Niederlage im Kellerduell
von Pierre Schönfeld
Der Chemnitzer FC dümpelt weiter im Tabellenkeller der dritten Liga. Das tabellarische Nachbarduell gegen 1860 München wurde mit 0:1 verloren. Das Tor des Tages erzielte Klassen in der 77. Minute.
Ein freitaglicher Spätsommerabend. Mit 1860 München ein attraktiver Gegner. Eigentlich hätte die Fischerwiese gut gefüllt sein müssen. Eigentlich. Doch die Ereignisse von München und das darauf folgende Mediengewitter wirkten nach.
Die aktive Szene setzte ihren bereits gegen Magdeburg durchgeführten Boykott fort, die Südkurve hatte große Lücken. Am Zaun ein großes Plakat - "Wir lassen uns nicht erpressen". Ein Hinweis auf die Mitgliederversammlung wo ein Vertreter der GmbH die Aufsichtsratswahl hatte scheitern lassen. Am Ende waren nur 4.566 Zuschauer auf der Fischerwiese zu Gast. Negativrekord für den CFC bei einem Pflichtspiel in der 3. Liga im neuen Stadion!
Unter diesen Voraussetzungen war klar, dass die Anhänger der 60er Heimspiel haben würden. Um die 1000 Fans des Traditionsvereins waren mitgereist und machten sich laut und deutlich bemerkbar.
Die erste Hälfte waren die 60er von Trainer Daniel Bierofka klar optisch überlegen. Die Himmelblauen standen extrem defensiv und phasenweise sah es wie beim Handball aus, als die 60er um den Strafraum des CFC herumspielten. Chancen waren jedoch Mangelware. Jakubov musste bei einer Direktabnahme von Mölders eingreifen (4.), dann parierte der Keeper einen gut geschossenen Freistoß von Bekiroglu (33.). Aufregung gab es bei einem Foul von Steiner am frei auf das 60-Tor stürmenden Bonga (17.). Hier gab es nur Gelb für den Münchner, was auch gut und gerne hätte Rot sein können. Den darauf folgenden Freistoß hämmerte Bozic knapp über die Querlatte.
Nach der Pause legten die Himmelblauen ihre Zurückhaltung ab und versuchten ihrerseits nach vorn zu spielen. Der für Bozic eingewechselte Tuma brachte neuen Schwung. Doch das Tor machte 60. Über eine schöne Kombination im Strafraum wird der Ball von Wilsch auf Klassen zurückgelegt, der aus Nahdistanz zum 1:0 einschob. Die Himmelblauen versuchten es nochmal und kamen auch zu Chancen. Doch sowohl Garcia (85.) als auch der eingewechselte Tallig (90.) scheiterten im 1:1 gegen 60 Keeper Bonmann. So blieb es bei der knappen 0:1-Niederlage.
Fazit: Eine Niederlage die sportlich nicht hätte sein müssen. Gute Chancen zum Ausgleich waren da.
Das die aktiven Fans das Spiel boykottieren ist mehr als nachvollziehbar. Zu gross ist mittlerweile der Graben zwischen Fans und Mitgliedern auf der einen sowie IV und GmbH auf der anderen Seite. Wer die eigenen Fans an den Pranger stellt, braucht sich nicht wundern, wenn die sich entsprechend positionieren. Ob sich das irgendwann ändert? Wahrscheinlich nur dann, wenn IV und Konsorten ihre gern propagierten Werte wirklich mal ernst nehmen würden, wie Demokratie, Rechtsstaat, Fairness usw. Allein fehlt hier der Glaube...
Ein freitaglicher Spätsommerabend. Mit 1860 München ein attraktiver Gegner. Eigentlich hätte die Fischerwiese gut gefüllt sein müssen. Eigentlich. Doch die Ereignisse von München und das darauf folgende Mediengewitter wirkten nach.
Die aktive Szene setzte ihren bereits gegen Magdeburg durchgeführten Boykott fort, die Südkurve hatte große Lücken. Am Zaun ein großes Plakat - "Wir lassen uns nicht erpressen". Ein Hinweis auf die Mitgliederversammlung wo ein Vertreter der GmbH die Aufsichtsratswahl hatte scheitern lassen. Am Ende waren nur 4.566 Zuschauer auf der Fischerwiese zu Gast. Negativrekord für den CFC bei einem Pflichtspiel in der 3. Liga im neuen Stadion!
Unter diesen Voraussetzungen war klar, dass die Anhänger der 60er Heimspiel haben würden. Um die 1000 Fans des Traditionsvereins waren mitgereist und machten sich laut und deutlich bemerkbar.
Die erste Hälfte waren die 60er von Trainer Daniel Bierofka klar optisch überlegen. Die Himmelblauen standen extrem defensiv und phasenweise sah es wie beim Handball aus, als die 60er um den Strafraum des CFC herumspielten. Chancen waren jedoch Mangelware. Jakubov musste bei einer Direktabnahme von Mölders eingreifen (4.), dann parierte der Keeper einen gut geschossenen Freistoß von Bekiroglu (33.). Aufregung gab es bei einem Foul von Steiner am frei auf das 60-Tor stürmenden Bonga (17.). Hier gab es nur Gelb für den Münchner, was auch gut und gerne hätte Rot sein können. Den darauf folgenden Freistoß hämmerte Bozic knapp über die Querlatte.
Nach der Pause legten die Himmelblauen ihre Zurückhaltung ab und versuchten ihrerseits nach vorn zu spielen. Der für Bozic eingewechselte Tuma brachte neuen Schwung. Doch das Tor machte 60. Über eine schöne Kombination im Strafraum wird der Ball von Wilsch auf Klassen zurückgelegt, der aus Nahdistanz zum 1:0 einschob. Die Himmelblauen versuchten es nochmal und kamen auch zu Chancen. Doch sowohl Garcia (85.) als auch der eingewechselte Tallig (90.) scheiterten im 1:1 gegen 60 Keeper Bonmann. So blieb es bei der knappen 0:1-Niederlage.
Fazit: Eine Niederlage die sportlich nicht hätte sein müssen. Gute Chancen zum Ausgleich waren da.
Das die aktiven Fans das Spiel boykottieren ist mehr als nachvollziehbar. Zu gross ist mittlerweile der Graben zwischen Fans und Mitgliedern auf der einen sowie IV und GmbH auf der anderen Seite. Wer die eigenen Fans an den Pranger stellt, braucht sich nicht wundern, wenn die sich entsprechend positionieren. Ob sich das irgendwann ändert? Wahrscheinlich nur dann, wenn IV und Konsorten ihre gern propagierten Werte wirklich mal ernst nehmen würden, wie Demokratie, Rechtsstaat, Fairness usw. Allein fehlt hier der Glaube...


(80. Tallig)