Das letzte Spiel des Jahres sollte noch einmal ein Spiegelbild der bisherigen rumpeligen Saison des Chemnitzer FC werden. Zu Gast war der FSV Luckenwalde, Tabellennachbar der Himmelblauen, einen Platz besser. Das Hinspiel im Sommer hatte der Club mit 1:2 verloren.

Es war also was gutzumachen für die Duda-Elf, die zuletzt Anfang November in Meuselwitz dreifach punkten konnte. Vor gut 3.500 Zuschauern, darunter keinen aus Brandenburg, bei naßkaltem Wetter ging die Partie für den CFC denkbar ungünstig los. Gerade mal 12 Minuten waren gespielt, da zeigte Schiri Müke auf den Elfmeterpunkt. Vorausgegangen war ein Handspiel von Alberico. Schneider schickte Adamczyk in die falsche Ecke - 1:0 für Luckenwalde! Es entwickelte sich ein offenes Spiel. Der CFC drückte auf den Ausgleich und hatte gleich doppelt Pech. Sowohl Bozic (18.) als auch Mergel (19.) trafen nur Aluminium. Für Luckenwalde hatte Gollnack das 2:0 auf dem Fuß, doch Felix Müller klärte im letzten Augenblick. Dies fiel dann in der 39. Minute, als Schneider nach einer Strafraumabwehr aus 20 Metern abzog und das Leder links unten einschlug. Und als wäre das noch nicht genug, erhöhte Pollasch kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 3:0!
Gellende Pfiffe zur Pause. Aus Protest wegen der Nichtleistungen wurde zur Halbzeit der Support in der Kurve eingestellt.
Benjamin Duda musste reagieren. Mergel, Pistol, Damer hatten zur Pause Schichtende, dafür kamen Stockinger, Tobi Müller und Bochmann in die Partie. Insbesondere die beiden Ersteren brachten neuen Schwung ins Spiel. Der CFC drückte auf die Partie und nach Gelegenheiten durch Stockinger, Eppendorfer, Bozic (aus Nahdistanz drüber!!), Ekui, Baumgart und vielen Ecken war es endlich so weit. Eine verlängerte Flanke von Tobi Müller drückte Bozic über die Linie (61.). Hathaway hätte in der 72. Minute das 4:1 für Luckenwalde machen müssen, doch er verstolperte zum Glück die Großchance. Eine Viertelstunde später erzielte Baumgart nach einem feinen Steckpaß von Stockinger den ersehnten Anschluss.

Das war der Auftakt für eine wilde Schlußphase wo sich der Club für seine gute Moral belohnte. Tobi Müller erzielte in der zweiten Minute der siebenminütigen Nachspielzeit per Flachschuß den Ausgleich. Und hätte kurz darauf Bozic seinen Kopfball nicht zu zentral angesetzt, wäre hier sogar noch der Sieg drinne gewesen. So blieb es beim Remis, welcher den CFC-Kickern zumindest die Weihnachtsfeier am Abend rettete.
Der CFC geht nun mit 25 Punkten auf Tabellenplatz 10 in die Winterpause, wo sich Trainer und Sportdirektor den Kopf darüber zerbrechen dürften, wie man Konstanz in die Mannschaft bringt.