Das ist die neue dritte Liga 2019/2020

23.07.2019, 10:19 Uhr | 8137 Aufrufe
Am Freitag startete sie in ihre 11. Saison, die dritte Fussball-Bundesliga in denen zwei ehemalige Himmelblaue die Rekorde halten. Tim Danneberg, mittlerweile Co-Trainer beim letztjährigen Drittligameister Osnabrück ist mit 332 Einsätzen Rekordspieler und Anton Fink, ebenfalls Aufsteiger in der vergangenen Saison mit Karlsruhe, Rekordtorschütze mit 136 Treffern. Die Liga ist prominent besetzt. Knapp die Hälfte aller Mannschaften war schon mal Meister und / oder Pokalsieger in der DDR oder Bundesrepublik. Das sind ähnlich viel wie in der 2. Bundesliga!

Die Drittligakarte der Saison 2019/2020Für den CFC ist es die mittlerweile 8. Saison in dieser Liga. Die Himmelblauen konnten in der Regionalliga Nordost-Staffel ebenso direkt aufsteigen wie der Gegner am 1. Spieltag, Waldhof Mannheim. Die Waldhöfer setzten sich souverän in der Südwest-Staffel gegen Teams wie Saarbrücken oder Homburg durch. Angeführt werden sie vom ehemaligen CFC-Spieler Kevin Conrad. Mit Marcel Hofrath hat Mannheim einen zweiten Spieler mit himmelblauen Background in seinen Reihen. Gegen Mannheim hat der CFC einiges gut zu machen. Noch nie, bei 17 Aufeinandertreffen, gelang dem Club ein Sieg. Die letzten Aufeinandertreffen gab es in der Saison 2000 / 2001. Beide Spiele gingen 0:0 aus.

Einen stadtinternen Tausch der Ligen gab es in Köln. Während die Fortuna runtermußte, stieg Viktoria Köln als Meister der Regionalliga West auf. Für die Viktoria, die im kleinsten Stadion der Liga spielt (Sportpark Höhenberg - 10.001 Zuschauer), ist es die erste Berührung mit dem Profifußball. Zur neuen Saison wird die Viktoria von Pavel Dotchev trainiert.

Im Duell der zweiten Mannschaften setzte sich der FC Bayern II (RL Bayern) gegen den VfL Wolfsburg II durch. Die Bayern haben mit Abstand den jüngsten und gleichzeitig wertvollsten Kader der 3. Liga. Sie spielen, wie auch Stadtkonkurrent 1860 München im Grünwalder Stadion. Bei den Münchner Löwen steht mit Marcus Ziereis einer der unvergessenen Pokalhelden von 2014 gegen Mainz im Kader. Das Münchner Trio komplettiert die Spielvereinigung Unterhaching bei denen unser ehemaliger Kapitän Marc Endres seit unserem Abstieg 2018 kickt. Unterhaching sorgte jüngst für Schlagzeilen, da sie als zweite Mannschaft nach Borussia Dortmund an die Börse gingen.

Aus Bayern kommt weiterhin der FC Ingolstadt. Nach Jahren in der Bundesliga und dann der 2. Bundesliga ging es für die Ingolstädter in der vergangenen Saison abwärts in die 3. Liga, nachdem man sich in der Relegation Drittligadritten Wehen Wiesbaden geschlagen geben musste. Gegen die Himmelblauen gab es in der Historie noch kein Spiel, so dass der Audi-Sportpark aus groundtechnischen Gründen sicherlich eine Reise wert ist.
Der fünfte bayrische Vertreter sind die Würzburger Kickers. Auch hier gab es bei insgesamt 4 Aufeinandertreffen noch keinen Sieg der Himmelblauen.

Lange mit dem Aufstieg geliebäugelt hatte in der vergangenen Saison der Hallescher FC. Am Ende kamen die Hallenser auf dem undankbaren 4. Tabellenplatz ein. Gegen die von Torsten Ziegner trainierten Hallenser hat der CFC insgesamt eine positive Bilanz. Selbst in der Abstiegssaison konnte der Club in Halle gewinnen und spielte zu Hause 1:1. Vier ehemalige Chemnitzer tragen nun das rot-weisse Trikot, neben Björn Jopek und Dennis Mast sind es auch die himmelblauen Eigengewächse Florian Hansch und Sebastian Mai.
Fast schon traditionell (warum eigentlich?!) das letzte Spiel hat der CFC gegen den FC Hansa Rostock. Was wiederum bedeutet, dass das Auswärtsspiel an der Küste im Dezember kurz vor Weihnachten stattfindet. Gern hätte man auch mal im Sommer in Rostock vorbeigeschaut. Gegen den letzten DDR-Meister hat der Club eine positive Bilanz. Nach einem 1:1 am 12. Mai 2018 stieg der CFC in die Regionalliga ab.
Einmal hoch und wieder runter ging es für den 1. FC Magdeburg. Mit Philipp Türpitz ging zwar einer der Aufstiegshelden von Bord, dafür wurde beispielsweise ein Christian Beck gehalten. Trotz vieler Abgänge dürfte der sofortige Wiederaufstieg das Ziel an der Elbe sein.

Hauptsache Klassenerhalt dürfte es beim FC Carl-Zeiss Jena heissen. Lange sah man in der vergangenen Saison an den Kernbergen wie der sichere Absteiger aus, dann wurde im Schlußspurt u.a. Absteiger Cottbus noch hinter sich gelassen.
Der erste über dem Strich, punktgleich mit Cottbus war Eintracht Braunschweig. Im letzten Spiel rettete sie ein 1:1 gegen die Lausitzer vor dem Abstieg. Es wäre für den bundesdeutschen Meister von 1967 nach dem Erstligajahr 2017 ein Fall ins Bodenlose gewesen. So hofft man in Braunschweig auf bessere Zeiten. Bei den Trainern gilt die Eintracht sogar als Favorit auf den Aufstieg.

Mit dem MSV Duisburg und dem KFC Uerdingen kommen zwei Mannschaften aus dem Ruhrgebiet. Beide Vereine spielten lange in der Bundesliga (Duisburg 28 Spielzeiten, Uerdingen 15 Jahre). Während es für Uerdingen um den Klassenerhalt gehen dürfte, schielen die Zebras nach oben. Etwas schade ist, dass die Grotenburg, eigentliche Heimat von Uerdingen aktuell saniert wird und deshalb der KFC nach Düsseldorf ausweicht. Fanden in der Grotenburg doch legendäre Spiele statt, beispielsweise einst im Europacup gegen Dynamo Dresden… Bei Uerdingen im Kader steht mit Kevin Großkreutz ein ehemaliger Weltmeister von 2014 und mit Daniel Bitroff auch ein ehemaliger Spieler der Himmelblauen.

Selten eine Reise wert war die Reise zum SC Preussen Münster. Hier steht nur ein einziger Sieg auf der Habenseite, dafür gab's 9 Pleiten. Ähnlich "verbesserungswürdig" sieht es bei Gastspielen in Meppen aus. Hier gab es bei 5 Auftritten genauso oft auf die Mütze. Mit 590 Kilometern ist die Fahrt nach Meppen im Übrigen die weiteste Auswärtsfahrt. Da wären Punkte im Gepäck auch mal ganz schick.

Zum Andrea Berg-Club SG Sonnenhof Grossaspach geht es auch dieses Jahr, nachdem die Sportgemeinschaft haarscharf dem Abstieg entkommen ist. Ein gewisser Timo Röttger spielt da übrigens immer noch.

Das kürzeste Auswärtsspiel führt den CFC zum Sachsenderby zum FSV Zwickau. Die Muldestädter haben sich mittlerweile in der 3. Liga etabliert. Was Ihnen allerdings im Sachsenpokalfinale bekanntlich wenig nutzte. Toni Wachsmuth ist in Zwickau mittlerweile Sportdirektor, dafür dürften wir dann mit Julius Reinhardt und Ronny König (letzte Saison 11 Treffer) alte Bekannte auf dem Rasen treffen.

Das Highlight der Saison dürfte für die Meisten die Reise zum Betzenberg zum 1. FC Kaiserslautern werden, die Anfang April ansteht (508 Kilometer). Gegen Lautern haben die Himmelblauen noch nie gekickt. In den legendären Betzenberg passen knapp 50.000 Zuschauer. Seit dieser Saison ein "Roter Teufel" ist übrigens Jannik Bachmann, der aus Würzburg kam.

Surftipps:
» Links zu unseren Ligakonkurrenten
» Die himmelblaue Bilanz gegen unsere Gegner

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