Insolvenzverwalter Klaus Siemon: Fanszene trägt Schuld am Abstieg!

07.07.2020, 09:30 Uhr | 935 Aufrufe
Der seit Juni 2018 agierende Insolvenzverwalter Klaus Siemon hat sich festgelegt. Für ihn ist die Fanszene des CFC am Abstieg schuld. Gegenüber der "Sport-im-Osten"-Redaktion des MDR erklärte er bereits am Wochenende: "Angesichts von 2 Toren die fehlen darf nicht vergessen werden, dass die Querelen zu Beginn der Saison viel Geld und wichtige Punkte gekostet haben. Die fehlende Unterstützung der Fanszene für den Erfolgskurs mit Aufstieg, Pokalgewinn und Sanierung ist deshalb der Hauptgrund für den jetzigen Niedergang." In der heutigen Ausgabe der Freien Presse legt der Rechtsanwalt noch einmal nach: "Als es darum ging, mit Schwung und Elan in die Dritte Liga zu starten, haben Fanszene und andere Beteiligte den Erfolgskurs mit Aufstieg, Pokalsieg und erfolgreicher Sanierung massiv bekämpft. Das hat viel Geld und Punkte gekostet."

Auch auf die Geschehnisse Anfang September 2019, als die unter seiner Regie mit üppigen Verträgen ausgestatteten David Bergner und Thomas Sobotzik nach einem miserablen Saisonstart mit nur 3 Punkten aus acht Spielen urplötzlich zurücktraten, hat der Rheinländer eine exklusive Sicht: "Thomas Sobotzik hatte eine für die Dritte Liga absolut konkurrenzfähige Mannschaft zusammengestellt und noch kurz vor Transferschluss den besten CFC-Torschützen Philipp Hosiner verpflichtet. Statt ihm und der sportlichen Leitung dankbar für die geleistete Arbeit zu sein, die zu Aufstieg und Pokalsieg führte, und ihm den Rücken zu stärken, hat die Fanszene ihn im Regen stehen lassen." Von der Freien Presse nach seiner eigentlichen Arbeit - dem laufenden Insolvenzverfahren - befragt, meinte Siemon: "Entscheidend ist, dass der Insolvenzplan gegenwärtig nicht finanziert werden kann. Und der Abstieg hat die Möglichkeiten zur Finanzierung nicht verbessert."

Auf die Aussage Siemons beim MDR, die Fans trügen die Schuld am Abstieg, hat das himmelblaue Fanlager bereits reagiert. In der gestern veröffentlichten Erklärung werden der Vorstand des e.V. und die Gesellschafter der GmbH aufgefordert, den Anwürfen zu widersprechen und endlich Einigkeit im himmelblauen Lager herzustellen: "Wir fordern den Vorstand des Chemnitzer FC e.V. sowie die Gesellschafter der CFC Fußball GmbH auf, sich von den getätigten Aussagen von Klaus Siemon zu distanzieren bzw. diesen klar zu widersprechen. Es ist ein notwendiges Zeichen, um die eigene Anhängerschaft für einen gemeinsamen Weg in der Regionalliga Nord-Ost mitzunehmen. Denn nur so kann unser Verein überleben. Gemeinsam."

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