MV2019: Vorstellung der Kandidaten für den AUFSICHTSRAT

19.08.2019, 06:50 Uhr | 2274 Aufrufe
Die wichtigste Aufgabe auf der Mitgliederversammlung am kommenden Montag ist die Wahl eines neuen Aufsichtsrates. Dies erfolgt satzungsgemäß zunächst als Liste und falls es keine absolute Mehrheit geben sollte, dann als Einzelwahl. Der Aufsichtsrat sollte lt. Satzung zwischen 5 und 7 Mitgliedern haben, mindestens drei sind notwendig.

Von den Kandidaten können nur Norman Löster und Annette Neuerburg als unabhängig angesehen werden. Norman Löster, Spezialist für Insolvenzrecht, war Teil des letzten Aufsichtsrates, der im Streit mit dem Insolvenzverwalter im März seinen Rücktritt erklärt hatte. Annette Neuerburg hatte in der Satzungskomission mitgearbeitet und ist Teil des Notvorstandes, der die Mitgliederversammlung organisiert hatte.

Tino Kermer ist kaufmännischer Leiter der KPM-Bau-Gruppe und damit Vertreter des langjährigen CFC-Sponsors KPM Bau. Sein Vater Gunter Kermer war viele Jahre im Aufsichtsrat des CFC tätig.

Zu den Vertretern der Investoren zählen die beiden Unternehmer Olaf Pönisch und Knut Müller.

Frau Kathrin Jost und Frau Doreen Pfeifer sind Vertreter der einflussreichen Investoren der "CFC Fussball GmbH" Polster-Catering und Getränke-Pfeifer.

Im Folgenden stellen wir die Kandidaten für den Aufsichtsrat näher vor.


Norman LösterNorman Löster
(Jahrgang 1986, Wirtschaftsjurist, Vorstand Förderverein für Jugend, Sport und Soziales e.V., Mitglied seit 2011)

Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Norman Löster: Als gebürtiger Karl-Marx-Städter bin ich mit dem Chemnitzer Fußballclub, welcher mich seit nunmehr über drei Jahrzehnten prägt, aufgewachsen. Das CFC-Gen wurde mir bereits in die Wiege gelegt, selbst mein Kindergarten am Zeisigwald lag in unmittelbarer Nähe zum Stadion an der Gellertstraße. Ich erinnere mich sehr gerne an die ersten Heimspiele mit meinem Vater auf der „Fischerwiese“ zurück. Daraus entwickelte sich eine starke Beziehung zum Verein. Darüber hinaus identifiziere ich mich mit der Region und bin Fan von der herausragenden Nachwuchsarbeit unserer Himmelblauen.

Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Norman Löster: Ich bin schwerpunktmäßig auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts tätig, welches die Bereiche der für den Aufsichtsrat bedeutenden Themen Recht, Politik und Betriebswirtschaft tangiert. Durch meine akademische Ausbildung besitze ich das erforderliche juristische und betriebswirtschaftliche Verständnis und die fachlichen Voraussetzungen, den Vorstand eines Vereins zu beaufsichtigen. Ferner verfüge ich bereits über qualifizierte Gremienerfahrung. Als Vertreter des FöV für Jugend, Sport und Soziales e.V. möchte ich die Interessen des Nachwuchsleistungszentrums im Aufsichtsrat vertreten.

Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Norman Löster: Oberste Priorität hat es, den Fortbestand des Nachwuchsleistungszentrums und die Zukunftsfähigkeit des Chemnitzer FC e.V. zu sichern. Kommunikation zwischen Mitgliedern, Frauen- und Nachwuchsbereich sowie Förderern, Gesellschaftern und Vertretern der CFC Fußball GmbH ist mir besonders wichtig. Ein vertrauensvolles Miteinander soll hierbei die Basis für eine gesunde und lösungsorientierte Kommunikationskultur bilden.

Wie stehen Sie zum Erhalt des Nachwuchsleistungszentrum unter dem Dach des Chemnitzer FC e.V.?

Norman Löster: Die Nachwuchsausbildung stellt das Fundament und die sportliche Zukunft des Vereins dar. Es ist folglich von außerordentlicher Bedeutung, die Interessen des Nachwuchses und des Chemnitzer FC e.V. nachhaltig zu vertreten und für den Erhalt des Nachwuchsleistungszentrums innerhalb des eingetragenen Vereins zu kämpfen sowie den Fortbestand des Spielbetriebes dauerhaft zu sichern.

In den letzten Tagen wurden Informationen bekannt, dass es Pläne gibt, den Chemnitzer FC e.V. zu liquidieren und durch ein investorenbestimmtes Vereinskonstrukt zu ersetzen. Wie stehen Sie zu solchen Plänen?

Norman Löster: Über Pläne zur Liquidation ist der Insolvenzverwalter der maßgebliche Ansprechpartner. Einen Verkauf aller Vermögensgegenstände des Vereins und eine damit mögliche Löschung des Chemnitzer FC e.V. aus dem Vereinsregister wäre entsetzlich. Ein Ersetzen durch ein investorenbestimmtes Vereinskonstrukt halte ich für sehr fragwürdig. Die Unterstützung eines solchen Szenarios wäre für mich persönlich nicht tragfähig. Des Weiteren ist die „50+1 Regel“ zwingend einzuhalten und darf keinesfalls ausgehöhlt werden.

Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Klaus Siemon vor?

Norman Löster: Für den insolvenzbefangenen Teil des Chemnitzer FC e.V. hat der Insolvenzverwalter die Verantwortung. Für die Aufgaben des insolvenzfreien Bereichs und für darüber hinausgehende Mitwirkungspflichten biete ich jederzeit meine Mithilfe und Gesprächsbereitschaft gegenüber allen Personen an.

Aufgrund der Ereignisse der letzten Tage und Wochen gibt es beim Spiel gegen Magdeburg einen Boykott der aktiven Fanszene. In einem Flyer wird u.a. die Wahrung von 50+1, auch bei der Besetzung der Gremien sowie Respekt gegenüber den Fan- und Mitgliederinteressen gefordert.
Wie stehen Sie dem Protest der aktiven Fans gegenüber und was werden Sie als Gremienmitglied des Chemnitzer FC e.V. tun, dass die Fan- und Mitgliederinteressen gewahrt werden?


Norman Löster: Der Fußball bedeutet Emotionen, Leidenschaft und Fair Play. Das ist die Basis für stimmungsvolle Atmosphäre in den Stadien. Proteste sollten daher immer zum Anlass genommen werden, um Gespräche zu führen und unter Abwägung aller Interessen gemeinsame Lösungen zu suchen und Synergien zu nutzen. Dazu gehören nicht nur regelmäßige Dialoge oder das Respektieren von Faninteressen. Um wirkungsvolle Maßnahmen zu erzielen und zu einem positiven Vereinsleben beizutragen, müssen die Mitgliederrechte gewahrt werden. Das Rezept zur Konfliktlösung heißt: Bedürfnisse zusammenbringen.


Annette NeuerburgAnnette Neuerburg
(Rechtsanwältin, Jahrgang 1966, Mitglied seit Saison 2016/17)

Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Annette Neuerburg: Die Verbindung zum CFC ist anlässlich einer Visitenkartenparty bei Büroland entstanden. Dort habe ich bei einer Auktion ein unterschriebenes Mannschaftstrikot plus zwei Karten für ein CFC-Spiel gegen Mönchengladbach ersteigert. Danach sind wir als Kanzlei Sponsor des CFC gewesen.

Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Annette Neuerburg: Wie bekannt, hatte ich mich ja bereit erklärt, im gerichtlich bestellten Vorstand des Vereins mitzuwirken. Ziel war und ist die Durchführung der Mitgliederversammlung, um die satzungsgemäßen Rechte der Mitglieder zu wahren. Der Verein braucht auch oder gerade in der Insolvenz handlungsfähige Gremien. Die Motivation für die Rechte der Mitglieder und den Fortbestand des CFC als Verein einzutreten, hat mich bewogen, auch als Aufsichtsrätin zu kandidieren.

Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden? Wie stehen Sie zum Erhalt des Nachwuchsleistungszentrum unter dem Dach des Chemnitzer FC e.V.?

Annette Neuerburg: Die wichtigste Aufgabe wird sein, den Fortbestand des Vereines und des NWLZ unter dem Dach des Vereines zu sichern.

In den letzten Tagen wurden Informationen bekannt, dass es Pläne gibt, den Chemnitzer FC e.V. zu liquidieren und durch ein investorenbestimmtes Vereinskonstrukt zu ersetzen. Wie stehen Sie zu solchen Plänen?

Annette Neuerburg:Einen Plan den CFC e. V. zu ersetzen, kenne ich nicht. Hier gehe ich derzeit davon aus, dass die Chemnitzer Gesellschafter zu ihrem Wort stehen, dass NWLZ unter dem Dach des Vereins und damit naturgemäß auch unseren Verein fortzuführen.

Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Klaus Siemon vor?

Annette Neuerburg: Da es bis jetzt in die Richtung des gerichtlich bestellten Vorstandes seitens des Insolvenzverwalters Siemon selbst auf bloße Anfragen mit gerichtlichen Schritten, Schadensersatz u. ä. gedroht wurde, bin ich für meine Person zwar skeptisch, aber letztlich geht es nicht um Personen, sondern um den Verein.


Tino KermerTino Kermer
(kfm. Leiter der KPM-Bau-Gruppe, Jahrgang 1982, Mitglied seit 2010)

Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Tino Kermer: Ich bin gebürtiger Karl-Marx-Städter und gehe seit rund 30 Jahren zum CFC/FCK. Und das als Fan, beim Sichtungstraining des FCK haben meine fußballerischen Fähigkeiten leider nicht ganz ausgereicht. ;) Seit 2004 bin ich Mitglied beim CFC-Fanclub Clubsurfer, mittlerweile ist meine Fanclubheimat eher im Umfeld des Fanclubs "Chemnitzer Emigranten" verortet. Die KPM-Bau GmbH, bei der ich Gesellschafter und Angestellter bin, ist zudem seit mehr als 20 Jahren Sponsor beim Club. In all den Jahren gab es beim CFC ein stetiges Auf und Ab, aber die unzähligen Erlebnisse und die Fans, mit denen ich diese gemeinsam unternehmen durfte, haben meine emotionale Bindung zum Verein gestärkt, so dass sie auch unter der aktuell außerordentlich schwierigen Situation des Vereins nicht leidet.

Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Tino Kermer: Ich bin der Überzeugung, dass der CFC wieder auf gesunde Füße gestellt und in ruhiges Fahrwasser geführt werden kann, hierzu möchte ich durch meine Mitarbeit in diesem Gremium beitragen.

Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Tino Kermer: Die wichtigste Aufgabe des Aufsichtsrates wird die Wiederherstellung der ehrenamtlichen Strukturen des CFC sein. Um die Zukunft des CFC zu sichern müssen alle, also Fans, Mitglieder, Sponsoren, Gesellschafter und Gremien eine gemeinsame Linie finden und an einem Strang ziehen. Dazu soll der Aufsichtsrat mit geradliniger, transparenter Arbeit beitragen.

Wie stehen Sie zum Erhalt des Nachwuchsleistungszentrum unter dem Dach des Chemnitzer FC e.V.?

Tino Kermer: Der gemeinsamen Erklärung der Notvorstandes und der Gesellschafter kann ich mich nur anschließen, das Nachwuchsleistungszentrum soll beim CFC e.V. fortgeführt werden.

In den letzten Tagen wurden Informationen bekannt, dass es Pläne gibt, den Chemnitzer FC e.V. zu liquidieren und durch ein investorenbestimmtes Vereinskonstrukt zu ersetzen. Wie stehen Sie zu solchen Plänen?

Tino Kermer: Ich sehe die Zukunft des CFC außerhalb der Insolvenz in den jetzt bestehenden Vereinsstrukturen.

Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Klaus Siemon vor?

Tino Kermer: Ich gehe davon aus, dass sich alle Beteiligten miteinander zum Wohl und Fortbestand des CFC miteinander arrangieren werden. Letztendlich ist es sowieso notwendig den CFC auf ein zukunftsfähiges, finanziell solides Fundament zu stellen, was auch dem Interesse des Insolvenzverwalters entspricht.

Aufgrund der Ereignisse der letzten Tage und Wochen gibt es beim Spiel gegen Magdeburg einen Boykott der aktiven Fanszene. In einem Flyer wird u.a. die Wahrung von 50+1, auch bei der Besetzung der Gremien sowie Respekt gegenüber den Fan- und Mitgliederinteressen gefordert.
Wie stehen Sie dem Protest der aktiven Fans gegenüber und was werden Sie als Gremienmitglied des Chemnitzer FC e.V. tun, dass die Fan- und Mitgliederinteressen gewahrt werden?


Tino Kermer: 50+1 ist für mich unabdingbar. Ich gehe davon aus, dass dies auch zukünftig gewahrt bleibt, schließlich bleiben Aufsichtsrat und Vorstand in jeglicher Besetzung den Mitgliedern Rechenschaft schuldig und müssen von diesen entlastet bzw. auch gewählt werden.
Eine gedankliche Trennung zwischen ausgegliederter Profimannschafts-GmbH und Nachwuchs e.V. findet bei mir, entgegen des Boykottaufrufes, keine Zustimmung. Für mich bilden diese trotz organisatorischer Trennung eine Einheit zum CFC, ich kann mir weder eine Profimannschaft ohne die Nachwuchsabteilung vorstellen, noch anders herum. Und ich glaube, dass beide Bereiche auf sich alleingestellt auch nicht zukunftsfähig wären.
Den Boykottaufruf „gegen die GmbH“ empfand ich deshalb als das falsche Zeichen, erst recht vor dem Hintergrund des begeisternden Spiels am Sonntag im DFB-Pokal sowie des öffentlichen Bekenntnisses, das Nachwuchsleistungszentrum im e.V. zu erhalten. Mit dem Boykott war am Ende niemandem geholfen. Trotz allem ist ein CFC ohne breite Zustimmung der Fans natürlich undenkbar und ich hoffe, dass diese zukünftig wieder den Weg ins Stadion zur Profimannschaft finden. Der einmalige Protest ist letztendlich auch Ausdruck gelebter Demokratie – man muss und wird ihn aushalten.
Da ich seit Jahrzehnten Fan des CFC bin ist mir die Wahrung von Faninteressen bei zukünftigen Entscheidungen ein logisches und grundsätzliches Anliegen.


Olaf PönischOlaf Pönisch
(Geschäftsführer einer Sanitär und Heizungsfirma, Jahrgang 1966, Mitglied seit 01.01.2011, Investor seit 04/2019)

Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Olaf Pönisch: Wohne seit Geburt in Niederwiesa, Fan und Zuschauer seit Kindheit.

Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Olaf Pönisch: Erhalt des E.V. und Profifußball für unsere Stadt.

Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Olaf Pönisch: Das Insolvenzverfahren erfolgreich mit Klaus Simon abzuschließen und den Profifußball zu erhalten

Wie stehen Sie zum Erhalt des Nachwuchsleistungszentrum unter dem Dach des Chemnitzer FC e.V.?

Olaf Pönisch: 100% Pro NLZ unter dem Dach des e.V..


In den letzten Tagen wurden Informationen bekannt, dass es Pläne gibt, den Chemnitzer FC e.V. zu liquidieren und durch ein investorenbestimmtes Vereinskonstrukt zu ersetzen. Wie stehen Sie zu solchen Plänen?

Olaf Pönisch: Als Mitglied möchte ich logischerweise den e.V. erhalten. Das Insolvenzverfahren positiv so schnell als möglich abzuschließen.

Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Klaus Siemon vor?

Olaf Pönisch: Ehrlich, offen und vertrauensvoll, zum Wohle unseres Vereins.

Es ist mein Herzenswunsch den CFC wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen und bei allen( Mitgliedern, Fans, Spieler, Gesellschaftern, Mitarbeitern, Insolvenzverwalter) ein Wir - Gefühl zu erzeugen. Der Fußball ist Emotionen und Leidenschaft. Bei einem Spiel leiden wir gemeinsam, wir freuen uns gemeinsam. Deshalb gehen wir den Weg auch gemeinsam, egal wie schwer er auch sein mag.

Aufgrund der Ereignisse der letzten Tage und Wochen gibt es beim Spiel gegen Magdeburg einen Boykott der aktiven Fanszene. In einem Flyer wird u.a. die Wahrung von 50+1, auch bei der Besetzung der Gremien sowie Respekt gegenüber den Fan- und Mitgliederinteressen gefordert.
Wie stehen Sie dem Protest der aktiven Fans gegenüber und was werden Sie als Gremienmitglied des Chemnitzer FC e.V. tun, dass die Fan- und Mitgliederinteressen gewahrt werden?


Olaf Pönisch: Ich finde den Boykott kontraproduktiv, da er in erster Linie die Mannschaft betrifft. NLZ und e.V. sollen in der gegenwärtigen Form erhalten bleiben.


Knut MüllerKnut Müller
(Geschäftsführer einer Handelsfirma mit Sitz in Zwickau, Jahrgang 1972, Mitglied seit 2016, Gesellschafter seit 03/2019)

Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Knut Müller: Geboren in der Nähe, aufgewachsen in Chemnitz (Karl-Marx-Stadt). Fan und Besucher seit der Kindheit.

Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Knut Müller: Die unbedingte Unterstützung der Sanierung und nachhaltigen Stabilisierung des CFC e.V. als Basis für dauerhaft erfolgreichen Profifußball in Chemnitz.

Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Knut Müller: Die weitere Stabilisierung des CFC e.V. und den erfolgreichen Abschluss des Insolvenzverfahrens.

Wie stehen Sie zum Erhalt des Nachwuchsleistungszentrum unter dem Dach des Chemnitzer FC e.V.?

Knut Müller: Natürlich trete ich zu 100 % für den Erhalt des NLZ unter dem Dach des e.V. ein.

In den letzten Tagen wurden Informationen bekannt, dass es Pläne gibt, den Chemnitzer FC e.V. zu liquidieren und durch ein investorenbestimmtes Vereinskonstrukt zu ersetzen. Wie stehen Sie zu solchen Plänen?

Knut Müller: Ich kenne solche Pläne nicht und stehe für die Sanierung und Stabilisierung des CFC e.V.

Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Klaus Siemon vor?

Knut Müller: Der IV ist die wichtigste Person im Insolvenzverfahren. Deshalb ist ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis die Grundlage für erfolgreiches Handeln. Ich möchte mit himmelblauem Herzblut für die Sanierung, den Erfolg und Nachhaltigkeit beim CFC arbeiten und kämpfen. Fan‘s, Mitglieder, Spieler, Trainer, Gesellschafter - einfach alle, die es mit den Himmelblauen halten, brauchen wieder Normalität und Miteinander um endlich wieder den Spass, die Freude und die Emotion am Fußball in Chemnitz genießen zu können.

Aufgrund der Ereignisse der letzten Tage und Wochen gibt es beim Spiel gegen Magdeburg einen Boykott der aktiven Fanszene. In einem Flyer wird u.a. die Wahrung von 50+1, auch bei der Besetzung der Gremien sowie Respekt gegenüber den Fan- und Mitgliederinteressen gefordert.
Wie stehen Sie dem Protest der aktiven Fans gegenüber und was werden Sie als Gremienmitglied des Chemnitzer FC e.V. tun, dass die Fan- und Mitgliederinteressen gewahrt werden?


Knut Müller: natürlich kann ich verstehen, dass die Entwicklung der letzten Monate und auch die Ereignisse in der letzten Woche zu Unverständnis und auch Unmut bei Fans bzw. in der Fanszene geführt haben.
Ein Boykottieren des Heimspiels und damit der bewusste Verzicht auf das Unterstützen der eigenen Mannschaft ist aus meiner Sicht jedoch nicht der richtige Weg um Unverständnis oder Unmut zu demonstrieren.
Die Mannschaft hat nichts mit der aktuellen Situation zu tun, im Gegenteil, diese Mannschaft nebst sportlicher Leitung und Trainerteam hat in der vergangenen Saison trotz teilweise erheblicher Störfeuer von außen mit großer Souveränität den Staffelsieg in der Regionalliga errungen und so nach Insolvenz und sportlichem Abstieg den direkten Wiederaufstieg in Liga 3 geschafft - ein im Übrigen bisher noch nie erreichtes Ergebnis.
Diese Mannschaft braucht zu jedem Heimspiel die unbedingte Unterstützung aller Fans und sollte niemals zum Spielball von Protestaktionen - wogegen oder wofür auch immer - werden.

Grundsätzlich muss natürlich die Kommunikation und auch die Transparenz zwischen Mitgliedern, Fans und Verantwortlichen deutlich verbessert werden. Auch dies wird eine wichtige Aufgabe der neu zu wählenden Gremien sein.


Kathrin JohstKathrin Johst
(Geschäftsführerin Lausitzring / Polster Catering GmbH , Jahrgang 1980, Mitglied seit 01.01.2018)

Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Kathrin Johst: Zum Fußball bin ich durch meinen Sohn gekommen, der bereits mit 5 Jahren in einen Verein eingetreten ist und aktiv Fußball spielt. Seither besuchen wir auch regelmäßig die Spiele des CFC und haben eine Leidenschaft für den Verein entwickelt. Meine berufliche Verbindung zum Chemnitzer FC besteht seit 2017 durch das Stadioncatering.

Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Kathrin Johst: Profifußballverein gehört in die Stadt Chemnitz. Der CFC ist ein wichtiger Imagefaktor für Chemnitz. Ich möchte mich für den Erhalt des Vereins und des Nachwuchsleistungszentrums einsetzten. Den Chemnitzer FC auf dem Weg unterstützen eine solide und wirtschaftliche Basis zu erlagen.

Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Kathrin Johst: Das Gewinnen von Sponsoren und die Reputation des Vereins in der Öffentlichkeit.

Wie stehen Sie zum Erhalt des Nachwuchsleistungszentrum unter dem Dach des Chemnitzer FC e.V.?

Kathrin Johst: Das Nachwuchsleistungszentrum soll natürlich unter dem Dach des Chemnitzer FC e. V. erhalten und fortgeführt werden.

In den letzten Tagen wurden Informationen bekannt, dass es Pläne gibt, den Chemnitzer FC e.V. zu liquidieren und durch ein investorenbestimmtes Vereinskonstrukt zu ersetzen. Wie stehen Sie zu solchen Plänen?

Kathrin Johst: - keine Aussage -

Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Klaus Siemon vor?

Kathrin Johst: Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, respektvoll und immer mit dem Ziel, das Sanierungskonzept fortzuführen, um den CFC mit solider Basis aus der Insolvenz zu führen.


Doreen PfeiferDoreen Pfeifer
(Personalleiterin und Prokuristin in der Unternehmensgruppe Pfeifer, Jahrgang 1977, Mitglied seit 03/2019, Investor seit Ende 2018)

Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Doreen Pfeifer: Schon seit meiner Kindheit bin ich dem Sport im Allgemeinen, aber insbesondere dem Fussball zugetan. Ich bin Fußballfan. Meine Familie unterstützt seit vielen Jahren den Chemnitzer FC auch finanziell.

Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Doreen Pfeifer: Meine Aufgabe in unserer Unternehmensgruppe besteht darin eine starke Unternehmens- und Führungskultur zu etablieren, Mitarbeiter zu finden und zu binden, sowie durch die Gestaltung von effizienten Prozessen das Unternehmen wirtschaftlich noch leistungsfähiger zu machen.
Mit meiner Erfahrung bin ich der Meinung einen sinnvollen, eigenverantwortlichen Beitrag leisten zu können, die wirtschaftliche Situation des Vereins zu verbessern.
Ich möchte dazu beitragen, den e.V. und den Profifußball für Chemnitz zu erhalten.

Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Doreen Pfeifer: Den Worten Taten folgen zu lassen. Anzupacken. Konkret sehe ich meine Aufgabe in der Organisation und Unterstützung der Geschäftsstelle.
Gern bringe ich meine langjährigen Erfahrungen ein, um ein ganzheitliches Konzept gemeinsam mit allen beteiligten Protagonisten, Verein, Stadt, Fans, Gesellschafter, Mitarbeiter etc. zu erarbeiten, bzw. beratend zu unterstützen. Ich denke wir müssen an unserer Kommunikation arbeiten.

Wie stehen Sie zum Erhalt des Nachwuchsleistungszentrum unter dem Dach des Chemnitzer FC e.V.?

Doreen Pfeifer: Ich bin für den Erhalt des NLZ unter dem Dach des Chemnitzer FC e.V.

In den letzten Tagen wurden Informationen bekannt, dass es Pläne gibt, den Chemnitzer FC e.V. zu liquidieren und durch ein investorenbestimmtes Vereinskonstrukt zu ersetzen. Wie stehen Sie zu solchen Plänen?

Doreen Pfeifer: In den von mir und meiner Familie unterstützten Sanierungskonzept hatte ein derartiger Plan nie eine Rolle gespielt und auch als Vertreter der Investorenseite kann ich sagen, dass dieses Thema auch unter den Gesellschaftern nie zur Debatte gestanden hat.

Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Klaus Siemon vor?

Doreen Pfeifer: Herr Siemon hat den Sanierungsplan auf den Weg gebracht und uns als Investoren „geworben“. Wir unterstützen diesen Sanierungskurs zum Wohle des Vereins, da wir davon überzeugt sind, dass eine konsequente Unterstützung dieses Kurses zu einem raschen Ende des Insolvenzverfahrens führen kann.


Die CFC-Fanpage bedankt sich bei allen Kandidaten für die Antworten auf unsere Fragen.

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