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23. Spieltag · Regionalliga Nordost
Chemnitzer FC
Wappen von Chemnitzer FC
vs.
Wappen von ZFC Meuselwitz
ZFC Meuselwitz
Sonntag, 23. Februar 2025, 14:00 UhrFischerwiese, Chemnitz

Sieglos-Serie gegen den ZFC beenden …

Von Timo Görner
… muss das Ziel für den Sonntag lauten. Zuletzt verließen wir gegen einen zuvor durchaus gut bespielten Gegner 3-mal den Platz als Verlierer. Es wird mal wieder Zeit für Zählbares gegen ein Urgestein der 4. Liga Nordost.

Die aktuelle Saison bislang:

Für den ZFC galt auch in dieser Spielzeit der vorzeitig gesicherte Ligaverbleib als das primäre Vorhaben. Die Chancen dafür stehen so schlecht nicht, bei derzeit 2 Absteigern sind es stattliche 8 Punkte auf den 17. aus Luckenwalde. Zum 15. als Abstiegsplatz im "Worst Case" auch noch ordentliche 7. Die Ost-Thüringer sind keine ausgesprochene Heimmacht, aber auswärts auch kein "Fallobst". Und wie in den Vorjahren sind die Rot-Weißen auch immer mal für eine Überraschung gut, müssen stets enorm ernst genommen werden.

Der Start dabei schwierig, ohne Sieg in 5 Spielen. Dem 2:2 in Luckenwalde folgten 3 Niederlagen mit 1:10 Toren beim BFC (0:4), Greifswald (0:3), gegen Chemie (1:3). Zehlendorf nahm im zweiten Heimauftritt auch 1 Zähler mit. Der CFC gab den Aufbaugegner beim letzten Spiel von Christian Tiffert als Coach. Wichtig für die Gastgeber, die an uns vorbeizogen auf 15. Start einer kleinen Serie von 4 Partien ohne Niederlage mit 10 Zähler. In Plauen reichte die erste Halbzeit (3:2), dazu wurde das "kleine Thüringen-Derby" gegen Erfurt (1:0) gewonnen. Eine der Überraschungen das 0:0 bei Altglienicke. Ende des Laufs mit 1:3 gegen Tabellenführer Lok.

Während wir im Tabellenkeller feststeckten, magere 6 Punkte aus 9 Spielen zeitigten, war die Lage auf der "Glaserkuppe" entspannt (10.) Bis zur Winterpause ein Negativtrend. 10 Punkte aus 9 Begegnungen wurden eingefahren. Licht und Schatten wechselten sich ab. Enorm wertvoll das 1:0 in Eilenburg in einem "6-Punkte-Spiel" um den Klassenerhalt, erfreulich die Heimsiege gegen die Berliner von Hertha BSC II (3:2), Viktoria (2:1). Solide 1:1 in Babelsberg. Lange Gesichter beim 0:3 gegen Jena, aber noch mehr zum Abschluss 2024 im Rückspiel gegen den FSV 63 (0:1). Dort sollte mit einem Sieg der Platz in der "Sorglos-Zone" zementiert werden.

Der Auftakt 2025 ordentlich mit 2 Remis, wenngleich die Mannschaft seit 6 Begegnungen sieglos ist. Gegen den BFC war man dran, zur Halbzeit 2:0. In Zehlendorf mit gleichem Ergebnis stand bis in die Schlussphase die Führung. 24:35 Tore legen die Finger auf die "mittelgroße Wunde" – die Defensive (14.). Die Offensive als elftbestes Team ist besser. Im eigenen Revier der Saldo ausgeglichen: 4 – 2 – 4. Auswärts stehen 2 Siege gegen 4 verlorene Duelle. Bemerkenswert: alle 6 Dreier wurden mit 1 Tor Unterschied erspielt. Im Landespokal steht der ZFC im Halbfinale, Gegner zu Hause mal wieder der FC Carl Zeiss am 22.03.2025.

Delegierungen seit dem Hinspiel:

Es gab keine Veränderungen. Passt zu den letzten Jahren mit relativ geringer Fluktuaktion, jedenfalls verglichen vor allem mit den Berliner Vereinen Viktoria, Hertha BSC II.

Die sportliche Leitung:

Georg-Martin Leopold (47) hat auch im Rückspiel das Sagen. Das in der 2. Saison. Sein Vertrag läuft noch bis 2026, die Vereinsführung ist sehr zufrieden mit ihm. Seine Pflichtspiel-Bilanz beim ZFC: 64 Spiele – 26 Spiele – 14 Remis – 24 Niederlagen bei 125:95 Toren. Mit 1,44 Punkten kann er den besten Schnitt eines Cheftrainers seit 2011 aufweisen, damals Damian Halata. Als Co-Trainer unterstützt seit Saisonstart Holm Pinder (53). Roman Linke (38) betreut die Torhüter, Enrico Scheil (49) fungiert seit über 8 Jahren als Mannschaftsleiter.

Das Spieler-Kollektiv:

Im Tor ist Lukas Sedlak (25) die klare Nr. 1, in der Liga nur 2-mal nicht im Kasten. Vertreten dort von Justin Fietz (22), bis 2017 übrigens in der CFC-Jugend. Dann zur U19 des FC Rot-Weiß Erfurt und 2021 zum ZFC. Einen dritten Torhüter haben die Gäste nicht, der Kader insgesamt ein sehr kleiner mit 20 Akteuren.

In der Abwehr dominiert die Viererkette. Bei den Innenverteidigern gelten Hendrik Wurr (29), Ben Keßler (22) vor Felix Rehder (22) und Leon Schmökel (22) als die wichtigsten Spieler. Rehder einer von mehreren Kickern im Team, die mal den Nachwuchs des FC Carl Zeiss Jena durchlaufen haben. Links gilt David Pfeil (23) als die feste Größe vor Fabian Raithel (29). Rechts setzen die Trainer in der Regel auf den Tschechen Jan Halasz (23/1). Sein einziger Torerfolg ja im Hinspiel. Gegen die "kleine Hertha" hieß der Abwehrverbund Halasz – Wurr – Raithel – Pfeil.

Im defensiven Mittelfeld haben Nils Schätzle (25/1) und Tim Kießling (26/2) das Vertrauen. Kapitän und Routinier René Eckardt (34) ist einer der "8er". Nach wie vor enorm wichtig für die Truppe, fiel 5-mal wegen Muskelfaserriss aus. Bislang noch ohne Torbeteiligung. Eine sehr gute Saison spielt Offensiv-Arbeiter Luca Bürger (28/1), Vize-Kapitän mit bemerkenswerten 7 Vorlagen. Die gleiche Aufgabe für Daniel Haubner (26/2), hatte 4-mal Anteil am Torjubel.

Im Angriff bleibt Florian Hansch (29) Eckpfeiler, ihm reichen seine 5 Treffer zum internen Spitzenplatz. Dazu kam in 5 Fällen die Vorarbeit für den Torschützen, was seinen Anteil an den insgesamt erzielten Treffern der Gäste auf knapp 42% setzt. Damit nur ganz schwer zu ersetzen. Dazu stände hier noch der Kosovare Lirim Hoxha (20) bereit, aber noch ohne Einsatz. Besetzt übrigens mittlerweile den Posten des Mittelstürmers. Rechtsaußen ist Johannes Pistol (23/4) auch ganz ordentlich unterwegs. Eine weitere Option auf dem Flügel Christoph Pauling (24/1). Linksaußen besetzt meist Tino Schmidt (31/1). Thomas Rotfuß (20) spielt noch keine Rolle.

Wie schon erwähnt hat der ZFC mit 20 Kickern den kleinsten Kader der Staffel, verkleinert von den 24 im Vorjahr. Chemie davor hat schon 3 mehr im Aufgebot. 25,8 Jahre im Schnitt liegen wiederum relativ deutlich über dem Liga Wert von 24,2. Älter sind nur Greifswald, der BFC und Chemie.

Einkaufsbilanz bis heute:

9 kamen neu dazu. Alle vor dem Start. Von denen konnten sich David Pfeil (Weiche 08 Flensburg), Hendrik Wurr (BAK), Jan Halasz (FK Pardubice B), Tim Kießling (Plauen), Tino Schmidt (Babelsberg) über weite Strecken als Stammkader etablieren.

Die anderen spielen (noch) keine oder keine wichtige Rolle. Daniel Haubner (Spvgg. Bayreuth) ist von diesen am besten dran.

Gesamtfazit: ganz gut.

Gewinner der Saison bislang:

Hendrik Wurr schafft mit dem Wechsel nach Meuselwitz den persönlichen Klassenerhalt und ist hier auch meistens in der Anfangsformation.

Krankenlager / Strafbank:

Linksverteidiger David Pfeil (23) fehlte zuletzt wegen einer Kopfverletzung.

Prognose:

Es sollte wieder für den vorzeitigen Klassenerhalt reichen, problematisch könnten für den kleinen Kader längere Ausfälle werden. Vor allem im Angriff, wenn Hansch oder Pistol fehlen. Tipp: Platz 13-14.

Bilanz gegen unseren Gegner:

17 Duelle gab es bislang. 9 Siege stehen auf unserer Habenseite, 4 beim ZFC. 35:14 Tore sind verbucht. Zu Hause heißt unser Saldo 5-4-1. Zuletzt hagelte es gleich 3 Niederlagen in Folge mit zweimal 0:1 in Ost-Thüringen und 1:2 am 27.04.2024. Das entscheidende Tor zum 1:2 von Florian Hansch, der gegen uns bereits 2 Tore und Vorlagen in 8 Spielen beisteuerte.

Das Umfeld / Wirtschaft/ Stimmung:

Es geht nach wie vor eher unaufgeregt zu um die aktuelle Nr. 3 Thüringens. Ambitionen auf die 3. Liga verbieten sich, es zählt, den Club in dieser immer stärkeren Regionalliga Nordost weiter stabil zu halten. Sportlich wie finanziell. Bei Letzterem gab es in den letzten Jahren eigentlich nichts zu vermelden, was Fans und Mitglieder in Panik versetzen konnte. Eher war es zuweilen die Unzufriedenheit mit sportlichen Tiefschlägen. Wo man sich aber immer wieder berappeln konnte. So bleibt der ZFC einer der wenig kleineren Vereine dieser Liga, die aus der "alten Garde" übrig blieben. Bischofswerda, Neugersdorf, Auerbach, Bautzen, Neugersdorf, Halberstadt z. B. spielen mittlerweile Oberliga oder tiefer. Die Rot-Weißen halten die Spielklasse seit mittlerweile 15 Jahren. Darauf kann man mit Recht stolz sein.

Aktuell begeistern sich 978 zahlende Fußballfreunde im Schnitt für die Heimspiele auf der "Glaserkuppe". Ein ganz kleiner Anstieg zu den 938 aus dem Vorjahr. Mehr im Vergleich zu 669 aus 2022/2023. Den besten Zuspruch gab es gegen die beiden Leipziger Vereine. Lok lockte 1.950 an, Chemie zum Saisonauftakt 1.821. Insgesamt 5-mal wurde es vierstellig. Etwas enttäuschend die 1. 1.056 gegen Jena und 1.054 beim Gastspiel der Erfurter. Das konnte der CFC mit 1.333 toppen. Damit sind im Grunde schon alle richtigen potentiellen "Kassenschlager" zu Gast gewesen. Gegen Ende kommen dann noch mal der Hallesche FC und FSV Zwickau, die "Schwäne" sollten wohl die 2.000 noch mal knacken. 5 Hauptsponsoren bilden die oberste Ebene an der Marketing-Front, voran das Unternehmen von Vereinschef Hubert Wolf. Auf den Trikots werben ein IT-Händler und eine Bank. Darunter kommen mehrere Co-Sponsoren und eine Vielzahl von Partnersponsoren mit kleineren Firmen und Einrichtungen. Fast alle bereits seit mehreren Jahren verlässliche Partner. Kontinuität auch in der Führung. Hubert Wolf und Holm Pinder als Vize stehen auf der Kapitänsbrücke.

Die Tabellenverläufe

Chemnitzer FCZFC Meuselwitz
9.Chemnitzer FC12.ZFC Meuselwitz

Tabellenverlauf wird geladen.

AufstiegsrelegationAbstiegsplätze

Der Vergleich

Chemnitzer FC
gegen
ZFC Meuselwitz
9
Platz
12
27
Punkte
24
20
Spiele
20
1,4
Punkte pro Spiel
1,2
7 (35,0%)
Siege
6 (30,0%)
7 (35,0%)
Niederlagen
8 (40,0%)
16:13
Tore
24:35
0,8:0,7
Tore pro Spiel
1,2:1,8

Form und Bestwerte

2:0 gegen FSV 63 Luckenwalde (A), 1. FC Lok Leipzig (A), FC Viktoria 1889 Berlin (A)
Höchster Sieg
3:2 gegen VFC Plauen (A), Hertha BSC Berlin II (H)
Höchste Niederlage
0:4 gegen BFC Dynamo (A)
Letzte fünf Spiele
NUUSU
2 Remis in Folge
2 Spiele in Folge ungeschlagen
3 Spiele in Folge ohne Sieg
Aktuelle Serien
4 Spiele in Folge ungeschlagen

Bilanz gegen ZFC Meuselwitz

Alle Spiele aus CFC-Sicht

Spiele17
Siege9
Unentschieden4
Niederlagen4
Tore CFC:Gegner35:15
Neutralausgeglichene Bilanz

Rückblick auf die letzten 3 Spiele