DFB erwartet Stellungnahme vom Chemnitzer FC

09.12.2011, 18:35 Uhr | 1006 Aufrufe
DFB-LogoAls geneigter Fan des Chemnitzer FC wird man kaum etwas davon mitbekommen haben, was sich am letzten Wochenende beim Heimspiel gegen Burghausen am Gästeblock ereignet haben soll. Sowohl vor als auch nach dem Spiel soll es wilde Szenen zwischen den Fans aus Burghausen, der Chemnitzer Security und der Polizei gegeben haben. Bekannt wurden die Vorfälle im Wesentlichen durch eine Stellungnahme der Wacker-Fanszene, welche am Dienstag im Internet verbreitet wurde. Mittlerweile haben sich die Medien fleißig der Sache angenommen und auch in Frankfurt beim DFB ist man hellhörig geworden. Die hohen Herren erwarten vom CFC mittlerweile eine Stellungnahme zu den Geschehnissen hinter dem Block 2. Bei der Nachrichtenagentur dpa heißt es wörtlich: "Die DFB-Sicherheitsabteilung holt sich in Abstimmung mit Chemnitz eine Stellungnahme ein. Die wird an den DFB-Kontrollausschuss weitergeleitet, der über ein Ermittlungsverfahren entscheidet."

Die Fans von Wacker Burghausen erheben in ihrer verbreiteten Stellungnahme schwere Vorwürfe gegen das Ordnungspersonal des CFC und die nach dem Spiel mit involvierte Beweis- und Festnahmeeinheit der Sächsischen Polizei. Demzufolge wurden die Gästefans bedroht, geschlagen und teils erheblich verletzt (ausgeschlagene Zähne, Nasenbeinbruch). Unter den Wacker-Fans soll es insgesamt 16 Verletzte gegeben haben, darunter auch der Fanbeauftragte von Burghausen. Nach bayerischer Lesart soll sich der Zoff an einer Zaunfahne gegen Polizeigewalt aufgeschaukelt haben, die das Ordnungspersonal nicht mit ins Stadion lassen wollte. Nach dem Spiel sei die Situation beim Verlassen des Gästeblocks eskaliert, weil die Polizei und die Ordner die Gästefans zur Personalienfeststellung zu einem Trichter zusammendrängten und alle zum Hinlegen aufforderten.

Aus einer gänzlich anderen Perspektive schildert das Chemnitzer Ordnungspersonal die Situation. So sollen die Gäste aus Oberbayern bereits beim Einlass die CFC-Ordner mit massiven Anti-Ossi-Sprüchen beleidigt haben. Den Anweisungen des Ordnungspersonals habe man sich nicht nur widersetzt, sondern man habe sich durch die Unterzahlsituation der Ordner (4 Männer, 2 Frauen) unkontrolliert Zutritt zum Stadion verschafft. Dabei wären auch "Mützen" ins Stadion gelangt, die sich bei näherer Betrachtung als Sturmhauben entpuppten. Auch zu der Behauptung der Wacker-Fans, daß bei den Tumulten nach dem Spiel eine schwangere Frau geschlagen worden sei, findet sich eine plausible Erklärung: Die entsprechende Person hätte sich vermummt an dem Getümmel nach dem Spiel beteiligt und ist so in die körperlichen Auseinandersetzungen mit hineingeraten.

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