CFC siegt mit 12:1 in Frankes Geburtsort Mülsen/St. Jacob

06.06.2008, 20:35 Uhr | 638 Aufrufe
Für den scheidenden CFC-Coach Christoph Franke hat sich mit diesem Freundschaftsspiel eine Art Lebenskreislauf geschlossen. Der hochgeschätzte Fußballlehrer hat am 20.12.1944 in Mülsen/St.Jacob das Licht der Welt erblickt und absolvierte dort als junger Fußballer seine ersten Übungseinheiten mit dem runden Leder. Sein Jugendverein hieß damals allerdings noch 'BSG Martin Hoop Mülsen'. Von dort wechselte Franke als 16-jähriger erst ins nahe Zwickau, von dort 2 Jahre später zum 1.FC Lok Leipzig, und fand 1969 mit dem FCK endlich den einzig wahren Verein in Sachsen, dem er bis 2001 angehörte. Das heutige Spiel war somit eine letzte Hommage an das himmelblaue Urgestein und den zukünftigen Hasen-Fachmann Christoph Franke.

Christoph Franke kehrte zu seinen Wurzeln in Mülsen/St.Jacob zurückDer Club trat mit nahezu voller Kapelle in der - aufgrund der vielen Ortsteile - längsten und größten Gemeinde Sachsens an. Lediglich Schlosser (Verletzung am Oberschenkel) und Adamu (schon im Heimaturlaub) fehlten in der Aufstellung. Das schlußendliche 1:12 hört sich zwar nach einer klaren und eindeutigen Angelegenheit an, aber der aufmerksame Beobachter wußte zu registrieren, daß der Kreisligist aus Westsachsen mehr Power zu bieten hatte, als der Post SV am Mittwoch aus derselben Spielklasse (Kreisliga A). Sommerfeldt holte sich im CFC-Kasten keineswegs einen Sonnenbrand, sondern mußte desöfteren auf der Hut sein (49. und 50.). Der Ehrentreffer der Mülsener zum 1:10 (82.) fiel zwar unter tatkräftiger und gewollter Mithilfe des CFC, aber irgendwie war er nicht mal unverdient. Ganz klar, daß Torschütze Liebig unter seinen Mannen wohl eine Kiste Bier spendieren durfte. Ähnliches auch beim Club - Bachmann trug zum ersten Mal die Kapitänsbinde, und diese Ehre wird in Chemnitzer Kreisen mit einer Kiste Bier begossen, wie ein himmelblauer Kicker am Spielfeldrand versicherte. Das nach der Auswechslung von Bachmann ausgerechnet auch noch Klömich den Ärmelstreifen übernahm, ließ auf großen Durst der Truppe vor dem verdienten Urlaub schließen.

Den netten Ballsport verfolgten leider nur ca. 300 Zuschauer, darunter eine Handvoll himmelblauer Immerda-Gesichter. Vielleicht hätte man in der längsten und größten Gemeinde Sachsens die Schnitzeljagd nach dem Sportplatz nicht durch zusätzliche Umleitungen erschweren sollen. Die Bastelaufgabe, die acht verschiedennamigen Ortsteile Mülsens zu finden, wäre anspruchsvoll genug gewesen. Die Schikane, den Ortsteil Mülsen/St.Niclas komplett zu sperren, und die Umleitung über die Ex-Buga-Stadt Lichtenstein zu schleusen, hat den Jugendverein von Christoph Franke grob geschätzte 200 reisefreudige Zuschauer gekostet, die auf den weiten Fluren vor der Gemeinde Mülsen weiße Flaggen gehißt hatten und vom DRK und dem Malteser Hilfsdienst hoffentlich gut versorgt wurden. Es bleibt zu hoffen, daß alle verlorengegangenen Chemnitzer zum Regio-Start am 15. August wieder rechtzeitig auf der Matte stehen...

Statistik zum Spiel:

Torfolge: 0:1 Bachmann (5.), 0:2 Colditz (6./Eigentor), 0:3 Schimmel (20.), 0:4 Sonnenberg (38.), 0:5 Kellig (50.), 0:6 Kellig (53.), 0:7 Kellig (59.). 0:8 Schumann (60.), 0:9 Großmann (67.), 0:10 Reinhardt (79.), 1:10 Liebig (82.), 1:11 Klömich (86.), 1:12 Bachmann (87.)

CFC-Aufstellung: Sommerfeldt - Schimmel, Thönelt, Reinhardt, Kuhnert - Boltze (78. Bachmann), Schumann, Großmann, Bachmann (61. Klömich) - Sonnenberg, Kellig

Zuschauer: ca. 300

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