Der Chemnitzer FC hat den Start in die Regionalliga-Saison 2026/27 am Dienstagabend perfekt gemacht. Vor über 10.000 Zuschauern gewann der Club das Derby gegen den FSV Zwickau hochverdient mit 3:1. Der FSV aus Zwickau sah an diesem wunderschönen Sommerabend auf der Fischerwiese überhaupt keinen Stich.

CFC-Coach Benjamin Duda vertraute der Mannschaft, die am Freitag den Berliner FC Preussen mit 3:0 von der Fiwi komplimentierte. Ron Berlinski wurde nach seiner Verletzung in Berlin weiterhin geschont, auch weil sein Ersatz Jonas Marx mehr als selbiger ist. Bei den Zwickauern, die am vergangenen Wochenende das erste Heimspiel seit langem verloren hatten, standen mit Lucas Hiemann und Josua von Baer zwei Ex-Chemnitzer in der Startelf. Später wurde noch Fynn Seidel eingewechselt.
Bei den Himmelblauen merkte man von Beginn an, dass heute ein Derby zu bestreiten ist. Eine Tugend, die der Club gerade in den letzten Spielzeiten zu oft vermissen lassen hatte, man denke an das bittere 0:4 in Eckersbach oder das Sachsenpokal-Spiel gegen den Schacht in der letzten Saison. Diesmal dürften über 2000 Rot-Weiße Gästefans ihre Mannschaft daran erinnern, dass man so in einem Derby nicht auftreten darf. Aber der Reihe nach:

Zehn Minuten dauerte das Abtasten, dann durften die Himmelblauen das erste Mal jubeln. Ein wunderschöner Angriff von Alberico über links, dann zog der 27jährige unwiderstehlich nach innen und nagelte das Leder ins lange Eck. Hiemann konnte nur hinterherschauen. Was folgte, war ein Spiel auf ein Tor, auf das von Lucas Hiemann, dem besten Zetti an diesem Abend. Angriff rollte auf Angriff auf die tiefgestaffelten Zwickauer. In der 19. Minute parierte der Sohn des ehemaligen Club-Keepers in den 90ern, Holger Hiemann, eine Granate von Grimaldi. Nur zwei Zeigerumdrehungen hatte Zwickau Glück, dass ein Kopfball von Baumgart nur an die die Querlatte klatschte. Nach einer knappen halben Stunde gab es die erste (und einzige in der ersten Hälfte!) Torannäherung der Rot-Weißen als Sezer das Leder aus zentraler Position deutlich über den Kasten von Richter setzte. Dann prüfte Slamar per Freistoß Lucas Hiemann, der den Ball ebenso entschärfen konnte, wie den Nachschuß von Stockinger. So langsam war es zum Haareraufen, wieviel beste Chancen der Club vergab, gerade als Baumgart in der 43. Minute mit einem Volley aus zehn Metern wieder an Hiemann scheiterte. Eine Minute später war‘s endlich passiert, Flanke nach innen, wo Marx zum hochverdienten 2:0 einnischelte. Der vierte Treffer für Marxer. Dann war Pause!

In der zweiten Halbzeit blieb der CFC die dominierende Mannschaft, ohne so viele Chancen wie noch in der ersten Hälfte herauszuspielen. Grimaldi hate nach einer knappen Stunde den dritten Treffer auf dem Fuß, aber sein Schuss ging am langen Pfosten vorbei. Das erledigte nur zwei Minuten später der eingewechselte Vogt. Vogt zog von links in den Strafraum - seinen ersten Schuss konnte Hiemann noch parieren, der zweite war drin. 3:0 - damit waren alle Messen gesungen, auch wenn Rico Schmitt mit einem Fünffachwechsel nochmal versuchte einen neuen Impuls zu setzen. Das Ehrentor von Möbius in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik.
Ein bärenstarker Auftritt des CFC sorgte für einen souveränen Derbysieg. Zwickau hatte an diesem Tag nicht den Hauch einer Chance. Die Himmelblauen grüßen nun mit 9 Punkten von der Tabellenspitze. Überragend!
Aber schon am kommenden Sonntag ist für den CFC das nächste dicke Brett zu bohren. Dann muss der Club beim Halleschen FC antreten, bevor Derby Numero 2 ansteht. Aber so, wie der CFC derzeit auftritt muss einem nicht bange sein.
Derbysieger!!