Statt 18 diesmal nur 8: FSV Schleiz - CFC 1:8 (1:2)
26.06.2013, 19:50 Uhr | 1.565 Aufrufe
Nach der Toreflut in Wildenau und Waldenburg kam der CFC beim FSV Schleiz zwar auch zu einem Endergebnis mit einer "1" und "8" drin, aber auf der Anzeigetafel stand am Ende kein 0:18, sondern ein verdientes 1:8. Verdient deshalb, weil sich sowohl der Gastgeber als auch der CFC im Spielverlauf ihre Treffer redlich erarbeitet hatten. Auf Chemnitzer Seite wirkten erstmals Rückkehrer Garbuschewski und Neuzugang Riederer mit. Nur auf der Bank saßen dagegen Schmidt und Hazaimeh. Wie schon in den zwei Tests zuvor hatte auch der FSV einen triftigen Grund, den CFC zu einem Kick einzuladen - vom 21. bis 30.06. feiert man in der Rennstadt "100 Jahre Schleizer Vereinsfußball". Das man dafür aber gleich 7 Euro löhnen sollte, war schon happig. Als gelernter DDR-Bürger weiß man aber, dass jede Mauer auch ein Loch hat...

Schädlich bot Garbuschewski (im Trikot Nr. 17 steckend) auf seiner Schokoladenseite, der rechten Außenbahn auf. Pfeffer wirbelte dafür auf links, und verlor gleich im ersten Zweikampf erstmal seinen Schuh ;-). Der Club dominierte, hatte deutlich mehr Ballbesitz und versuchte, sich Chancen zu erarbeiten. Aber der Gastgeber - bis letzte Woche im Spielbetrieb - hielt munter dagegen, stand in der Abwehr häufig genau an der richtigen Stelle und versuchte sein Heil in schnellen Kontern. In der 13. Minute stiefelte Gerisch auf und davon und schob elegant in die lange Ecke des CFC-Tores ein. Überraschende Führung, aber jederzeit Lohn eines aufmerksamen Dagegenhaltens in Hälfte Eins. Der Club mit vielen guten Chancen (Fink, Pfeffer), aber fehlendem Zielwasser. Hensel (per Hacke) und Semmer (per Kopf) sorgten noch vor der Pause für Richtigkeit an der Anzeigetafel. Der Halbzeitpfiff ertönte bereits in der 42. Minute, da Hensel und Pfeffer unglücklich zusammengerauscht waren, länger behandelt und benommen vom Spielfeld geführt wurden.
In der Halbzeitpause stand der CFC-Coach dem Stadionsprecher für ein Interview bereit. Interessant seine Antwort auf die Frage nach möglichen Verstärkungen - laut Schädlich wird noch nach
einem Spieler für das Mittelfeld gesucht, der die U23-Regel erfüllt. Gefragt nach den Saisonzielen gab es die bekannte Antwort, sich Jahr für Jahr verbessern zu wollen. In Hälfte Zwo durfte Riederer zum ersten Mal das himmelblaue Tor hüten, bekam aber kaum etwas zu tun. Bis zur 71. Minute hielt das Bollwerk der Schleizer - Kegel und Fink hatten zuvor beste Chancen - dann sorgte der Torschützenkönig der 3. Liga und Sieger der
Fanpage-Umfrage nach dem Spieler der Saison für das 3:1. Den vierten Treffer besorgte Makarenko nach "wunderschöner Vorlage durch Eichelkraut", betonte der Stadionsprecher und schnallte damit einem der drei Eichelkraut-Brüder (!) in Schleizer Diensten einen dicken Rucksack auf. Förster sorgte schließlich mit einem Doppelpack für den Endstand von 8:1 für den Club. Damit waren die CFC-Kicker einen Tick besser als die Altvorderen vom FCK, die am 16. Juli 1980 im Freundschaftsspiel bei der BSG Schott Schleiz "nur" zu einem 6:0-Sieg kamen.
CFC-Team, Hälfte 1:
Pentke - Birk, Bankert, Cinar, Le Beau - Pfeffer, Hensel, Kegel, Garbuschewski - Semmer, Fink
CFC-Team, Hälfte 2:
Riederer - Landeka, Cinar, Wachsmuth, Stenzel - Makarenko, Scheffel, Kegel, Mauersberger - Fink, Förster
FSV Schleiz:
Pasold, Wittig (53. Kevin Eichelkraut), Kenny Eichelkraut, Priedemann, Lenzner (62. Conrad), Göbel, Weiß (67. Aust), Gerisch, Göller, Liebold, Nicky Eichelkraut
Torfolge: 1:0 Gerisch (13.), 1:1 Hensel (24.), 1:2 Semmer (34.), 1:3 Fink (71.), 1:4 Makarenko (74.), 1:5 Kegel (79.), 1:6 Cinar (85.), 1:7 Förster (87.), 1:8 Förster (88.)
Zuschauer: ca. 450 (Sportstätte am Fasanengarten, Schleiz)
