Spielbericht // Saison 1974/1975

 
BSG Wismut Aue
BSG Wismut Aue2:0FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
22. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1974/1975
Samstag, 10. Mai 1975, 15:00 Uhr
Otto-Grotewohl-Stadion, Aue
Zuschauer: 15.000
Schiedsrichter: Männig (Böhlen)
BSG Wismut AueTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Ebert
A Espig
A Henkelmann
A BabikGelbe Karte
A Weikert
M Einsiedel (33. Thomas)
M Schüßler
M Erler
S Teubner
S Seinig
S Escher

Trainer: B. Müller
1:0 Teubner (6.)
2:0 Thomas (80.)

T Fichtner
A Wolf
A P. Müller
A Sorge
A Heydel
M Uhlig
M Göcke (77. J. Müller)
M Rauschenbach
S Ihle
S M. Lienemann
S Sachse

Trainer: Erler
Pressestimmen

Fuwo

Einzig der Erfolg der Stunde zählte

[..] Einzig und allein zählte diesmal die Stunde des Erfolgs. Den suchte Wismut mit allem, was an Einsatzwillen, Kampfkraft und Ausdauer verfügbar war. Mit der Ruhe und Abgeklärtheit einer Elf, die das Punktekonto nicht mehr sonderlich interessiert, konnte der FCK ja nicht nach Aue reisen. In den letzten beiden Spielen wurde nur ein Punkt geholt, und nimmt man das 0:2 von Aue nun hinzu, so ergibt das 1:5 Punkte und 1:4 Tore in drei Spielen. Womit die Lageschilderung erklären soll: Auf eine Partie technischer Brillanz konnte niemand im Otto-Grotewohl-Stadion hoffen.

Es wurde ein Kampfspiel von der ersten bis zur letzten Minute. Der Begriff vom Ball als Streitobjekt - in Aue wurde er bildhaft. Kombinationen kamen kaum zustande. Erst als in der zweiten Hälfte in der Sonnenwärme bei einigen Spielern die Kräfte schwanden, ging es auf dem Rasen etwas gemächlicher zu. Da setzte der FCK seine Ausrufezeichen, fand er zu Vorteilen in der Spielgestaltung, wenngleich sein Angriff schwach blieb. Ein Lattenschuß von Ihle, zwei Kopfbälle von Uhlig und Göcke verhießen für Wismut Gefahr, den Vorsprung, schon nach sechs Minuten nach einem Schüßler-Freistoß erzielt, einbüßen zu müssen. In dieser Phase war es Rauschenbach, der dem FCK-Spiel Ideen einzugeben versuchte.

An der Kampfkraft Wismuts aber erstickte das Aufbegehren der Gäste. "Jeder trug seinen Teil der Verantwortung und wurde durch das 2:0 geradezu erlöst", sagte Torhüter Ulrich Ebert. Der Aufwand Wismuts war über alle Maßen hoch. Es ist nur zu erklärlich, daß ein Ausgleichstor dem Gastgeber bittere Minuten beschert hätte. [..] Wismut setzte alles auf eine Karte! Und verspielte nicht! Escher und Thomas verlegten sich immer wieder auf lange, entlastende Dribblings in die FCK-Hälfte, stifteten dort Unruhe und sorgten schließlich für das 2:0. [..]

(Joachim Pfitzner)

Trainerstimmen

Bringfried Müller (Fuwo)
"Auf Einsatz kam es uns an, denn diese schwere Klippe mußten wir nehmen. Etwas anderes war nicht zu erwarten. Wir haben zu oft schön gespielt, wurden dafür gelobt, aber was nützte es, wenn wir erfolglos blieben. Diesmal war es mal ganz anders!"

Dieter Erler (Fuwo)
"Wer unser stärkster Spieler war? Rauschenbach, mehr aber kann ich schon nicht nennen. Das zweite Tor darf natürlich nicht fallen, ein Torwartfehler. In unserer stärksten Phase wurden die Chancen wieder nicht genutzt. Ihle hatte mit dem Lattenschuß Pech, zwei schöne Kopfbälle trafen leider nicht."

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