als nach einem Punktgewinn. Ob man mit einem (möglichen) Sprung auf Platz 3 tatsächlich dem Verein und seiner Entwicklung einen Dienst erwiesen hätte, sei dahingestellt. Verlockend wäre es für die Fans allemal gewesen. Trotzdem: Hut ab vor der höchst respektablen Saison unserer Kicker! Am Mittwoch steht beim Nachholer in Sandhausen nun ein echter Gradmesser an!
Die spannendste Frage in Babelsberg drehte sich vor allen um die Nr. 1 im Chemnitzer Tor. Würde Gerd Schädlich nach Pentkes Patzern bei RWO und gegen Karl-Heinz handeln und Schmidtl in den Kasten stellen? Nein, der Schnauzbart setzte auf Kontinuität (zum MDR: "Wir haben zwei richtig gute Torhüter, aber wir wollen nicht wechseln, sondern Philipp das Vertrauen aussprechen.") und schickte den gebürtigen Freiberger auf den Rasen. Pentke dankte dies bereits in der 2. Minute, als er vor Makarenko mit den Fäusten zur Stelle war. Auch bei einem schnellen Konter des SVB über Helbig klärte der 26-jährige souverän im 1 gegen 1. Ja, die Filmstäder begannen die Partie mit Schwung, Elan und wenig Respekt. Die beste CFC-Chance war bis dato eine verunglückte Rückgabe von Hebib (24.), der am eigenen Keeper vorbeiköpfte und Glück hatte, dass Morack noch retten konnte. Treffend der Kommentar von MDR-Reporter Raiko Richter zu dieser Phase des Spiels: "...der CFC anwesend, ohne richtig bei der Sache zu sein." Trotzdem sollte der Club noch einen big point verbuchen - nämlich die beste Torchance in den ersten 45 Minuten. Nach einer Hereingabe von Garbuschewski wehrte die 03-Abwehr den Ball in die Mitte zu Pistolero Fink ab, der sofort abzog. Leider klatschte das Geschoß nur an die Querlatte des SVB-Kastens!
Die Halbzeitansprache von Gerd Schädlich musste wieder einmal sehr deutlich ausgefallen sein, denn nach der aus CFC-Sicht behäbigen ersten Hälfte folgte eine deutlich engagiertere 2. Halbzeit. Fink beförderte das Leder nach einer Garbu-Ecke per Kopf knapp neben den Pfosten ins Aus (53.). Einen Tick später konnte Garbuschewski eine mustergültige Vorlage von Aydemir nach phänomenalen Einsatz und Sprint des Ex-Hallensers nicht verwandeln. Babelsberg anwortete mit Stroh-Engel (61.), der von Pentke aber aufgehalten wird. Dann musste endgültig das 1:0 für die Guten fallen - Bankert semmelte aus vollen Lauf nach einer Ecke nur knapp über die Latte (67.), und nach einem feinem Freistoß von Garbu (74.) verpassten sowohl Wachsmuth als auch Dobry, das Spielgerät aus Nahdistanz über die Linie zu drücken. Derart vergebene Großchancen rächen sich normalerweise irgendwann, aber nicht so an diesem Tag. Nachdem Birk, Aydemir und Bankert in der Schlußminute (!) in der Abwehr mit dem Spielgerät und dem SVB Flipper spielten, war Pentke auf der Hut und schnappte sich locker die Kugel. Endergebnis: 0:0 nach 90 Minuten.
Wie zu erwarten, gab es in Babelsberg auch eine höchst politische Dimension der 90 Minuten. Eigentlich sollte man solche Dinge einfach "links" liegenlassen - so wie auch die ca. 700 mitgereisten Chemnitzer Fans die das Polit-Fest der Heimseite mehrfach mit "Fussball, Fussball"-Sprechchören beantworteten. Das sich unter dem Chemnitzer Klientel durchaus einige rechtsextreme Dunkelhüte verbergen, wird niemand bestreiten - allerdings sind diese Sprücheklopfer eine klare Minderheit in der breiten Masse an tatsächlichen Fussballfans. Das ganze Gegenteil davon scheint beim SVB der Fall zu sein - gemessen an den Transpis, Aktionen und Sprüchen ist die Politik derart deutlich vertreten, dass man die echten Fussballfans der 03'er schon gar nicht mehr wahrnimmt. Der negative Gipfel des Tages war ein Banner mit der Aufschrift "5. März - Bomber Harris do it again!" Das an jenem Tag in unserer Heimatstadt über 2.000 Chemnitzer den Tod fanden, scheint den Babelsbergern Aktivisten derart zu imponieren, dass sie eine nochmalige Wiederholung fordern. Schade, dass es keinen Beamer gibt, diese Extremisten am kommenden Montag in jene Häuser und Keller in die Innenstadt zu transferieren, die damals zu 80% zerstört wurden...
Fazit: Schade. Bereits zum dritten Mal in Folge riecht ein CFC-Unentschieden eher nach einem Punktverlust als nach einem Punktgewinn. Ob man mit einem (möglichen) Sprung auf Platz 3 tatsächlich dem Verein und seiner Entwicklung einen Dienst erwiesen hätte, sei dahingestellt. Verlockend wäre es für die Fans allemal gewesen. Trotzdem: Hut ab vor der höchst respektablen Saison unserer Kicker! Am Mittwoch steht beim Nachholer in Sandhausen nun ein echter Gradmesser an!


