Noch wenig himmelblaue Kunst auf Kunstrasen - CFC unterliegt dem VfB Auerbach 0:2

17.01.2004, 22:53 Uhr | 878 Aufrufe
Nur selten musste der VfB-Tormann Paraden zeigen. Ungemütlich war es auf dem Auerbacher Kunstrasenplatz - der eisige Wind hatte auf der Anhöhe beste Bedingungen um die ca. 200 Zuschauern (davon etwa 30 Chemnitzer) frösteln zu lassen - ungemütlich wurde es auch für die Fußballer vom Chemnitzer FC. Am heutigen Samstag absolvierten sie ihr erstes Testspiel der Winterpause und unterlagen dem Oberligisten VfB Auerbach mit 0:2.
Kurzfristig war die Partie auf den Kunstrasenplatz an der Diesterweg-Schule verlegt worden, nicht allen Chemnitzer Anhänger war das bekannt und so trudelten einige erst mit dem Anstoß ein. Trainer Frank Rohde verzichtete zunächst auf die Dienste der Neuzugänge Tajevic und Oeiras. Im wesentlichen spielte die Stammelf der Herbstserie, nur Simic und Gillert standen für Biermann und Teichmann auf dem teilweise schneebedeckten "Kunst-Grün".
Unter den Augen des Trainers: Göhli kämpft.Man merkte schnell, dass die Chemnitzer erst 4 Tage im Training stehen, der VfB Auerbach dagegen in 2 Wochen schon wieder in den Punktspielbetrieb einsteigt. Beim CFC lief vieles nicht flüssig, besonders Tino Wächtler tat sich mit Fehlpässen hervor. Sein Kollege Steffen Karl meinte kurz vor der Halbzeit nur frustriert: "Wächt, das ist doch nicht normal!"
Zu diesem Zeitpunkt führten die Vogtländer bereits 2:0. Kunze schob nach einer Ecke freistehend ein. Eigentlich hätte es schon unmittelbar vor dieser Ecke klingeln müssen, aber Auerbach vormochte bei einem Strafraumgestocher den Ball nicht in leere Tor zu bugsieren.
Beim 2:0 schlief die komplette Chemnitzer Hintermannschaft, Stabenov hatte freie Bahn und konnte sich den schönsten Platz im Tor für den Ball aussuchen.
Dieses Resultat war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient. Vom CFC waren außer bei Chancen von Wächtler (10.) und Meissner (18.) im Angriff nicht viel zu sehen. Die Vogtländer dagegen entzückten ihre leidenschaftliche Anhängerschaft mit so manch schöner Kombination.

In der kurzen Pause wechselte der Chemnitzer Übungsleiter dann kräftig durch. Unter anderem durften nun die Neuerwerbungen erstmals unter freiem Himmel ihr Können unter Beweis stellen. Claudio Oeiras konnte sich jedoch noch nicht recht hervor tun. Außer einem zu unplatzierten Schuss (52.) war nicht viel von ihm zusehen. Aber ihm fehlte wohl neben der Eingespieltheit auch die nötigen Vorlagen aus dem Mittelfeld.
Vorbei: Freistoß von Taljevic.Dagegen zeigte Ifet Taljevic, dass er genau der Spieler ist, der dem CFC bisher gefehlt hat. Unermüdlich wuselte er in der Offensive und provozierte seine Gegenspieler immer wieder mit geschickten Tricks zu Foulspielen an ihm. Ein herausgeholter Freistoß - von ihm selbst getreten - verfehlte das Tor nur, weil ein Auerbacher Kopf noch dazwischen war (53.). Insgesamt konnte Ifet Taljevic aber auch nur bewegen, dass der CFC im zweiten Durchgang offensiv besser agiert, als noch in Halbzeit 1. Zum Torerfolg reichte es nicht.

Doch letztlich war das Ergebnis eh zweitrangig. CFC-Trainer Frank Rohde war nur wichtig, dass seine Schützlinge spielen konnten. "Wir haben natürlich Probleme gehabt.", resümierte Rohde. "Aber die Spieler sind diese Woche auch ein paar Kilometer gelaufen.", erklärte er diese mit einem leichten Schmunzeln. Doch eines ärgerte den Trainer: "Solche Gegentore dürfen wir trotzdem nicht bekommen.".
Aber, Schwamm drüber. Noch sind sechs Wochen Zeit auch diese Fehler abzustellen. Und vielleicht sieht schon am Mittwoch beim FC Carl-Zeiss-Jena die Welt bzw. das Ergebnis schon wieder viel besser aus.

Statistik

Chemnitzer FC - VfB Auerbach 0:2
Aufstellung CFC: Süssner - Karl (46. Mehlhorn) - Ahlf (46. Teichmann), Gillert (60. Ahlf) - Wächtler (46. Prymula), Schindler (46. Taljevic), Zivic, Göhlert, Simic (46. Meyer) - Rolleder (46. Arzt), Meissner (46. Oeiras)
Tore: 1:0 Kunze (22.), 2:0 Stabenov (32.)
Zuschauer: Ca. 200 auf dem Kunstrasenplatz an der Diesterweg-Schule, Auerbach


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