Zoff vor dem Landgericht: Power Security gegen CFC Fußball GmbH
21.09.2020, 15:25 Uhr | 1193 Aufrufe
Vor dem
Dresdner Landgericht wird derzeit um eine hohe fünfstellige Summe gestritten. Kläger ist die "Power Personen-Objekt-Werkschutz GmbH" aus Dresden, der Beklagte ist die CFC Fußball GmbH. Der Grund des Streits - so berichteten es am Wochenende TAG24 und die Sächsische Zeitung - liegt im März 2019 begründet. Beim
Heimspiel gegen Altglienicke (09.03.19) wurde auf der Südtribüne dem kurz zuvor an Krebs verstorbenen Ex-Hooligan Thomas Haller gedacht, was ein gewaltiges bundesweites Medienecho nach sich zog. Als Folge dessen
entließ die neu geschaffene CFC Fußball GmbH den langjährigen Stadionsprecher Olaf Kadner, die Fanbeauftragte Peggy Schellenberger, den Presseassistenten Maximilian Glös, und auch den zu diesem Spiel tätigen
Sicherheitsdienst - die Sicherheitsagentur Rücker, inclusive Sicherheitsbeauftragten und Veranstaltungsleiter. Da aber am 23. März bereits das
Heimspiel gegen
Budissa Bautzen anstand, wurde händeringend ein neuer Sicherheitsdienst gesucht.
Der CFC wurde in Dresden fündig, da man in Chemnitz selbst befüchtete, an Angehörige der alten Security zu geraten. Mit der "
Power Security" wurde man sich am 21. März einig und diese sicherte ingesamt sieben CFC-Spiele ab. Dafür stellten die Dresdner stolze
170.000 € in Rechnung, von denen die CFC GmbH nur 100.000 € beglich. Um den restlichen Betrag wird sich nun vor Gericht gestritten. Knackpunkt sind die weiten Anreisen der Wachschützer nach Chemnitz (u.a. aus Leipzig, Senftenberg, Nürnberg), die allesamt als Arbeitszeit abgerechnet wurden. Auch die Vorbesprechung des Einsatzleiters wurde in Rechnung gestellt. Das diese Kosten anfallen würden, war wohl vor dem ersten Einsatz ein Thema, aber nicht vertraglich fixiert worden. Zum ersten Gütetermin bot der CFC die Hälfte des offenen Betrages als Vergleich an, die Security-Firma will aber erst ab 75% verhandeln. Erfolgt keine Einigung, entscheidet Ende Oktober das Landgericht Dresden über den Fall.