Neuer Aufsichtsrat gewählt - Uwe Bauch neuer AR-Chef

17.01.2017, 12:05 Uhr | 860 Aufrufe
Gestern Abend trafen sich die CFC-Mitglieder in der Messehalle an der Neefestraße erneut zu einer Mitgliederversammlung. Erst im Dezember 2016 hatte es an diesem Ort die ordentliche MV des Jahres 2016 gegeben, welche unter dem Damoklesschwert der finanziellen Krise und der im Raum stehenden Rücktritte von Vorstand und Aufsichtsrat stattgefunden hatte. Wegen dieser Rücktritte wurde die gestrige außerordentliche MV nötig, und immerhin gibt es nun einen neuen Aufsichtsrat des CFC zu verkünden. Insgesamt waren 411 Mitglieder erschienen, davon 392 mit Stimmrecht. Im Dezember waren fast doppelt so viele Mitglieder anwesend. Mit 334 Ja-Stimmen (29x Nein, 29x Enthaltung) wurden die vorgeschlagenen sieben Kandidaten des Ehrenrates angenommen und per Listenwahl zum neuen Aufsichtsrat gewählt. Auf der konstituierenden Zusammenkunft des neuen AR wurde Uwe Bauch (Vorstandsvorsitzender der community4you AG) zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestimmt. Dem Aufsichtsrat obliegt nun in den nächsten Tagen die Bestellung des neuen CFC-Vorstandes, der laut Satzung aus 3 bis 5 Mitgliedern bestehen kann.

Lutz Wienhold bei der Vorstellung als AR-KandidatIm Vorfeld der aoMV wurden die vom Ehrenrat aufgestellten Kandidaten des AR zum ersten Male bereits vor der Versammlung den Mitgliedern vorgestellt. Bisher passierte dies stets erst am Abend der Versammlung. Ehrenrats-Mitglied Mario Lengtat erläuterte während der MV das Vorgehen des Ehrenrates und wie man aus insgesamt 14 Kandidaten eine Liste mit letztlich sieben Vorschlägen erstellt hat. Seine Worte standen für die Transparenz, die, so Lengtat wörtlich, nun hoffentlich weiter in den Verein einziehen wird. Auch das Vorgehen des Ehrenrates, nur sieben Kandidaten für genau 7 Plätze im Aufsichtsrat zu nominieren, wurde lange erklärt. Über diese "Listenwahl" waren im Vorfeld der aoMV Diskussionen aufgekommen, und auch entsprechende Anträge an den Vorstand zur Änderung von Satzung bzw. Tagesordnung eingegangen. Diese Anträge wurden von Versammlungsleiter Hr. Steger auch erwähnt, aber die Quintessenz war, dass alle Anträge vom Vorstand unter Berufung auf die Satzung als nicht zulässig erklärt wurden.

Blumen für den neuen siebenköpfigen AufsichtsratDr. Hänel lieferte als scheidender Vorstandsvorsitzender den Bericht zu den letzten vier Wochen seiner Amtszeit seit der letzten MV ab, zählte dabei u.a. die mit dem Rathaus, der GGG und dem Versorger eins geschlossenen Verträge auf. Diese besitzen eine Laufzeit von 10 Jahren (ligenabhängig!), wie sich bei der späteren Diskussion und auf Information von Dr. Kall (Finanz-Vorstand Rico Weiße saß nur teilnahmslos auf dem Podium) herausstellte. Der Doktor dankte für die zehn Jahre unter seiner Amtszeit allen Mitstreitern und motivierte das komplett anwesende Drittligateam, die gute Chance mit dem jetzigen 5. Platz entschlossen zu nutzen. Ein Aufstieg würde einen guten Teil der wirtschaftlichen Probleme verringern helfen. Auch über das Thema einer Spielbetriebs-GmbH sollte man durchaus nachdenken, dabei aber alle Mitglieder und Fans mit ins Boot nehmen. Worte über seine Zukunft verlor der "Doc" keine, aber vielleicht sollte man sich bei der Bestellung des neuen Vorstand daran erinnern, dass es jemanden braucht, der in die Handlungsabläufe des alten Vorstandes involviert war.

Der zurückgetretene Vorstand lauscht den Worten von Uwe BauchBeim Tagesordnungspunkt Diskussion brandete erneut die Frage nach Auslegung der aktuellen Satzung auf. Drei Kandidaten für den Aufsichtsrat waren nämlich erst 2017 als Mitglied aufgenommen geworden, und im § 9 heißt es entsprechend: "Wählbar sind, mit Rücksicht auf die Dauer der Vereinszugehörigkeit, alle Mitglieder, die das 21. Lebensjahr vollendet haben." Rechtsanwalt Mario Lengtat legte seinen Standpunkt dar, dass die Satzung an dieser Stelle zwar unscharf wäre, aber im § 15 (Aufsichtsrat) keine Begrenzung des Begriffes "Dauer" aufgeführt wird. Jürgen Rotter, Vorsitzender des Ehrenrates, appellierte an die Vernunft und das Einsehen der Mitglieder, denn wenn die MV keinen Aufsichtsrat bestimmten würde, wäre der Verein handlungsunfähig und könnte die Nachbesserung zur Lizenz (bis 23. Januar!) nicht erbringen. Das negative Highlight der ganzen Diskussion lieferte Versammlungsleiter Thomas Steger (Vorstand) ab, der auf die Nachfrage eines Mitgliedes antwortete: "Salopp gesagt, ich habe hier als Versammlungsleiter sowieso das letzte Wort!"

Uwe Bauch - der neue Aufsichtsratsvorsitzende bei seiner ersten RedeNach gut zwei Stunden Geplänkel wurde schließlich gewählt und die Kandidatenliste des Ehrenrates als neuer Aufsichtsrat angenommen. Für viele Mitglieder sicher überraschend, wurde der Vorstandsvorsitzende des Software-Unternehmens community4you zum neuen Chef des Aufsichtsrates bestimmt. In seiner Antritts- und zugleich Schlußrede der MV sprach Hr. Bauch davon, den Verein in sicheres finanzielles Fahrwasser zu bringen und unter seiner Amtszeit den Aufstieg in die 2. Bundesliga erreichen zu wollen. Er habe als Unternehmer schon so manche schlecht aussehende Firma übernommen und eine "schicke Braut" daraus gemacht. Genau das habe er nun auch mit den Himmelblauen vor.

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