Emotionsreiche Punkteteilung am Böllenfalltor
von Frank Neubert & Gentleman
"Im vierten Anlauf konnte nun endlich in Darmstadt gespielt werden - zuvor war das Spiel 3x wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausgefallen. Nach einem frühen Rückstand durch Latza (3.) konnte Förster nach einer guten halben Stunde zum 1:1, zur Freude von etwa 100 mitgereisten Gästen, ausgleichen. Doch mit diesem Treffer war Gift in der Partie, denn während der Club seelenruhig den Ausgleich erzielte, wälzte sich ein Darmstädter am Boden. Aber nicht nur deswegen kochte die Stimmung am Böllenfalltor hoch - Schiedsrichter Leicher erkannte (zu Recht) zwei Tore des Gastgebers wegen Abseits nicht an.
Gerd Schädlich setzte in der Abwehr aufgrund von Verletzungen und gelben Karten auf Wilke und Le Beau, im Sturm durfte zunächst Förster statt Semmer wirbeln. Aber wie schon in Saarbrücken geriet der CFC früh in Rückstand. Nach einer Ecke für den Club schnappte sich der Lilien-Keeper den Ball und machte das Spiel schnell - das Leder kam zu Latza, welcher komplett alleine gelassen wurde und aus gut 20 Metern abzog und das Spielgerät im Netz versenkte. Pentke hechtete vergeblich nach der Kugel, und - viel schlimmer - verletzte sich bei der Abwehraktion böse an der Schulter! Nach 13 Minuten musste Schmidt in den Kasten und "Penne" saß mit dickem Verband und Tränen in den Augen auf der Bank! Gute Besserung, Philipp!!! Auf dem Rasen bekam der Club das Spiel langsam unter Kontrolle. Torjäger Fink prüfte Zimmermann mit einem 30m-Distanzschuss, der SV-Keeper war aber auf dem Posten. In der 35. Minute blieb Lilien-Stürmer Borg nach einem Zweikampf mit Wilke an der Mittellinie liegen. Schiedsrichter Leicher deutete "weiterspielen" an und dies tat der CFC auch. Die Heimelf forderte hingegen, den Ball ins Aus zu spielen - der Club tat ihnen den Gefallen aber nicht. Nach Flanke von Makarenko stand Förster am langen Pfosten goldrichtig und nickte zum 1:1 ein. Nun folgten erst recht wütende Proteste der Einheimischen, erstaunlich war aber auch, dass der Darmstädter Spieler jetzt wieder laufen konnte. Mit diesem Tor war Gift im Spiel. Zusätzliche Brisanz brachte ein Treffer des Gastgebers (39.), der wegen Abseits keine Anerkennung fand. Jeder Pfiff für den CFC wurde vom Publikum mit lauten Aufschreien bedacht. Blitzableiter für das Darmstädter Publikum wurde u.a. Jens Oppermann von der Gellertwelle, der sich wegen seines himmelblauen Trikots in der Halbzeitpause wüst beschimpfen lassen musste.
Mit Beginn der zweiten Hälfte - der CFC wurde beim Einlaufen wild ausgepfiffen - werkelte Landeka für Pfeffer, bei dem das Zusammenspiel mit Le Beau in Halbzeit 1 überhaupt nicht klappte, u.a. beim 1:0 der 98er. Zunächst waren wieder die Südhessen am Drücker, aber Schmidt'l im Tor klärte alle brenzligen Situationen. Aber die Partie blieb umkämpft, auch die unlauteren Mittel kamen zur Anwendung. Den Kulminationspunkt gab es in der 65. Minute. Erneut rollte sich ein Darmstädter am Boden, Landeka spielte den Ball ins Aus. Es gab aber Schiedsrichter-Ball und die Schuster-Elf spielte nicht zurück, sondern krallte sich den Ball und zog davon - Landeka versuchte sich in der Rückeroberung. Fink kam hinzu und grätschte den Spieler samt Ball um. Ein gelbwürdiges Foul, aber in der aufgeheizten Atmosphäre entschied sich der Referee (Kicker-Note 5) für glatt Rot gegen den himmelblauen Torjäger! Es folgte Rudelbildung und Schubserei (u.a. gegen Fink). Weshalb danach der Gastgeber straffrei ausging, blieb Geheimnis des Unparteiischen. Direkt danach wurde Förster ausgewechselt. Er hatte bereits Gelb wegen eines ausgefahrenen Ellenbogens gesehen - prompt sanken die Darmstädter Spieler bei jedem Zweikampf mit Förster zu Boden, welcher damit stark gelb-rot-gefährdet war. Schädlich reagierte darauf und schickte Semmer auf den Rasen. Am Ende gab es nochmal Freistoß für den CFC in der Nähe des Sechzehners. Als der Schiri die Mauer stellte protestierten die Spieler der Hessen, Landeka hätte sich den Ball weiter nach vorne gelegt. Allerdings hatte er sich den Ball nur nochmal passend auf den Rasen platziert. Trotzdem musste der Ball plötzlich mehr als 5 Meter zurückgelegt werden. Auch sein Assistent wurde von ihm nochmal befragt und bestätigte die angebliche Richtigkeit der Entscheidung. Es ist am Ende nicht verwunderlich, wenn aus beiden Fanlagern „Ohne Schiri, habt ihr keine Chanc'“ angestimmt wurde. Auf beiden Seiten ist bis zum Schluss versucht worden, den Siegtreffer zu erzielen (Abseitstor Darmstadt, 70.), aber es blieb letztlich beim kampf- und leistungsgerechten 1:1 zwischen Darmstadt und Chemnitz.
Nachdem Schlusspfiff flogen allerhand Gegenstände in Richtung Schiedsrichter-Trio, welches u.a. von einem Feuerzeug getroffen wurde. Das wird sehr wahrscheinlich noch Konsequenzen gegen die 98er nach sich ziehen. Auch die himmelblauen Spieler wurden wüst beschimpft und ausgepfiffen beim Gang in die Kabine. Aus dem Gästeblock reagierte man darauf und auf Sprüche wie z.B. „Ossi-“ oder „Nazischweine“ mit einem lautstarken „Absteiger, Absteiger!“. Ob es im nächsten Jahr am Böllenfalltor (k)ein emotionsreiches Wiedersehen mit der Schuster-Elf gibt, haben die Hessen nun selbst in der Hand...
Gerd Schädlich setzte in der Abwehr aufgrund von Verletzungen und gelben Karten auf Wilke und Le Beau, im Sturm durfte zunächst Förster statt Semmer wirbeln. Aber wie schon in Saarbrücken geriet der CFC früh in Rückstand. Nach einer Ecke für den Club schnappte sich der Lilien-Keeper den Ball und machte das Spiel schnell - das Leder kam zu Latza, welcher komplett alleine gelassen wurde und aus gut 20 Metern abzog und das Spielgerät im Netz versenkte. Pentke hechtete vergeblich nach der Kugel, und - viel schlimmer - verletzte sich bei der Abwehraktion böse an der Schulter! Nach 13 Minuten musste Schmidt in den Kasten und "Penne" saß mit dickem Verband und Tränen in den Augen auf der Bank! Gute Besserung, Philipp!!! Auf dem Rasen bekam der Club das Spiel langsam unter Kontrolle. Torjäger Fink prüfte Zimmermann mit einem 30m-Distanzschuss, der SV-Keeper war aber auf dem Posten. In der 35. Minute blieb Lilien-Stürmer Borg nach einem Zweikampf mit Wilke an der Mittellinie liegen. Schiedsrichter Leicher deutete "weiterspielen" an und dies tat der CFC auch. Die Heimelf forderte hingegen, den Ball ins Aus zu spielen - der Club tat ihnen den Gefallen aber nicht. Nach Flanke von Makarenko stand Förster am langen Pfosten goldrichtig und nickte zum 1:1 ein. Nun folgten erst recht wütende Proteste der Einheimischen, erstaunlich war aber auch, dass der Darmstädter Spieler jetzt wieder laufen konnte. Mit diesem Tor war Gift im Spiel. Zusätzliche Brisanz brachte ein Treffer des Gastgebers (39.), der wegen Abseits keine Anerkennung fand. Jeder Pfiff für den CFC wurde vom Publikum mit lauten Aufschreien bedacht. Blitzableiter für das Darmstädter Publikum wurde u.a. Jens Oppermann von der Gellertwelle, der sich wegen seines himmelblauen Trikots in der Halbzeitpause wüst beschimpfen lassen musste.
Mit Beginn der zweiten Hälfte - der CFC wurde beim Einlaufen wild ausgepfiffen - werkelte Landeka für Pfeffer, bei dem das Zusammenspiel mit Le Beau in Halbzeit 1 überhaupt nicht klappte, u.a. beim 1:0 der 98er. Zunächst waren wieder die Südhessen am Drücker, aber Schmidt'l im Tor klärte alle brenzligen Situationen. Aber die Partie blieb umkämpft, auch die unlauteren Mittel kamen zur Anwendung. Den Kulminationspunkt gab es in der 65. Minute. Erneut rollte sich ein Darmstädter am Boden, Landeka spielte den Ball ins Aus. Es gab aber Schiedsrichter-Ball und die Schuster-Elf spielte nicht zurück, sondern krallte sich den Ball und zog davon - Landeka versuchte sich in der Rückeroberung. Fink kam hinzu und grätschte den Spieler samt Ball um. Ein gelbwürdiges Foul, aber in der aufgeheizten Atmosphäre entschied sich der Referee (Kicker-Note 5) für glatt Rot gegen den himmelblauen Torjäger! Es folgte Rudelbildung und Schubserei (u.a. gegen Fink). Weshalb danach der Gastgeber straffrei ausging, blieb Geheimnis des Unparteiischen. Direkt danach wurde Förster ausgewechselt. Er hatte bereits Gelb wegen eines ausgefahrenen Ellenbogens gesehen - prompt sanken die Darmstädter Spieler bei jedem Zweikampf mit Förster zu Boden, welcher damit stark gelb-rot-gefährdet war. Schädlich reagierte darauf und schickte Semmer auf den Rasen. Am Ende gab es nochmal Freistoß für den CFC in der Nähe des Sechzehners. Als der Schiri die Mauer stellte protestierten die Spieler der Hessen, Landeka hätte sich den Ball weiter nach vorne gelegt. Allerdings hatte er sich den Ball nur nochmal passend auf den Rasen platziert. Trotzdem musste der Ball plötzlich mehr als 5 Meter zurückgelegt werden. Auch sein Assistent wurde von ihm nochmal befragt und bestätigte die angebliche Richtigkeit der Entscheidung. Es ist am Ende nicht verwunderlich, wenn aus beiden Fanlagern „Ohne Schiri, habt ihr keine Chanc'“ angestimmt wurde. Auf beiden Seiten ist bis zum Schluss versucht worden, den Siegtreffer zu erzielen (Abseitstor Darmstadt, 70.), aber es blieb letztlich beim kampf- und leistungsgerechten 1:1 zwischen Darmstadt und Chemnitz.
Nachdem Schlusspfiff flogen allerhand Gegenstände in Richtung Schiedsrichter-Trio, welches u.a. von einem Feuerzeug getroffen wurde. Das wird sehr wahrscheinlich noch Konsequenzen gegen die 98er nach sich ziehen. Auch die himmelblauen Spieler wurden wüst beschimpft und ausgepfiffen beim Gang in die Kabine. Aus dem Gästeblock reagierte man darauf und auf Sprüche wie z.B. „Ossi-“ oder „Nazischweine“ mit einem lautstarken „Absteiger, Absteiger!“. Ob es im nächsten Jahr am Böllenfalltor (k)ein emotionsreiches Wiedersehen mit der Schuster-Elf gibt, haben die Hessen nun selbst in der Hand...


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