Lok Leipzig bleibt in der RLNO - und der ZFC Meuselwitz steigt ab

01.06.2026, 23:15 Uhr | 685 Aufrufe
NOFV-LogoDer diesjährige Meister der Regionalliga Nordost, der 1. FC Lok Leipzig, ist erneut an der Relegation zur 3. Liga gescheitert. Nach der Heimniederlage (0:1) in Probstheida am letzten Donnerstag gab es heute beim Rückspiel in Bayern bei den Würzburger Kickers mit 2:1 die finale Enttäuschung. Bereits zum dritten Mal mussten die Leipziger in diesen sauren Apfel beißen, denn schon 2020 (gegen den SC Verl) und 2024 (gegen den TSV Havelse) scheiterte die "Loksche" in der Relegation. Es bleibt die vage Hoffnung, dass dieses Ergebnis die Zustimmung zu einer Reform bei der Aufstiegsregelung zur 3. Liga befeuern wird. Meister müssen aufsteigen - und nicht in eine nochmalige Klopperrunde!

Durch den Nichtaufstieg der Leipziger Lok steht nun auch fest, dass der ZFC Meuselwitz als Drittletzter der RLNO-Tabelle die Spielklasse verlassen muss. Hertha Zehlendorf und der FC Eilenburg standen bereits als Absteiger fest, sie werden durch RSV Eintracht Stahnsdorf (Oberligameister Süd) und Tasmania Berlin (Oberligameister Nord) ersetzt. Der dritte Abstiegsplatz in der RLNO ist das Resultat des Abstieges der Schachtis aus der 3. Liga, die damit die Meuselwitzer aus dem 18er-Feld der Liga drücken. Wäre Lok aufgestiegen, hätte die RLNO aus 17 Teams (mit Schacht) bestanden und der ZFC hätte die Spielklasse als 18. Team komplettiert. Fun-Fact am Rande: Als einziger RLNO-Verein hatte sich der ZFC der Initiative "Meister müssen aufsteigen" nicht angeschlossen!

Eine endgültige Auflistung aller RLNO-Teilnehmer der Saison 2026-27 verbietet sich derzeit noch, denn in der 3. Liga gibt es aus der Gerüchteküche bedrückende Nachrichten zur Finanzlage des TSV 1860 München. Der Achtplatzierte der 3. Liga benötigt für die neue Lizenz knapp drei 3 Mio € von seinem jordanischen Mäzen, die dieser aber nicht gewähren möchte. Den Löwen droht somit der Zwangsabstieg, und der erste Profiteur davon könnte der TSV Havelse (3. Liga, 17. Platz) sein. Doch die Niedersachsen haben ein Problem: Ihr eigenes Stadion ist nicht drittligatauglich, und im Ersatz-Domizil Eilenriedestadion wurden bereits die installierten Stahlrohrtribünen wegen des Abstiegs zurückgebaut. Bliebe der Blick zum 18. Platz - und den hatte in der 3. Liga der Absteigerschacht belegt...

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