Lüth in der FP: "Kommunaler Stadionneubau in Chemnitz undenkbar"

05.10.2010, 12:53 Uhr | 732 Aufrufe
Derzeit nur ein Traum: Die Vision 2020Die Chemnitzer Freie Presse veröffentlichte im gestrigen Lokalteil ein Gespräch mit der Chemnitzer Bürgermeisterin Heidemarie Lüth. Die 64-jährige leitet seit 2005 im Rathaus das Dezernat 5. In diesem ist u.a. das Sportamt beherbergt, welches für die Sportanlagen der Stadt Chemnitz zuständig ist. Neben Fragen zum Spiel gegen Braunschweig II stellte die Freie Presse auch die "Gretchenfrage" zum Thema Stadion, die die himmelblauen Stammtische durchaus bewegt. Angesichts immer weiterer Neubauten im Osten der Republik - zuletzt erfolgte der Spatenstich in Halle - wurde diese Frage u.a. auf dem CFC-Fanclubtreffen 2010 und neulich wieder in Mittweida beim ersten Club-Treffen diskutiert. Die schlechte Nachricht lautet allerdings: Dafür hat die Stadt kein Geld.

Auszug aus dem Interview der Freien Presse mit Frau Lüth vom 04.10.10:

Freie Presse: Trauen Sie dem CFC den Aufstieg zu, obwohl RB Leipzig scheinbar Geld ohne Ende hat?
Frau Lüth: Finanzielle Stärke allein macht es nicht aus. Entscheidend sind der Wille und der Mannschaftsgeist. Ein bodenständiger Verein wie der CFC, der mit guter Nachwuchsarbeit seine eigenen Spieler ausbildet, ist dem Aufstieg näher als RB Leipzig.

Freie Presse: Welche Rolle spielt der CFC Ihrer Ansicht nach fürs Chemnitzer Stadtmarketing?
Frau Lüth: Eine sehr große. Wenn man beispielsweise "Sport im Osten" im MDR anschaut, ist Chemnitz immer dabei. In allen deutschen Zeitungen findet der CFC als Spitzenreiter der Regionalliga Erwähnung. Allein durch den zu erwartenden Zweikampf mit RB Leipzig ist der Verein ständig im Gespräch.

Freie Presse: Als einer der ganz wenigen Clubs der ehemaligen DDR-Oberliga muss der CFC noch in einem alten Stadion spielen. Sehen Sie eine Chance auf eine neue Arena in Chemnitz?
Frau Lüth: So lange die Stadt ein Finanzloch hat und bis 2015 einen Haushaltsausgleich schaffen muss, ist ein kommunal finanziertes Stadion undenkbar. Das wäre nur mithilfe der Wirtschaft möglich. Es muss mit Firmen der Stadt gesprochen werden. Voraussetzung ist, dass der CFC in die dritte Liga aufsteigt.


Damit man sich nicht falsch versteht: Grundsätzlich gebührt der Stadt ein Dankeschön ausgesprochen, denn diese hat den Club in den letzten Jahren - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - stets unterstützt. Die Stichworte Nachwuchsleistungszentrum, neuer Eingangsbereich und Kunstrasenplatz sollten genügen. Trotzdem wurde der ganz große Wurf, den fast alle ehemals in der DDR-Oberliga vertretenen Städte geschafft haben, nicht erreicht. Der vergleichende Blick nach Halle zeigt: Das dort entstehende neue HFC-Stadion wird 17,5 Mio Euro kosten und soll 15.000 Zuschauern (davon 5.400 Sitzplätze und 600 Logen) Platz bieten. Das Land Sachsen-Anhalt bezuschusst den Neubau mit 6 Millionen Euro, der Rest der Summe wird allein von der Stadt Halle aufgebracht.

Surftipp:
» Bleibt derzeit nur eine Vision: Die 'Vision 2020' vom März 2009

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