Bereit zur Begeisterung
von Erik Büttner
„Bereit zu begeistern“ – mit diesem Motto geht der Chemnitzer FC in diese Spielzeit. Und tatsächlich: Nach diesem ersten Heimspiel am zweiten Spieltag könnte man tatsächlich in Euphorie verfallen. Denn nach dem 2:0 über den VfL Osnabrück thronen die Himmelblauen weiter auf dem Spitzenplatz der Liga.
Schöne Bilder schon beim Betreten des Stadions: Die neue Südtribüne war im eröffneten Mittelblock schon prächtig gefüllt. Das sah genauso gut aus, wie der Blick von den neuen steilen Stufen auf Spielfeld ist. Und als dann der Block geschlossen zum Singen ansetzte, da kroch einem auch bei an die 30 Grad Celsius in sengender Sonne Gänsehaut über den Rücken.
Doch nun zum Spiel: CFC-Trainer Karsten Heine schickt genau jene elf Kicker in die Hitzeschlacht, die auch beim Sieg in Halle begannen. Und diese Elf ließ zunächst den auf Wiedergutmachung gepolten VfL Osnabrück ein wenig auf dem Spielfeld toben. Das brachte zwar für die in fürchterlich anzusehendem orange-lila agierenden Gäste optische Vorteile und auch das eine oder andere Möglichkeitchen, aber so richtig brenzlig wurde es nicht. Auch von Seiten des CFC gab es allerdings keine Chancen zu vermelden, noch spielten die Hausherren abwartend und gar etwas unsicher. Als dann der Autor seine Stadionwurst endlich ergattert hatte, waren nicht nur bereits 20 Minuten gespielt, sondern die Himmelblauen machten sich nun auch auf das Spiel an sich zu reißen. Das brachte zwar noch keine großen Chancen, aber beschäftigte Osnabrück zumindest soweit, dass diese auch nicht mehr in die Nähe des CFC-Strafraumen kamen. In die Karten spielte den Hausherren, dass sich Massimo Ornatelli zu einem Frustfoul an Fabian Stenzel hinreißen ließ und von Schiedsrichter Torsten Kinhöfer glatt Rot sah (33.) - kann man machen, Gelb hätte es auch getan. Aber gut für Chemnitz und das zeigte dann kurz vor der Pause auch schon mal, wohin die Reise in Halbzeit zwei gehen würde. Nach schönem Anspiel von Stenzel verfehlte Neuzugang Philipp Türpitz mit einem Götze-Weltmeisterschuss nur knapp den Gästekasten (45.).
Im zweiten Durchgang spielten die Himmelblauen nun auf die lautstarke Südtribüne und das schien die Elf tatsächlich auch zusätzlich ein wenig zu beflügeln. Mehr und mehr drängten sie Osnabrück in die eigene Hälfte, die aber auch noch ihren Laden dicht hielten. Das war dann aber nach einer Stunde Makulatur. Stenzel steckte wunderbar auf den völlig freistehenden Türpitz durch, der dann ohne Mühe zum verdienten 1:0 vollstreckte. Fortan spielte nur noch der CFC. Angriffe der Norddeutschen wurden von der weitgehend sicheren CFC-Verteidigung schon im Keim erstickt. Osnabrück fand kaum noch Zeit zum Luftholen. Anton Fink (68.), der spielfreudige Reagy Ofosu (70.) und der eingewechselte Markus Ziereis (82.) aber verpassten es, den Gästen den Todestoß zu versetzen. Und so halfen halt die Osnabrücker wieder etwas mit: Stenzel stibitzte den Ball von Nicolas Feldhahn, der holte ihn dafür im Strafraum von den Beinen. Kienhöfer zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, der sonst diskutierfreudige VfL protestierte nicht mal im Ansatz. Fink am Punkt, sah sich Osnabrücktorwart Frank Lehmann und 2.000 anfeuernden CFC-Fans entgegen. Doch der neue Kapitän ließ sich von nichts aus der Ruhe bringen und verwandelte sicher zum 2:0 (85.). Der Rest des Spiels war nur noch Schaulaufen. Einzig der CFC war hier noch auf ein Tor aus. Doch bei der großen Hitze war es auch verständlich, dass dieses Ziel nicht mehr mit letzter Konsequenz verfolgt wurde. 6.071 Zuschauer auf der Fischerwiese waren trotzdem sehr zufrieden und mehr als bereit sich weiter begeistern zu lassen.
Auch wenn es insbesondere in der ersten Halbzeit noch Luft nach oben im himmelblauen Spiel gab, so bestätigte der CFC seinen guten Auftritt in Halle mit diesem Spiel gegen Osnabrück. Sicher begünstigten der Platzverweis und der Elfmeter Chemnitz‘ Sieg, trotzdem soll das die Leistung insbesondere in der zweiten Halbzeit nicht schmälern. Der CFC sehr energisch, eroberte viele verlorene Bälle zurück und ließ so auch kaum Chancen für den Gegner zu. Man darf nun auf die Partie am Dienstag gegen den großen Aufstiegsfavoriten aus Bielefeld freudig gespannt sein. Für Euphorie aber ist es noch zu früh...
Schöne Bilder schon beim Betreten des Stadions: Die neue Südtribüne war im eröffneten Mittelblock schon prächtig gefüllt. Das sah genauso gut aus, wie der Blick von den neuen steilen Stufen auf Spielfeld ist. Und als dann der Block geschlossen zum Singen ansetzte, da kroch einem auch bei an die 30 Grad Celsius in sengender Sonne Gänsehaut über den Rücken.
Doch nun zum Spiel: CFC-Trainer Karsten Heine schickt genau jene elf Kicker in die Hitzeschlacht, die auch beim Sieg in Halle begannen. Und diese Elf ließ zunächst den auf Wiedergutmachung gepolten VfL Osnabrück ein wenig auf dem Spielfeld toben. Das brachte zwar für die in fürchterlich anzusehendem orange-lila agierenden Gäste optische Vorteile und auch das eine oder andere Möglichkeitchen, aber so richtig brenzlig wurde es nicht. Auch von Seiten des CFC gab es allerdings keine Chancen zu vermelden, noch spielten die Hausherren abwartend und gar etwas unsicher. Als dann der Autor seine Stadionwurst endlich ergattert hatte, waren nicht nur bereits 20 Minuten gespielt, sondern die Himmelblauen machten sich nun auch auf das Spiel an sich zu reißen. Das brachte zwar noch keine großen Chancen, aber beschäftigte Osnabrück zumindest soweit, dass diese auch nicht mehr in die Nähe des CFC-Strafraumen kamen. In die Karten spielte den Hausherren, dass sich Massimo Ornatelli zu einem Frustfoul an Fabian Stenzel hinreißen ließ und von Schiedsrichter Torsten Kinhöfer glatt Rot sah (33.) - kann man machen, Gelb hätte es auch getan. Aber gut für Chemnitz und das zeigte dann kurz vor der Pause auch schon mal, wohin die Reise in Halbzeit zwei gehen würde. Nach schönem Anspiel von Stenzel verfehlte Neuzugang Philipp Türpitz mit einem Götze-Weltmeisterschuss nur knapp den Gästekasten (45.).
Im zweiten Durchgang spielten die Himmelblauen nun auf die lautstarke Südtribüne und das schien die Elf tatsächlich auch zusätzlich ein wenig zu beflügeln. Mehr und mehr drängten sie Osnabrück in die eigene Hälfte, die aber auch noch ihren Laden dicht hielten. Das war dann aber nach einer Stunde Makulatur. Stenzel steckte wunderbar auf den völlig freistehenden Türpitz durch, der dann ohne Mühe zum verdienten 1:0 vollstreckte. Fortan spielte nur noch der CFC. Angriffe der Norddeutschen wurden von der weitgehend sicheren CFC-Verteidigung schon im Keim erstickt. Osnabrück fand kaum noch Zeit zum Luftholen. Anton Fink (68.), der spielfreudige Reagy Ofosu (70.) und der eingewechselte Markus Ziereis (82.) aber verpassten es, den Gästen den Todestoß zu versetzen. Und so halfen halt die Osnabrücker wieder etwas mit: Stenzel stibitzte den Ball von Nicolas Feldhahn, der holte ihn dafür im Strafraum von den Beinen. Kienhöfer zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, der sonst diskutierfreudige VfL protestierte nicht mal im Ansatz. Fink am Punkt, sah sich Osnabrücktorwart Frank Lehmann und 2.000 anfeuernden CFC-Fans entgegen. Doch der neue Kapitän ließ sich von nichts aus der Ruhe bringen und verwandelte sicher zum 2:0 (85.). Der Rest des Spiels war nur noch Schaulaufen. Einzig der CFC war hier noch auf ein Tor aus. Doch bei der großen Hitze war es auch verständlich, dass dieses Ziel nicht mehr mit letzter Konsequenz verfolgt wurde. 6.071 Zuschauer auf der Fischerwiese waren trotzdem sehr zufrieden und mehr als bereit sich weiter begeistern zu lassen.
Auch wenn es insbesondere in der ersten Halbzeit noch Luft nach oben im himmelblauen Spiel gab, so bestätigte der CFC seinen guten Auftritt in Halle mit diesem Spiel gegen Osnabrück. Sicher begünstigten der Platzverweis und der Elfmeter Chemnitz‘ Sieg, trotzdem soll das die Leistung insbesondere in der zweiten Halbzeit nicht schmälern. Der CFC sehr energisch, eroberte viele verlorene Bälle zurück und ließ so auch kaum Chancen für den Gegner zu. Man darf nun auf die Partie am Dienstag gegen den großen Aufstiegsfavoriten aus Bielefeld freudig gespannt sein. Für Euphorie aber ist es noch zu früh...



