Wer zu spät kommt, den belohnt der Fussballgott: Usti – CFC 1:0

21.07.2005, 23:22 Uhr | 872 Aufrufe
Sehr viel Geduld mussten die ca. 150 Zuschauer im Sportzentrum Falkenstein mitbringen, um die Protagonisten des Abends schlußendlich doch noch erleben zu können. Mit satten 90 Minuten Verspätung war der Gegner aus Usti eingetrudelt, nachdem bereits die ersten Zuschauer wegen einsetzenden Regens und aufgegebener Hoffnung betreffs der Anreise der Tschechen den Ground verlassen hatten. Einzig den Betreiber der Stadionkneipe störte das Warten wenig, konnte er doch so genügend Würstchen und Wernesgrüner Bier absetzen.

Bevor der Anstoss zwischen dem CFC und Usti erfolgte, blieb viel Zeit für eine ausgiebige Trainingseinheit der Himmelblauen und Smalltalk unter den Wartenden. Immer wieder kreisten Informationen, dass der Gegner nur noch 10min vom Stadion entfernt wäre. Da die Männer aus der Elbestadt verschollen blieben, nutzte Demuth die Zeit und ließ auf verkürztem Feld das Team „Saller-Blau“ (Klömich – Kutzner, Berger, Stark – Schuhmann, Kunert, Görke – Okeke, Mayer) gegen „Leibchen-Orange“ (Süssner – Becker, Ahlf, Ensrud – Adamu, Tomoski, Göhlert – Rolleder, Salonen) antreten. Salonen brachte die orangenen Himmelblauen in Führung, als kurze Zeit später – endlich - das Team aus Usti auftauchte. Schnell einigte man sich auf 2 x 30 Minuten, und die Kicker aus Usti wärmten sich auf. Just in dieser Phase gab es wilde Jagdszenen auf den Rängen, als in einem innervogtländischen Fahnenzock-Duell die Mythos-Fahne aus Auerbach von deren Besitzern gegen die schwarzgelbe Konkurrenz aus PL verteidigt werden konnte. Harte Zeiten im Vogtland.

Vor den Augen der ca. 50 Chemnitzer Fans, und auch den Ultras Falkenstein ;), gab es dann eine schwache erste Halbzeit vom CFC zu bestaunen, der gegen die schnellen und direkten Spielzüge der Tschechen kein geeignetes Mittel fand. Die zwei Spitzen Mayer und Salonen waren zwar bemüht, konnten aber keine Durchschlagskraft entwickeln. Der Siegtreffer für Usti fiel bereits nach 7 Minuten, als Ensrud bei einer Ecke nicht auf seinen Gegenspieler achtete und dieser das 1:0 markieren konnte. Positiv sei angemerkt, dass der Norweger ansonsten eine gute und souveräne Vorstellung abgab. Ebenfalls empfehlen konnte sich Frank Berger, der auf der rechten Seite eine solide Partie spielte.

In der zweiten Halbzeit stellte Demuth um und ließ Rolleder als alleinige Spitze agieren. Dafür rückten aus dem Mittelfeld ständig Okeke und Görke mit auf – und diesmal fand der Gegner aus Usti kein wirksamens Mittel, dies zu unterbinden. Der Club erarbeitete sich mit zunehmender Spielzeit eine Vielzahl von guten Chancen, wobei hier vor allem Görke hervorzuheben ist, der entweder selbst den Abschluß suchte (44., 52., 53.), oder direkt an erfolgversprechenden Szenen beteiligt war. Zweimal klärte der Gästekeeper mit Glanzparaden gegen den Ex-Jenaer. Auch Okeke (33.) und der freche Becker (35.) konnten ihre Chancen nicht zum Ausgleich nutzen. So blieb es am Ende nach 60 Spielminuten bei strömenden Regen und einsetzender Dunkelheit beim 1:0 für Usti, welches aufgrund der 2. Halbzeit als sehr glücklich einzuschätzen ist.

Am Rande des Spiels wurde noch bekannt, dass sich Schmidt mit Knieproblemen herumplagt und Devoli selbiges am Dienstag im Training böse verdreht haben soll.

CFC-Aufstellung:
Süssner - Becker, Ahlf (31. Stark), Ensrud, Göhlert – Tomoski, Adamu (31. Schumann), Görke, Berger – Mayer (31. Rolleder), Salonen (31. Okeke)

Spielzeit:
2 x 30 Minuten aufgrund verspäteter Anreise von MFK Usti n.L.

Torfolge:
1:0 (7.)


Bilder aus Falkenstein
CFC - Usti 0:1 CFC - Usti 0:1 CFC - Usti 0:1 CFC - Usti 0:1 CFC - Usti 0:1
CFC - Usti 0:1 CFC - Usti 0:1 CFC - Usti 0:1 CFC - Usti 0:1 CFC - Usti 0:1

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