Remis gegen VfB bei "winterlichem Beach-Soccer" in Auerbach ...

31.01.2003, 22:27 Uhr | 1648 Aufrufe
... denn daran erinnerte die Spielfläche am Freitagabend am Auerbacher Ziegeleiweg des Landesligisten VfB. Der Rasen bedeckt nach üppigen Schneefällen die Tage vorher und noch während des Spiels mit einer ca. 10 cm starken weißen Decke, dennoch fand das Spiel statt, wobei der Sinn solcher Spiele als Tests angezweifelt werden muss. Eine Verlegung auf den benachbarten Kunstrasen wie vom VfB angestrebt wurde nicht stattgegeben.

Angesichts der äußeren Umstände sahen offizielle 100 Zuschauer inklusive 20 (?) Chemnitzer Fußballfreunde bei eisigen Temperaturen von – 5 °C ein insgesamt aus meiner Sicht sogar zeitweilig recht unterhaltsames Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten, wobei die Erwartungen an das Niveau natürlich von vornherein ein geringes Maß hatten. Für den CFC begann die Begegnung eigentlich optimal, bereits nach 7 min. setzte sich der beste Chemnitzer Alexandar Simic und nicht Rainer Krieg wie vom Stadionsprecher angegeben im Auerbacher Strafraum durch und ließ den ehemaligen CFC und "Heckert"-Keeper Daniel Fröhlich mit einem Flachschuss aus 7 m keine Chance. Keine 8 min. später die Antwort der Gastgeber mit einem direkt verwandelten flachen Freistoß von Gunnar Stabenow nach Foul an Marcus Wieland an der Strafraumgrenze, wobei die CFC-Mauer keinen allzu fehlerfreien Eindruck hinterließ. Ein sehenswerter Pfostenschuss von Alex Simic in der 30 min. blieb das eigentlich einzige Highlight der schwarz-roten Himmelblauen im 1. Abschnitt, ansonsten blieb vieles auf dem Boden (verständlicherweise) Stückwerk weil der CFC auch versuchte, bei diesen Platzverhältnissen "zuviel richtigen Fußball zu spielen", auf der anderen Seite stand der VfB in Halbzeit 1 bei einer turbulenten Strafraumsituation vor dem 2:1. So ging´s mit dem 1:1 in die (warmen) Kabinen. Joachim Müller wechselte zur Halbzeit 4-mal aus, später kam nach ca. 60 min. Robin Lenk für Rudolf Zedi ins Spiel. Die größte Chance im 2. Abschnitt besaß der Gastgeber nach einer Eingabe von Kai Göschel durch Steve Gorschinek in min. 73, dem eine Unaufmerksamkeit in der Chemnitzer Hintermannschaft vorausging – bedingt aber auch durch den Platz, die aber dank der Reaktion von Steffen Süßer nicht verwertet werden konnte. Auf der Gegenseite die Himmelblauen bemüht, druckvoll den Gegner zu bespielen, was aber insgesamt zu wenig gelang. Oftmals spielte halt der Platz den Bemühungen einen Streich und sorgte zuweilen für Torszenen oder entsprechenden Szenen, wie in Halbzeit 2, als Robin Lenk Steffen Süßner mit einer "sicherheitshalber straffen Rückgabe" fast mit einem Heber überlistet hätte, während dessen kurz zuvor eine Rückgabe fast zu einer klaren Torchance der Vogtländer geführt hätte.

So blieb es am Ende bei einem insgesamt korrekten 1:1, wobei es schwer fällt, bei solchen Platzverhältnissen ein entsprechendes Urteil zu fällen, zumal der Stand in der Vorbereitung beider Mannschaften unterschiedlich sein dürfte. Während der CFC erst in knapp 4 Wochen wieder in die Punktspiele einsteigt, war dieses Spiel für den VfB bereits der Abschluss der Vorbereitung auf die Rückrunde Richtung Oberliga-Aufstieg.

Bleibt noch anzumerken, dass für den Sitzplatz auf der Tribüne 3,50 – 4,50 € zu löhnen war (auf der Gegengerade besetzt fast ausschließlich mit den angereisten Chemnitzer Fanatikern) AFAIK 2,50 €. Für die Tribünen-Sitze wurden sogar Sitzkissen bereitwillig am Eingang vergeben, leider war dieser Bereich "Bratwurstfreie Zone" und so musste man sich mit Bock und Wiener begnügen, beides jeweils für 1,50 €. Dazu wurden Kaffee und Glühwein gereicht. Mit dem kleinen freitagabendlichen Feuerwerk versetzten die Lichtgestalt & Co. (ganz forsch parkend beim "Auerbacher Abschleppkönig", Glückwunsch wenn der Golf noch stand ;)) die anwesenden Ordner in helle Empörung, welche sogleich die Einsatzkräfte im PKW am Eingang alarmierten. Diese wiederum "winkten müde ab und ließen den Motor laufen", was einen der Ordnungsbüttel zu Diskussionen um seine Steuergelder mit mir und anderen Tribünengästen veranlasste, welche dort verschwendet werden.

Statistik:
CFC: Süßner – Zedi (60. Lenk), Mehlhorn (46.Vesovic), Jan Schmidt, Ahlf, Tchipev (46. Chuzik), Mboma (46. Meyer) Krieg, Simic, Meissner (46. Baumann), König
Schiedsrichter: Gerber (Hohenstein-Ernstthal)
Zuschauer: 100
Beste Chemnitzer: Simic, Süssner


Videos:

· Das 1:0 durch Alex Simic (6 Sekunden ca. 870 KB)
· Das 1:1 durch Gunar Stabenow (8 Sekunden, ca. 1,1 MB)
· Turbulenzen im CFC-Strafraum (8 Sekunden, ca. 1,3 MB)
· Eine Torchance des CFC durch Ronny König, Vorarbeit von Alex Simic (8 Sekunden, ca. 1,9 MB)

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