Aufstiegsreform: geheimer Vorschlag mit Sprengkraft!

01.04.2026, 11:05 Uhr | 1.025 Aufrufe
Letzten Mittwoch kam bekanntlich in Frankfurt die DFB-Arbeitsgruppe zur Aufstiegsreform zusammen. Als Ergebnis des Treffens wurden zwei konkrete Vorschläge bekannt gemacht, das Kompassmodell, welches aus Sicht der Initiative das fairste und gerechteste ist, da alle Staffel Kompromisse eingehen müssen. Und das untragbare Regionenmodell, welches auf den Rücken der Nordostvereine, deren Staffel dem Modell nach zerissen wird, die Aufstiegsproblematik lösen soll.

Ein eigener Nationalverband für den Nordosten? So sieht es ein geheimes Konzept vor. Jetzt wurde bekannt, dass es noch einen dritten Vorschlag für die Aufstiegsreform gibt, der aufgrund seiner Brisanz jedoch bislang unter Verschluss blieb. Der Redaktion der CFC-Fanpage liegt der dritte Vorschlag vor und nach Studium des Konzepts kann man nur sagen, dass bei Umsetzung dieser Idee der deutsche Fußball geradezu revolutioniert werden würde.
In internen Funktionärs-Kreisen wird der Vorschlag nur das britische Modell oder auch das NeuMo-Konzept (nach den beiden ehemaligen Verbandspräsidenten Hermann Neuberger (DFB der Bundesrepublik) und Hans-Georg Moldenhauer (DFV der DDR)) genannt. Das Konzept sieht vor, dass das Gebiet der ehemaligen DDR, aktuell der Regionalliga Nordost, einen eigenständigen Verband erhält, der auch Mitglied der UEFA und FIFA werden soll. Vorbild dieser Idee ist Großbritannien, wo England, Wales, Schottland und Nordirland jeweils eigene Nationalverbände stellen, eigenen Ligen ausspielen und Europacupteilnehmer stellen. Das Konzept war von den ehemaligen Verbandspräsiden bereits zur Wendezeit diskutiert, dann aber schlussendlich verworfen worden.

Die desolate sportliche Lage im Nordosten mit nur einem Bundesligisten, zwei Zweit- und (noch) zwei Drittligisten hat nun zum Umdenken bei den Funktionären geführt, so dass die Idee von 1990 wieder aus der Schublade geholt wurde. Dem Konzept nach werden alle Vereine auf dem Gebiet der ehemaligen DDR ansässigen Vereine in die neue Nordost-Oberliga transferiert. Hierbei spielt das Abschneiden in der aktuellen Saison die entscheidende Rolle - die ligaübergreifend 14 besten Teams bilden die neue Nordost-Oberliga. Eine Ausnahme stellen die Rasenballer aus Leipzig dar, die nach Österreich delegiert und zukünftig in der Admiral-Bundesliga mit RB Salzburg eine Betriebswirtschaftliche Spielgemeinschaft (BSG) bilden werden.
Eine Ausbaustufe des Konzeptes sieht als besonderen Saisonhöhepunkt das Ausspielen der gesamtdeutschen Meisterschaft vor. So würden dann jeweils die ersten vier Mannschaften der Bundesliga und der nordostdeutschen Liga in einem Playoff mit Viertel-, Halb- und Finale den wahren deutschen Meister ausspielen. Hier sieht man beim DFB die Chance, endlich wieder mehr Spannung in die Meisterschaft zu bringen, die seit vielen Jahren von den Münchner Bayern dominiert werden. Um in diesem Zuge die Stadioninfrastruktur in Deutschland zu stärken, werden als Endspielorte gezielt Stadien gesucht, die besonderen Sanierungsbedarf haben. So ist für das erste Endspiel im Sommer 2027 das Ernst-Grube Stadion in Riesa im Gespräch.

Die vordergründigen Vorteile dieses Konzepts liegen auf der Hand, der über Jahrzehnte dahinsiechende Fußball im Nordosten würde dramatisch aufgewertet. Sogar Europapokalspiele wären für die Nordostvereine plötzlich wieder möglich. Aktuell würde Union Berlin den Osten in der CL-Quali vertreten, Dynamo Dresden würde in der EL-Quali starten. Allerdings muss Dynamo dabei auf Begnadigung von der UEFA aufgrund der langjährigen Sperre nach den Ausschreitungen beim Spiel gegen Roter Stern Belgrad im März 1991 hoffen.

Und auch der Fußballwesten würde profitieren: Durch den eigenen Ost-Landesverband würde das Problem mit den zu wenig Aufsteigern aus den Regionalligen automatisch gelöst. Vier westdeutsche Regionalligen - vier Aufsteiger in die 3. Liga. Bisherige RLNO Nordost: Eigener Landesverband mit CL-Starter.

Sogar der westdeutsche Branchenprimus Bayern München begrüßt hinter vorgehaltener Hand die Idee, entfallen doch dann definitiv die ungeliebten Fußballreisen in den tiefen Osten, beispielsweise in die Lausitz.

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