Spielbericht // Saison 1988/1989

 
FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock1:1FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
17. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1988/1989
Samstag, 25. März 1989, 15:00 Uhr
Ostseestadion, Rostock
Zuschauer: 25.000
Schiedsrichter: Stenzel (Forst)
FC Hansa RostockTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Kunath
A März
A Alms
A Wriedt
M Babendererde
M Wahl
M SchlünzGelbe Karte
M Wunderlich
M Weilandt
S Jarohs (80. Fuchs)
S Kruse

Trainer: Werner Voigt
1:0 Wahl (52./Foulstrafstoß-Nachschuß)
1:1 Mehlhorn (59.)

T Schmidt
A BarsikowGelbe Karte
A Fankhänel
A Ziffert
A Illing
M Keller
M Heidrich
M Köhler
M Mehlhorn
S Richter (87. Seifert)
S Wienhold

Trainer: Hans Meyer
Pressestimmen

Fuwo

Ende einer Serie ohne Wehmut

Eine Erfolgsserie beflügelt. Sie kann aber auch belasten. Letzteres war am Sonnabend beim FC Hansa der Fall, der seine bisherigen acht Heimspiele vor insgesamt 160.500 Zuschauern (!) ausnahmslos und ohne Gegentor gewonnen, wiederum 25.000 ins ausverkaufte Ostseestadion gelockt hatte. Da steigt natürlich der Erfolgszwang, der Erwartungsdruck. Hans Meyer, der Trainerfuchs, spekulierte darauf. Er schickte eine sehr selbstbewußte und geschlossene Mannschaft mit einer erfreulichen Angriffsorientierung ins Rennen. "Die kompakte Spielweise des FCK hat mir gefallen. So muß eine Mannschaft auswärts antreten", anerkannte auch Verbandstrainer Horst Brunzlow, der auf der Suche nach einem Nachwuchsauswahl-Libero auch die FCK-Nr. 7 Barsikow aufmerksam beobachtete. [..]

Aber auch sonst lief beim FC Hansa an diesem Tage nicht alles rund. Im Mittelfeld bekam Schlünz die Fäden nicht in die Hand, im Deckungszentrum verriet März einige Unsicherheiten (unkontrollierte weite Schläge). "Da war die Punkteteilung nicht unverdient", gestand Trainer Werner Voigt, der wie alle anderen auch keine allzu große Wehmut über das Ende einer anerkennenswerten Serie erkennen ließ, weil damit nun einiger Ballast von der Mannschaft genommen wird. [..] Die Gäste wurden in dieser kampfstarken Partie auch durch den Gegentreffer nicht aus dem Gleichgewicht gebracht, vielmehr zusätzlich angespornt. Insbesondere Köhler, der enorm fleißig vor der Abwehrkette operierte, war bei seinen Vorstößen nun kaum noch zu stoppen, die agilen Richter und Wienhold schlugen immer wieder Breschen in die gegnerische Abwehr. Und Mehlhorn, vor der Pause kaum in Erscheinung getreten, demonstrierte jetzt seine Schußkraft, stellte nach dem Ausgleichstreffer noch zweimal Kunath auf die Probe (62., 70.). [..]

(Manfred Binkowski)

<< 16. Spieltag Finale FDGB-Pokal >>