Cleverer Spitzenreiter bestraft eiskalt himmelblaue Fehler
von Frank Neubert
Samstag, gegen 15:45, hätte nach dem Spiel des CFC gegen den Spitzenreiter aus Essen auch ein 2:2 oder 4:4 an der handbetriebenen Anzeigetafel der Fischerwiese stehen können. Das es nicht dazu kam, lag einerseits an den cleveren Rot-Weissen, welche individuelle CFC-Schwächen eiskalt bestraften, an mehreren ausgelassenen guten Einschußmöglichkeiten der Gastgeber, und ein bißchen am Unparteiischen, welcher das zweite CFC-Tor wegen einer passiven Abseitsstellung nicht anerkennen wollte. Das letztlich zu Buche stehende 1:4 reiht sich ergebnistechnisch zwar nahtlos an den blamablen Auftritt in Kiel (0:3) an, jedoch dürften interessierte Beobachter beider Partien zurecht einwenden, daß der Club den Ruhrpottlern zumindest bis zum 1:2 eine tapfere Gegenwehr geboten hat. Nur 2.510 Zuschauer wollten den Kick live erleben, und davon lediglich 300 Fans aus dem aufstiegsambitionierten Essen - für beide Lager ein mageres Ergebnis.
Der CFC mußte wie bereits in Kiel auf seinen Abwehrchef Steffen Karl verzichten, und Urgestein "Uns Ulf" Mehlhorn durfte den Part des Liberos und Kapitäns übernehmen. Im CFC-Tor fiel Steffen Süssner durch sein weisses Flatterhemd auf - Schieri Bornhöft konnte sich sowohl nicht für das "Schwarze" und auch nicht das "Ersatzgraue" erwärmen, da ihm beides zu den in Schwarz spielenden Essenern zu ähnlich erschien. Später im Spiel durften sich die Fans auch noch ob vieler anderer Kleinlichkeiten und Wichtigkeiten des Herrn aus Bad Segeberg erfreuen. Vornehmlich in der ersten Halbzeit wußte der Spitzenreiter daraus Kapital zu schlagen, als vor allem Bilgin und Koen schlitzohrig jede Möglichkeit nutzten, Freistöße zu provozieren. Essen hatte insgesamt mehr vom Spiel und zeigte sich auch in der Bedienung des Spielgerätes einen Tick geschickter als die einheimischen Himmelblauen. Trotzdem gingen die zwei besten Tormöglichkeiten der ersten Halbzeit klar auf das CFC-Konto, als in der 22. Spielminute Rolleder die halbe RWE-Abwehr umkurvt und zum Glück für den verdutzten Keeper nur um Zentimeter am Pfosten vorbeischiesst. Taljevic, nur kurze Zeit später, hätte den Club in Führung bringen müssen, als er völlig frei halblinks vor Kirschstein auftaucht, den Ball aber nicht ins Tor, sondern in die Arme des Schlußmannes zirkelte. So blieb es zur Pause beim 0:0, da auf der einen Seite spielerische Überlegenheit nicht in Torgefahr und auf der anderen Seite Torgefahr nicht in zählbare Resultate umgesetzt wurden.
Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Yildirim setzt sich auf der rechten Seite durch und flankt scharf nach innen. Am langen Pfosten will Göhlert vor einem hinter ihm stehenden Essener klären, anstatt ins Aus flutscht die Kugel jedoch ins eigene Netz zum 0:1 für RWE ! Was für ein schlechter Auftakt zur 2.Halbzeit ! Aber der Club zeigte sich unbeeindruckt. Nur 6 Minuten später setzt sich Wächtler auf seiner Seite durch, flankt nach innen, wo Rolleder per Kopf auf Fillinger verlängert - und der U21-Spieler schiebt abgebrüht zum verdienten 1:1-Ausgleich ein. Jubel und Feierstimmung in der Südkurve - und die leise Hoffnung auf mehr. CFC-Coach Rohde wechselte nunmehr den flinken Prymula für Wächtler ein. Dies sollte sich als Fehlgriff erweisen, den etwas später spielt Prymula völlig unbedrängt einen bösen Fehlpass, welcher sich sofort zum gefährlichen Konter ausweitet. Im Endergebnis dessen läuft Koen auf den herausstürzenden Süssner zu, welcher das unnötige 1:2 letztlich auch nicht mehr verhindern kann. Einfach bitter !
Der Club drängte nun nach vorn und erspielte sich mehrere Ecken. Einen dieser Eckbälle pflückt sich Kirschstein herunter, wird dabei aber vom aufgerückten Ahlf angerempelt. Der Schiedsrichter pfeift, jedoch tritt der Essener Torhüter noch einmal böse gegen Ahlf nach. Konsequenz von Bornhöft: Rot für Kirschstein. Das Spiel wird nach dessen Verschwinden im Kabinentrakt - zurecht - mit dem Freistoß wegen dem Ahlf-Rempler fortgesetzt, und nicht, wie von einigen Kehlen gefordert, per Elfmeter für den CFC. 10 Essener gegen 11 Chemnitzer, geht da noch was !? Klar, denn in der 72. Minute "vergisst" die CFC-Abwehr bei einer RWE-Ecke den völlig freistehenden Schoof, welcher sich die Einladung zum munteren Scheibenschiessen nicht entgehen lässt und zum bitteren 1:3 vollstreckt. Und dies in Unterzahl ! Ein letztes Lebenszeichen setzten die Himmelblauen eine Viertelstunde vor Schluß, als Gillert einen Flachschuß ansetzt und der eingewechselte Torhüter Renno den Ball nach vorn prallen lässt. Taljevic steht goldrichtig und drückt das Leder über die Linie - allerdings steht zu diesem Zeitpunkt der Linienrichter schon mit erhobener Fahne da. Wütende Proteste im weiten Rund, da der Ball ganz klar vom Torwart kam - die Fernsehbilder zeigten später, daß Taljevic beim Schuß von Gillert höchstwahrscheinlich im passiven Abseits gestanden haben muß. Pech für den Club - da eine Passivstellung reine Ermessenssache des Schiedsrichtergespanns ist. Der CFC war nun "erlegt" und kassierte kurz vor Schluß noch das 1:4, als Schoof seinen zweiten Konter zum Abschluß brachte. Nach dem Schlußpfiff schlichen die Chemnitzer zu Recht mit hängenden Köpfen vom Platz, da an diesem Tag einfach mehr drin gewesen war.
Fazit: Der CFC hat gegen den cleveren Spitzenreiter aus Essen eine verdiente, aber trotzdem unnötige Heimniederlage kassiert. Für die potentiellen Heimzuschauer und möglichen Sponsoren war es der dritte betrübliche Heimauftritt in Folge - dies ist bedenklich und wenig erbaulich. Das Auftreten in den ersten 60 Minuten sollte jedoch Anlass und Mut geben, in den anstehenden 2 Auswärtsspielen die benötigten 3 Sicherheitspunkte gegen die rechnerische Abstiegsgefahr zu holen. Vielleicht spielt das Team ja dann im letzten Heimspiel gegen Schalkes Amateure endlich einmal befreit auf und kann somit erfreulichen Appetit auf die neue Saison unter das himmelblaue Völkchen streuen. Verdient hätten es beide - das Team, und auch die Fans.
Der CFC mußte wie bereits in Kiel auf seinen Abwehrchef Steffen Karl verzichten, und Urgestein "Uns Ulf" Mehlhorn durfte den Part des Liberos und Kapitäns übernehmen. Im CFC-Tor fiel Steffen Süssner durch sein weisses Flatterhemd auf - Schieri Bornhöft konnte sich sowohl nicht für das "Schwarze" und auch nicht das "Ersatzgraue" erwärmen, da ihm beides zu den in Schwarz spielenden Essenern zu ähnlich erschien. Später im Spiel durften sich die Fans auch noch ob vieler anderer Kleinlichkeiten und Wichtigkeiten des Herrn aus Bad Segeberg erfreuen. Vornehmlich in der ersten Halbzeit wußte der Spitzenreiter daraus Kapital zu schlagen, als vor allem Bilgin und Koen schlitzohrig jede Möglichkeit nutzten, Freistöße zu provozieren. Essen hatte insgesamt mehr vom Spiel und zeigte sich auch in der Bedienung des Spielgerätes einen Tick geschickter als die einheimischen Himmelblauen. Trotzdem gingen die zwei besten Tormöglichkeiten der ersten Halbzeit klar auf das CFC-Konto, als in der 22. Spielminute Rolleder die halbe RWE-Abwehr umkurvt und zum Glück für den verdutzten Keeper nur um Zentimeter am Pfosten vorbeischiesst. Taljevic, nur kurze Zeit später, hätte den Club in Führung bringen müssen, als er völlig frei halblinks vor Kirschstein auftaucht, den Ball aber nicht ins Tor, sondern in die Arme des Schlußmannes zirkelte. So blieb es zur Pause beim 0:0, da auf der einen Seite spielerische Überlegenheit nicht in Torgefahr und auf der anderen Seite Torgefahr nicht in zählbare Resultate umgesetzt wurden.
Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Yildirim setzt sich auf der rechten Seite durch und flankt scharf nach innen. Am langen Pfosten will Göhlert vor einem hinter ihm stehenden Essener klären, anstatt ins Aus flutscht die Kugel jedoch ins eigene Netz zum 0:1 für RWE ! Was für ein schlechter Auftakt zur 2.Halbzeit ! Aber der Club zeigte sich unbeeindruckt. Nur 6 Minuten später setzt sich Wächtler auf seiner Seite durch, flankt nach innen, wo Rolleder per Kopf auf Fillinger verlängert - und der U21-Spieler schiebt abgebrüht zum verdienten 1:1-Ausgleich ein. Jubel und Feierstimmung in der Südkurve - und die leise Hoffnung auf mehr. CFC-Coach Rohde wechselte nunmehr den flinken Prymula für Wächtler ein. Dies sollte sich als Fehlgriff erweisen, den etwas später spielt Prymula völlig unbedrängt einen bösen Fehlpass, welcher sich sofort zum gefährlichen Konter ausweitet. Im Endergebnis dessen läuft Koen auf den herausstürzenden Süssner zu, welcher das unnötige 1:2 letztlich auch nicht mehr verhindern kann. Einfach bitter !
Der Club drängte nun nach vorn und erspielte sich mehrere Ecken. Einen dieser Eckbälle pflückt sich Kirschstein herunter, wird dabei aber vom aufgerückten Ahlf angerempelt. Der Schiedsrichter pfeift, jedoch tritt der Essener Torhüter noch einmal böse gegen Ahlf nach. Konsequenz von Bornhöft: Rot für Kirschstein. Das Spiel wird nach dessen Verschwinden im Kabinentrakt - zurecht - mit dem Freistoß wegen dem Ahlf-Rempler fortgesetzt, und nicht, wie von einigen Kehlen gefordert, per Elfmeter für den CFC. 10 Essener gegen 11 Chemnitzer, geht da noch was !? Klar, denn in der 72. Minute "vergisst" die CFC-Abwehr bei einer RWE-Ecke den völlig freistehenden Schoof, welcher sich die Einladung zum munteren Scheibenschiessen nicht entgehen lässt und zum bitteren 1:3 vollstreckt. Und dies in Unterzahl ! Ein letztes Lebenszeichen setzten die Himmelblauen eine Viertelstunde vor Schluß, als Gillert einen Flachschuß ansetzt und der eingewechselte Torhüter Renno den Ball nach vorn prallen lässt. Taljevic steht goldrichtig und drückt das Leder über die Linie - allerdings steht zu diesem Zeitpunkt der Linienrichter schon mit erhobener Fahne da. Wütende Proteste im weiten Rund, da der Ball ganz klar vom Torwart kam - die Fernsehbilder zeigten später, daß Taljevic beim Schuß von Gillert höchstwahrscheinlich im passiven Abseits gestanden haben muß. Pech für den Club - da eine Passivstellung reine Ermessenssache des Schiedsrichtergespanns ist. Der CFC war nun "erlegt" und kassierte kurz vor Schluß noch das 1:4, als Schoof seinen zweiten Konter zum Abschluß brachte. Nach dem Schlußpfiff schlichen die Chemnitzer zu Recht mit hängenden Köpfen vom Platz, da an diesem Tag einfach mehr drin gewesen war.
Fazit: Der CFC hat gegen den cleveren Spitzenreiter aus Essen eine verdiente, aber trotzdem unnötige Heimniederlage kassiert. Für die potentiellen Heimzuschauer und möglichen Sponsoren war es der dritte betrübliche Heimauftritt in Folge - dies ist bedenklich und wenig erbaulich. Das Auftreten in den ersten 60 Minuten sollte jedoch Anlass und Mut geben, in den anstehenden 2 Auswärtsspielen die benötigten 3 Sicherheitspunkte gegen die rechnerische Abstiegsgefahr zu holen. Vielleicht spielt das Team ja dann im letzten Heimspiel gegen Schalkes Amateure endlich einmal befreit auf und kann somit erfreulichen Appetit auf die neue Saison unter das himmelblaue Völkchen streuen. Verdient hätten es beide - das Team, und auch die Fans.



