Die FCK&CFC-Legendenelf - Teil 6: Trainer
14.02.2026, 17:00 Uhr | 284 Aufrufe
Im heutigen letzten Teil der Wahl zur Legendenelf im Rahmen von 60 Jahre FCK/CFC stehen die Trainer im Fokus. Und klar - es konnte hier nur einen Sieger geben, den Mann der den Club Ende der 80er wachküsste und wundervolle Jahre im Kampf um die Meisterschaft, im Europapokal und in der 2. Bundesliga bescherte:
Hans Meyer. Über die Hälfte von Euch voteten für die Trainerikone.
Doch es gab noch weitere Trainer, die die Clubgeschichte maßgeblich prägten, insbesondere
Gerd Schädlich und
Christoph Franke. Sie sind Teil des "Trainerteams" um Hans Meyer. Auf Hans Meyer, Gerd Schädlich und Christoph Franke entfielen über 90 Prozent der Stimmen.
Auf einen besonderen Coach, der auf Platz 6 der Rangliste landete, sei noch verwiesen.
Horst Scherbaum war der Coach unter dem der Club seinen bis heute größten Erfolg feierte - die DDR-Meisterschaft 1967.
Hans Meyer
07/1988 - 06/1993 · 191 Pflichtspiele für den FCK/CFC · Meisterschaftsdritter 1989, Vizemeister 1990, Qualifikation für die 2. Bundesliga 1991

Es war wohl einer der größten Glücksfälle der Vereingeschichte des Clubs, dass ein gewisser Hans Meyer im Jahre 1988 in Karl-Marx-Stadt seine Zelte aufschlug und dort auf eine junge junge hungrige Truppe mit Spielern wie Hiemann, Mehlhorn, Laudeley, Bitterman, Steinmann oder Heidrich traf. Und "Mr. Europacup" Meyer lieferte, formte aus dem FC "Mittelmaß" Karl-Marx-Stadt einen echten Meisterschaftsaspiranten der DDR-Oberliga, welche in den Plätzen 3 und 2 in den Jahren 1988 und 1989 mündeten. Von den EC-Spielen der Wendezeit gegen Porto, Sion und Turin schwärmen die Altvorderen noch heute. Meyer führte den FCK, der alsbald CFC hieß, in die neue Fußballzeit in der der Club eine beachtliche Rolle in der 2. Bundesliga spielen sollte. Doch zur Wahrheit gehört auch dazu, dass der Club in dieser Zeit trotz der großartigen Erfolge die eine oder andere große Chance verpasste, stellvertretend seien hier das Pokalfinale 1989, das DFB-Pokalhalbfinale 1993 oder auch die Saison 1990/91 erwähnt, als der Club Favorit auf den Titel und damit den Einzug in die 1. Bundesliga war. Das Hans Meyer 1993 gehen mußte, wahr dennoch wohl einer der größten Fehler der Verantwortlichen in dieser Zeit. Meyer erlangte alsbald bundesweit Berühmtheit und feierte überall Erfolge, ob in Enschede, in Gladbach oder Nürnberg wo er den DFB-Pokal holte. Doch neben dem ganzen Sportlichen ist der besondere Typ Hans Meyer, der mit seinen ironischen Sprüchen selbst die größten Kritiker von sich einnahm. Hans Meyer, das ist und bleibt der Kult-Trainer von Chemnitz.
Das Fanpage-Porträt von Hans Meyer
Das Trainerteam
Gerd Schädlich
07/2008 - 10/2013 · 147 Pflichtspiele für den CFC · Aufstieg in die 3. Liga 2011

Ehrlich, bescheiden, bodenständig - das sind die Attribute mit denen man Gerd Schädlich wohl am besten beschreibt. Doch wohl am Besondersten an diesem Trainer ist, dass er bei drei verfeindeten Vereinen der Region Kultstatus genießt, weil er dort jeweils eine Ära geprägt hat.
Beim CFC, dem Verein in dem er auch als Spieler aktiv war, wirkte "der Gerd" zwischen 2008 und 2013 und erweckte die Himmelblauen zu neuem Leben. Unvergessen der Drittliga-Aufstieg 2011 und damit verbunden auch die Chance auf das neue Stadion in Chemnitz. Eine heimtückische Krankheit ließ Gerd Schädlich nur 69 Jahre alt werden, ein Umstand, der in ganz Sachsen betrauert wurde.
Das Fanpage-Porträt von Gerd Schädlich
Christoph Franke
05/1996 - 09/2000 und 04/2008 - 06/2008 · 177 Pflichtspiele für den CFC · Aufstieg in die 2. Bundesliga 1999

Christoph Franke - als Spieler beinharter Abwehrspieler - seine Trainerkarriere begann im Nachwuchs des FC Karl-Marx-Stadt. Dort kümmerte er sich um die Junioren-Oberliga Mannschaft, die 1986 zu Meisterehren führte. Als Hans Meyer 1988 seine Zeit beim FCK begann, brauchte er einen Co-Trainer und fand diesen in Christoph Franke. Eine Idealbesetzung wie sich herausstellen sollte - der autoritäre Hans Meyer zusammen mit dem ruhigen, nahbaren, Christoph Franke - das funktionierte hervorragend. Auch unter Meyers Nachfolger Häfner agierte Franke als Co-Trainer, bis er nach Häfners Entlassung 1996 dessen Nachfolge antrat. Den Abstieg konnte er zwar nicht verhindern, doch innerhalb von drei Jahren baute er eine Mannschaft auf, die 1999 zurück in die 2. Liga aufstieg und sich dort zwei Jahre lang halten konnte. Eine verunglückte Transferpolitik besiegelte das vorläufige Ende von Franke auf der Trainerbank in Chemnitz im Jahr 2000. Ein Jahr später übernahm er die am Boden liegenden Dynamos und feierte zwei Aufstiege bis in die 2. Bundesliga. 2008 kam er nochmal für einige Spiele zurück zum CFC, schaffte den Aufstieg in die Regionalliga und holte den Sachsenpokal, bevor er den Staffelstab an seinen Freund Gerd Schädlich weitergab.
Das Fanpage-Porträt von Christoph Franke
Die TOP 10 der Trainer
- Hans Meyer (1160 Stimmen / 52.2%)
- Gerd Schädlich (501 Stimmen / 22.5%)
- Christoph Franke (352 Stimmen / 15.8%)
- Benjamin Duda (47 Stimmen / 2.1%)
- Christian Tiffert (40 Stimmen / 1.8%)
- Horst Scherbaum (21 Stimmen / 0.9%)
- Karsten Heine (12 Stimmen / 0.5%)
- Horst Steffen (12 Stimmen / 0.5%)
- Patrick Glöckner (11 Stimmen / 0.5%)
- Sven Köhler (10 Stimmen / 0.5%)
Eure Kommentare zur Wahl
Ulle
Legendenelf ist die Meistermannschaft 1966/67. Diese Mannschaft hat ein 3-2-5 oder 4-2-4 System gespielt. Deshalb muß Manfred Lienemann berücksichtigt werden. Zwangsläufig fällt Joachim Müller raus. Müllex hat aber Legendenstatus, wie auch Frank Sorge, Hans-Heinrich Wolf, Jürgen Bähringer, Frank Uhlig, Wolfgang Krahnke, Hans Richter, Rico Steinmann, Steffen Heidrich,Ulf Mehlhorn, Toni Ananiew, Ronny Garbuschewski, Benjamin Förster und zuletzt Anton Fink. Es hat weitere gute Spieler gegeben, die für den Club aktiv waren und von mir hier nicht erwähnt werden. sorry dafür
Sören
Wenn man all diese Namen liest, verdrückt man eine kleine Träne…da sind so viele großartige Spieler dabei!!!
Maik Krüger
Warum C. Tiffert? Jeder andere Trainer wäre mit seinem Trainerstab bei dem "Polsterchaos"
und der Insolvenz mit IV Siemon gegangen. Er ist geblieben!
Sören G
Habe die Spieler aus den ganz großen Zeiten mit entsprechender Wirkung und Ausstrahlung gewählt. Zu Zeiten von Pentke oder Fink war das gesamte Niveau leider bereits niedriger.
Max Oldag
Es war toll, es war schade man die Auswelchsel Spieler nicht wählen konnte
Nils
Meine Elf der Vereinsgeschichte des Chemnitzer FC verbindet große Namen mit meinem eigenen Fan-Erleben. Als aktiver CFC-Fan seit 2018 habe ich mich bewusst an Spielern orientiert, die für Identität, Verlässlichkeit und prägende Momente stehen, aber auch an Namen aus meiner Kindheit. Persönliche Bezüge – etwa zu Hans Meyer, den ich auch aus seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach schätze – fließen dabei ebenso ein wie die große Tradition des Vereins.
Der Sibirische Pfeil
Seit 1967 mit dem FCK/CFC verbunden. Der Fritz Feister wohnte im Nachbarhaus auf dem Sachsenring und hat mich "infiziert". Da war ich sieben Jahre alt....FCK von 1968 bis 1973 dann Stahl Reichenhain....
Grüße aus dem Allgäu!
Andreas
Eine echt schwere Wahl, ich könnte noch eine zweite und dritte Mannschaft aufstellen. Tolle Idee und Danke für die Erinnerungen, die die Namen hervorgerufen haben.
Marko
Meine Legenden-Elf besteht aus den talentiertesten Spielern, welche meiner Meinung nach im Verein gespielt haben. Ananiev, Melzig, Hertzsch, Mehlhorn, Löwe, Heidrich, Steinmann, Kluge, Ballack, Fink, Förster. Flankiert vom großen Gerd Schädlich. Aber großes Lob an das Team der Fanpage, beim lesen der Spielerauswahl kamen viele Erinnerungen an die letzten Jahrzehnte wieder hoch.
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