Protest für eine faire Aufstiegsregelung! Am 1. Spieltag ruht zunächst der Ball.

24.07.2026, 23:04 Uhr | 306 Aufrufe
Aus Protest gegen die sichtliche Blockade der Regionalverbände gegen eine Aufstiegsreform wird am 1. Spieltag der Regionalliga Nordost der Ball ruhen. Somit auch beim Auftaktspiel der Himmelblauen bei der Zweitvertretung von Hertha BSC. So hatten die Verbände bei der Abstimmung der Vereine über ein Modell für die Aufstiegsreform durch kurzfristige Regeländerungen torpediert.

Zudem hatten in einer Stellungnahme 40 Fanszenen Deutschlands ihren Unmut über das Gebaren der Verbände geäußert und weitere Protestaktionen angekündigt:

Aufstiegsreform? Vereine & Fans betrogen!

Der Ball rollt wieder. Zwei Regionalligen starten. Anfang August ist die vierte Liga dann komplett im Modus und auch die Zweit- und Drittligisten wieder auf Punktejagd. Es folgt der Pokal und das Oberhaus.

Was alle Vereine unabhängig der aktuellen Ligenzugehörigkeit verbindet? Die Verbände, welche die Regeln vorgeben! So weit, so logisch. Aber längst nicht mehr gut…

Der jüngste Skandal um die lang ersehnte Aufstiegsreform beweist beispielhaft, dass die Fußballverbände längst vergessen haben, welche Interessen sie vertreten. Es geht ganz offensichtlich nicht mehr um den Willen der Vereine, ihrer Sportler und Mitglieder, sondern um Besitz- und Machtansprüche.

Vor knapp einem Monat stimmten Klubs von der 3. Liga bis zur Oberliga über eine überfällige Reform der Regionalligen ab. Auf dem Tisch lag das Ergebnis einer vom DFB eingesetzten Arbeitsgruppe: zwei mögliche Modelle.

Wenige Tage vor der Abstimmung offenbarte eine undichte Stelle, dass die fünf Regionalverbände (u.a. der NOFV) heimlich, still und beschämend zentrale Elemente an den Modellen und am Abstimmungsverfahren änderten – ohne transparente Kommunikation zu keinem Zeitpunkt. Kurzform: 18 statt 20 Teams in den neu geschaffenen Ligen und eine Abkehr von der bundesweiten Mehrheitsfindung hin zum Vetorecht für einzelne Regionen.

Die Vereine und Fankurven liefen kurzfristig Sturm, jedoch gelang der bodenlose Schachzug der Regionalfürsten: die argumentative und auf einem fair ausgehandelten Kompassmodell fokussierte Geschlossenheit der Vereine wurde durch aufkommende Ängste geschwächt.

Viel zu lange litten die Regionalligisten unter dem Opportunismus der Verbandsfunktionäre, ließen sich gegeneinander ausspielen und letztlich betrügen. Der Reformwille ist geheuchelt, der letzte Funke Vertrauen meilenweit ins Abseits gestellt. Der deutsche Fußball braucht strukturelle und personelle Veränderungen. Die Chancen stehen gut, denn der Zusammenhalt der Vereine und Fans wird immer stärker und der Druck auf die Verantwortlichen wächst.

Liebe Fans, wir haben spätestens jetzt einen Punkt erreicht, an welchem Köpfe rollen müssen. Die Regionalverbände haben ihre Maske abgelegt und der korrupte DFB scheint den Gebären seiner Vizepräsidenten nichts Ehrliches entgegen zu setzen. Der Start der neuen Saison wird ungemütlich. Es geht um mehr als einen sportlich erfolgreichen Start in die Spielzeit – es geht um Fairness, Authentizität und konsequente personelle und ideelle Veränderungen im Fußball. Der Protest der Vereine und ihrer Anhänger wird in die Stadien getragen und die Solidarität zunächst nur mittelbar betroffener Clubs ist dabei spürbar.

Wir bitten in diesem Zusammenhang um euer Verständnis und eure Solidarität für die anstehenden Protestaktionen und freuen uns über jede Unterstützung. Wir versprechen Angemessenheit, aber definitiv spürbare Aktionen und freuen uns in den kommenden Wochen über Unterstützung aus allen Stadionbereichen.

FÜR EINEN BESSEREN FUSSBALL!

Ultras Lok Leipzig
Saalefront Ultras – HFC Chemie
Fanszene BFC Dynamo
Südkurve Chemnitz
Ultras SV Babelsberg 03
Badkurve Plauen
Fanszene Hertha BSC
Ultima Raka 2002 & Ultras Energie & CBR02 – Energie Cottbus
Fankurve E5 Zwickau
Steigerwaldkurve Erfurt
Fanszene des F.C. Hansa Rostock
Block U – 1. FC Magdeburg
Wuhlesyndikat 2002 – 1. FC Union Berlin
Südkurve Jena
Westkurve 1860 München
Nordkurve Nürnberg
Südkurve München
Gegengerade Bayreuth
Fanszene Schweinfurt
Südtribüne Unterhaching
Nordtribüne Fürth
Fanszene Würzburger Kickers
Stehplatz Mitte – SC Fortuna Köln
Curva Clock – FC Gütersloh
Fanszene Siegen – Sportfreunde Siegen
Fiffi Gerritzen Kurve – SC Preußen Münster
Fanszene Lippstadt – SV Lippstadt
Block A – Bonn
Ultrà-Szene – BTSV Eintracht 1895
Violet Crew Osnabrück
Ultra Szene Wolfsburg
Block 5 Emden
Fanszene Göttingen
Compagno Ultras / New Connection Ultras / Block 501 e.V. – Holstein Kiel
Gegengerade Bremer SV
Succade Ultra Oldenburg / Blue Flames Ultras – VfB Oldenburg
Nordtribüne Hamburg
Szene Meppen

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