3 Fragen an die Kandidaten für den Aufsichtsrat

16.01.2017, 11:20 Uhr | 1815 Aufrufe
Vier Geschäftsführer, ein Vorstandschef, der Kanzler der hiesigen Uni und ein ehemaliger Spieler; sechs Herren und eine Dame; zwei aus dem alten Aufsichtsrat und fünf Neuzugänge; vier Neumitglieder und drei alte Hasen - diese sieben Personen sollen nach Vorstellungen des Ehrenrates am Montagabend zum neuen Aufsichtsrat des Chemnitzer Fussballclubs in Liste gewählt werden. Sieben aus vierzehn ernstzunehmenden Kandidaten, die nach intensiven Gesprächen vom Ehrenrat ausgewählt wurden.

Doch wer sind diese Personen? Welchen Bezug haben Sie zum Club und warum wollen Sie gerade jetzt den Posten im Aufsichtsrat annehmen? Und was ist aus Ihrer Sicht das Wichtigste wenn Sie denn von der Mitgliederversammlung tatsächlich gewählt werden? Diese Fragen haben wir den einzelnen Kandidaten gestellt.

Uwe BauchUwe Bauch
(Vorstandsvorsitzender community4you AG, Jahrgang 1964, Mitglied seit 2017)

CFC-Fanpage: Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Uwe Bauch: Als gebürtiger Karl-Marx-Städter reichen meine Verbindungen zum Chemnitzer Fußball schon viele Jahrzehnte zurück. Meine erste bewusste Erinnerung war der Besuch eines Fußballspieles auf der ‚Fischerwiese‘ mit meinem Vater im Alter von 5 Jahren. Danach haben wir regelmäßig bei den Heimspielen des damaligen FC Karl-Marx-Stadt mitgefiebert.
In der Nachwendezeit hat mein aktives Interesse am Club nachgelassen, da die Entwicklung des CFC leider eine falsche Richtung nahm und ich mich mit den Vorkommnissen Anfang der 1990er Jahre nicht identifizieren konnte. Desweiteren beschäftigte ich mich intensiv mit der Etablierung meiner Unternehmen. In den letzten Jahren wuchs mein Interesse am Chemnitzer FC. Mehr und mehr freute ich mich - wie schon vor über 40 Jahren - über jede Erfolgsmeldung unserer ‚Himmelblauen’ und so kam es, dass ich wieder die Heimspiele im Stadion besuchte. Ich wurde ein großer Befürworter des Stadionneubaus. Seit der Eröffnung im August 2016 ist unser Unternehmen stolzer Namensgeber für das moderne Stadion des CFC, der community4you ARENA. Mitglied des CFC bin ich seit 2016.

CFC-Fanpage: Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Uwe Bauch: Sowohl mein Unternehmen als auch ich selbst verdanken der Chemnitzer Region eine ganze Menge. Nachdem wir schon mehrere Jahre in der Sportförderung aktiv sind, habe ich mich entschieden, für einen Aufsichtsratssitz im bedeutendsten Sportverein der Stadt Chemnitz zu kandidieren, um damit durch aktive Mithilfe den CFC aus der Krise zu führen und auch in Zukunft bestens unterstützen zu können.

CFC-Fanpage: Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Uwe Bauch: Gerade in dem momentan unruhigen Fahrwasser, in dem sich der CFC bewegt, sehe ich es als meine vorrangigste Aufgabe, die Verbindungen zwischen den Fans / Mitgliedern, dem Ehrenrat, der Stadt Chemnitz sowie dem Vorstand lebendig und produktiv zu gestalten und verlorengegangenes Vertrauen wiederherzustellen.


Dirk BalsterDipl.-Oec. Dirk Balster
(Kaufm. Geschäftsführer Klinikum Chemnitz gGmbH, Jahrgang 1966, Mitglied seit 2017)

CFC-Fanpage: Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Dirk Balster: Als Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz sind eine Vielzahl von Mitarbeitern langjährige und begeisterte Fans des CFC. Für diese und alle anderen Fans haben wir aktuell einen Kreißsaal der Geburtshilfe in CFC-Farben gestaltet. Darüber hinaus unterstützt der Konzern Klinikum seit Jahren umfänglich die Jugendarbeit (so zum Beispiel das jährliche U12 Fußballturnier und die Blindenfußballer über den Förderverein für Jugend, Sport und Soziales e.V.). Als Privatperson bin ich seit meiner frühesten Jugend begeisterter Fußball-Fan. Seit meinem Studium habe ich immer ein Herz für die authentischen, kleineren Traditionsvereine gehabt. Als Student war ich Dauergast in der Ostkurve beim VfL Bochum; später in Hamburg habe ich viele Spiele des FC St. Pauli verfolgt. Nun habe ich auch schon einige Spiele des CFCs im Stadion verfolgt und eine Leidenschaft für die Himmelblauen entwickelt.

CFC-Fanpage: Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Dirk Balster: Die Chemnitzer Region benötigt fußballerisch seinen Traditionsverein, der erfolgreich im Profi-Fußball spielt, der die Öffentlichkeit begeistert und der sein modernes Stadion mit lebendigen, kreativen, toleranten und in jeder Situation treuen Fans füllt. Hierzu möchte ich mit meinen kaufmännischen Kenntnissen und meiner eigenen leistungssportlichen Erfahrung beitragen.

CFC-Fanpage: Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Dirk Balster: „Sportlich erfolgreich sein“ heißt, dass ein fußballerisch kompetenter Vorstand, ein Team bildet und auf den Platz stellt, das eine spielerische Linie hat, das füreinander kämpft und sich mit dem Verein und den Fans identifiziert. Die Voraussetzungen hierfür müssen über ein nachhaltiges Konzept (unter Einbeziehung der Jugendarbeit) geschaffen werden, in dem die wirtschaftlichen und sportlichen Ziele des Clubs gleichermaßen realistisch abgebildet sind.

Der neue Aufsichtsrat hat die dringlichen Aufgaben:
  1. Die bestehenden Regelungen zur Arbeit der Organe des Vereins kritisch zu würdigen und ggf. Veränderungen zu beschließen
  2. Die richtigen Vorstandsmitglieder auszuwählen
  3. Die wirtschaftliche Stabilität herzustellen
  4. Durch Transparenz wieder das Vertrauen der Mitglieder und Fans zu gewinnen.
  5. Ein Konzept für den Profifußball des CFCs zu beraten, zu entscheiden und dessen Umsetzung zu kontrollieren


Gunther KermerGunther Kermer
(Geschäftsführer KPM-Bau GmbH, Jahrgang 1954, Mitglied seit 2000, Mitglied des alten Aufsichtsrates)

CFC-Fanpage: Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Gunther Kermer: Ich bin in Karl-Marx-Stadt geboren und seit 1965 aktiver Fan.

CFC-Fanpage: Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Gunther Kermer: Ich möchte den Verein unterstützen und klare Strukturen schaffen, den Vorstand anleiten und kontrollieren.

CFC-Fanpage: Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Gunther Kermer: Die Erstellung des Fan-Hauses sowie die Konsolidierung des CFC vorantreiben.


Erwin Trageser Erwin Trageser
(Geschäftsführer Härtetechnik und Metallbearbeitung GmbH, Jahrgang 1951, Mitglied seit 1999, Mitglied des alten Aufsichtsrates)

CFC-Fanpage: Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC? Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Erwin Trageser: Da ich in jüngeren Jahren selbst aktiv Fußball gespielt habe und später bis zu meinem Umzug (1991) nach Chemnitz Vorsitzender meines Heimatfußballvereins war, wollte ich auch in Chemnitz meiner großen Leidenschaft treu bleiben. Als mein Unternehmen die Gründungsschwierigkeiten überstanden hatte, habe ich 1997 mit dem Sponsoring beim CFC angefangen. Im Jahr 1999 bin ich dann als Mitglied dem Verein beigetreten. 2001 wurde ich nach dem Abstieg aus der 2. Liga, in einer auch aoMV in den Verwaltungsrat (heute AR) gewählt, dem ich bis zum heutigen Tage angehöre. Ich habe mit Herzblut daran mitgearbeitet, den Verein wieder in geordnete Bahnen zu bringen ( 2001 : Umsatz 5 Mio. DM, Finanzlücke 2 Mio. DM ). In den knapp 16 Jahren meiner Amtstätigkeit gab es einige Höhen, die wir freudig gefeiert haben ( z.B. Aufstieg in die 3. Liga ) und Tiefen, die in der Regel immer mit fehlendem Geld in der Vereinskasse zu tun hatten. In solchen Situationen wurde dann der von meinem Unternehmen geplante Sponsoringbetrag deutlich überschritten, was ich aber gerne gemacht habe. Auch der enge Kontakt zur Manschaft hat mich immer dazu bewegt alles für den Verein zu tun. So wurden z. B. die Wintertraininglager der letzten Jahre finanziell durch mich organisiert. Für mich ist der CFC eine Herzensangelegenheit. Deshalb trete ich erneut zur Wahl an.

CFC-Fanpage: Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Erwin Trageser: Die allerwichtigste Aufgabe des neuen AR ist es, den Verein wieder in finanziell ruhiges Fahrwasser zu bringen. Mit den Fans sollte enger kooperiert werden. Über dieses Thema habe ich auch schon mit Peggy Schellenberger gesprochen. Eine Strukturreform des CFC ist zwingend erforderlich.


Dr. Eberhard Alles
(Kanzler der Technischen Universität Chemnitz, Jahrgang 1959, Mitglied seit 2016)

CFC-Fanpage: Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Eberhard Alles: Zunächst einmal bin ich selbst seit Jahren Fan der Himmelblauen und versuche so oft es geht, bei Heim- wie Auswärtsspielen live dabei zu sein. Ich verfolge intensiv die Entwicklung des CFC in den letzten Jahren. Ganz besonders gefreut habe ich mich dabei über den Drittligaaufstieg 2011 (u.a. vor RB Leipzig) und den Neubau unseres tollen Stadions an der Gellertstrasse. Darüber hinaus hat die TU Chemnitz, deren Leitung ich als Kanzler angehöre, schon traditionell intensive Beziehungen zum CFC.

CFC-Fanpage: Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Eberhard Alles: Der CFC und die TU sind je auf ihre Weise zwei Chemnitzer Originale. Und sie sind Aushängeschilder für die Stadt und Region. Ich bin davon überzeugt, starker Fußball braucht starke Partner. Die längerfristige Kooperation von CFC und TU ist ein Baustein, um die sportliche, aber auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in der Region nachhaltig zu fördern.

CFC-Fanpage: Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Eberhard Alles: Mehrere Dinge werden in Zukunft wichtig sein, die die Mitglieder des Aufsichtsrats in gemeinsamer Arbeit angehen. Aus meiner Perspektive ist die vertiefte Zusammenarbeit mit Unterstützern und Sponsoren des Vereins wichtig. Ebenso geht es um die Frage, wie wir die Bedingungen für sportlichen Erfolg und die Bindung zu Stadt und Region weiter ausbauen können. Und – last but not least – beim Thema Fankultur gibt es für den CFC sicher noch große Potentiale zu heben.


Lutz WienholdLutz Wienhold
(Anzeigenleiter Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz, Jahrgang 1966, Mitglied seit 1996, Ex-Spieler)

CFC-Fanpage: Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Lutz Wienhold: Ich habe 1974 mit 8 Jahren als Kind beim damaligen FC Karl – Marx – Stadt mit Fußball spielen begonnen, alle Nachwuchsmannschaften durchlaufen bis zum Männerbereich und dann dort bis zum Jahr 2000 als Profi gespielt – also insgesamt 26 Jahre als aktiver Fußballspieler beim FCK/CFC. Seitdem schaue ich mir, wenn es irgendwie möglich ist, die Heimspiele und das ein oder andere Auswärtsspiel des CFC an. Mein Herz hängt an diesem Verein.

CFC-Fanpage: Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Lutz Wienhold: Ich wurde durch den Ehrenrat angesprochen, ob ich mir dieses Ehrenamt vorstellen kann. Wie oben beschrieben, habe ich unserem Verein unheimlich viel zu verdanken. Damit meine ich nicht nur die Siege und Erfolge mit den jeweiligen Mannschaften oder auch persönliche Erfolgserlebnisse.

Ich hatte über die vielen Jahre durch unseren Verein die Möglichkeit, großartige Menschen – Trainer, Betreuer, Mitspieler, Sponsoren, Mitarbeiter der Geschäftsstelle etc. – kennenzulernen, die mich nachhaltig geprägt haben.

Zusätzlich konnte ich mir durch den Leistungssport bei den Himmelblauen Charaktereigenschaften aneignen, die mir in meiner beruflichen Laufbahn nach dem Profifußball unheimlich helfen.

Für mich ist es eine großartige Gelegenheit und eine Ehre, diesem Verein in einer schwierigen Situation jetzt als Mitglied des Aufsichtsrates etwas zurückzugeben.

CFC-Fanpage: Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Lutz Wienhold: Ich gehe davon aus, dass ich vor allem meine Erfahrungen als ehemaliger aktiver Profifußballer, Inhaber einer Trainerlizenz und auch Trainer von Amateurmannschaften in dieses Gremium einbringe und für den sportlichen Bereich ein Ansprechpartner und Ratgeber sein werde.
Darüber hinaus wird es darauf ankommen, meinen Anteil dazu beizutragen, dass wir alle gemeinsam diese schwierige finanzielle Situation meistern und verhindern, dass sich etwas ähnliches wiederholen kann.


Simone KalewSimone Kalew
(Geschäftsführerin GGG m.b.H., Jahrgang 1962, Mitglied seit 2017)

CFC-Fanpage: Wie ist ihre Verbindung zum Chemnitzer FC?

Simone Kalew: Als Geschäftsführerin des Wohnungsunternehmens GGG, das langjähriger Partner und Sponsor des CFC ist, verfolge ich die Entwicklung des Vereins sehr aufmerksam und mit Interesse. Der CFC ist ein sportliches Aushängeschild unserer Stadt, mit dem sich viele Chemnitzer identifizieren. Zudem sehe ich den Fußball als wichtigen Imagefaktor für Chemnitz, der die Stadt bundesweit bekannt macht. Das alles gilt es zu erhalten.

CFC-Fanpage: Welche Motivation haben Sie, für den Aufsichtsrat des CFC zu kandidieren?

Simone Kalew: Der Club steckt in einer finanziell angespannten Situation. Um ihm zu helfen, hat die GGG die Geschäftsbesorgung für die Betreibergesellschaft des Stadions übernommen. Das der CFC wieder zurück zu alter Stärke findet, ist für seine Fans und für Chemnitz wichtig. Auf diesem Weg möchte ich den Club begleiten und unterstützen.

CFC-Fanpage: Was sehen Sie als Ihre wichtigste Aufgabe, wenn Sie in den Aufsichtsrat gewählt werden?

Simone Kalew: Mein Ziel ist es, die wirtschaftliche Basis des CFC zu bereiten, die ihm wieder die Konzentration auf seine sportlichen Aufgaben möglich macht. Dazu biete ich mein betriebswirtschaftliches Know-how an.

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