Immer noch kein Ende bei der Burghausen-Geschichte in Sicht

22.02.2012, 13:28 Uhr | 901 Aufrufe
Bei der Aufarbeitung der Vorfälle am Gästeblock beim Heimspiel gegen Wacker Burghausen kommt weiterhin kein Licht ins Dunkel. Im Gegenteil, die gegenseitigen Schuldzuweisungen werden immer abstruser. Wie die Passauer Neue Presse gestern berichtete, liegt eine Anzeige gegen den Geschäftsführer von Wacker Burghausen, Florian Hahn, vor. Er hatte sich in einem offenen Brief an den DFB lauthals über die Zustände in Chemnitz beschwert und Konsequenzen gefordert. Nun wurde er wegen übler Nachrede angezeigt. Auch gegen den Wacker-Spieler Darlington Omodiagbe liegt eine Anzeige vor - laut Passauer Presse wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Der gebürtige Nigerianer hatte nach dem Spiel behauptet, von Chemnitzer Ordnern rassistisch beleidigt worden zu sein. Eine Bestätigung dieses Vorwurfs gibt es aber bis heute nicht. Wacker-Geschäftsführer Hahn hat dazu in der Passauer Presse bereits eine Erklärung parat: "Alle Ordner wurden befragt, aber von denen will keiner was gehört haben. Die haben sich alle richtig solidarisiert."

Bei den damaligen Tumulten berichtete die Burghausener Seite von 16 Verletzten auf ihrer Seite. Aus Chemnitz gingen nach dem damaligen Treffen 10 Anzeigen in Richtung der Gäste. Ende 2011 wurde bekannt, dass sich auch die Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen eingeschaltet und der DFB eine Stellungnahme des CFC angefordert hatte. Im Januar 2012 wurde gegen sieben beteiligte SVW-Fans ein bundesweites Stadionverbot ausgesprochen - teils bis zum Jahr 2015. Das wiederum stieß in der oberbayerischen Grenzstadt auf Unverständnis und führte zur Prüfung auf Aufhebung der SV's. Doch diese sei nicht zu erreichen, wie Hahn gegenüber der lokalen Presse erklärte: "Wir können die Verbote nicht aufheben, weil diese aufgrund von Körperverletzung und Landfriedensbruch ausgesprochen wurden." Auch auf Chemnitzer Seite soll es Konsequenzen aus den Vorfällen gegeben haben. Ein Ordner soll abgemahnt und einer entlassen worden sein.

Surftipp:
» Artikel in der Passauer Neuen Presse vom 21.02.12

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