Spielbericht // Saison 2012/2013

 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC2:1SV Wacker Burghausen
SV Wacker Burghausen
22. Spieltag - 3. Liga - Saison 2012/2013
Samstag, 15. Dezember 2012, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 3.300
Schiedsrichter: Bandurski (Oberhausen)
Chemnitzer FCTorfolgeSV Wacker Burghausen
T Pentke
A Stenzel
A Bankert
A Wachsmuth
A Birk
M Pfeffer (90. le Beau)
M HörnigGelbe Karte
M KegelGelbe Karte
M Landeka
S Fink (89. Makarenko)
S FörsterGelbe Karte

Trainer: Schädlich
1:0 Landeka (17.)
2:0 Fink (22./Foulelfer)
2:1 Holz (49.)

T Vollath
A Aupperle
A CinarGelbe Karte
A EberleinGelbe Karte
A Thiel (77. Müller)
M HolzGelbe Karte
M Senesie
M Mokhtari (82. Freiberger)
M Luz
M OmodiagbeGelbe Karte
S Moser (68. Kulabas)

Trainer: Donkov
Spielbericht

Heimdreier geholt & "Fluch der Nachspielzeit" bezwungen!

Von Erik Büttner & Frank Neubert

Im Großen und Ganzen hatte der CFC das Spiel im GriffKurz vor dem dritten Advent verabschiedete sich der Chemnitzer FC mit dem ersehnten Heimsieg in die Weihnachtsferien. Drei Tore fielen im Spiel vor 3.300 Zuschauern gegen den SV Wacker Burghausen - zwei für Chemnitz und eines für die Gäste. Und diesmal wurde auch die zuletzt diabolische Nachspielzeit - heuer drei Minuten - schadlos überstanden. Vor und nach dem Spiel gab es in der Fanhalle die Verlängerung der Glühweinparty zugunsten der himmelblauen D-Jugend und am UC-Stand konnte für die langen Winternächte eine 148-seitige Ausgabe des kleinen Zeitvertreibs ergattert werden. Die Frage, ob es nach dem Anpfiff erneut die Aktion 12:12 geben würde, klärte sich bereits mit einem Blick in den UC-Infoflyer "Das Neue Testament", in dem es zum am 12. Dezember verabschiedeten DFL-Papier hieß: "Ihr seht, es gibt noch immer genug Gesprächsbedarf über dieses Papier und genau deswegen werden wir auch heute wieder 12 Minuten und 12 Sekunden schweigen, um unseren Unmut über die Verabschiedung auszudrücken. Weitere Aktionen werden dann in der Winterpause geplant. Infos folgen über die bekannten Kanäle."

Siegesrunde der erfolgreichen HeimelfDer 2:1-Sieg des CFC auf den bestens präparierten, grasgrünen Fiwi-Teppich ging so völlig in Ordnung, hätte aber durchaus höher ausfallen können. Denn die Himmelblauen hatten in der Partie Chancen für drei Spiele. Und das ging bereits in den ersten Minuten los, als Fink doppelt verpasste (4., 5.). Dann zappelte der Ball in Minute 17 im Tor. Doch statt Torjubel gab es die gelbe Karte für Förster, denn er hatte den Ball mit Maradona-Technik und der "Hand Gottes" ins Gehäuse befördert. Dass die Chemnitzer auch regelkonform Tore erzielen können, bewies Landeka nur Sekunden später (18.). Aus spitzem Winkel vollstreckte der Linksaußen auf Vorlage von Stenzel, der völlig berechtigt den Vorzug für Le Beau erhielt. Nur 4 Minuten später stand es 2:0. Fink war im Strafraum zu Boden gegangen, Schiedsrichter Bandurski entschied auf Strafstoß und Fink traf selbst zu seinem 13. Saisontor (22.). Nun kam richtig Unruhe ins Spiel, weil Burghausen sichtlich unzufrieden war - wohl über die eigene Leistung, wohl auch mit dem Schiedsrichter. Davon ließen sich die Himmelblauen etwas anstecken und so kam Burghausen zu durchaus guten Ausgleichsmöglichkeiten. Doch Chemnitz blieb die tonangebende Mannschaft und hätte durch Landeka auf 3:0 erhöhen müssen - doch er zirkelte den Ball knapp am Kasten vorbei (30.).

Der Seitenwechsel ging einher mit Burghausens Anschlusstreffer. Holz zog aus etwa 25 Metern stramm ab und traf mustergültig und unhaltbar in die rechte obere Ecke (49.). Das Spiel gestaltete sich anschließend sehr munter, weil beide Mannschaften offensiv agierten, aber in der Defensive teilweise sündigten. So entstanden Chancen fast als Fließbandware; das Mehr davon für die Heimmannschaft. Doch es blieb beim 2:1, denn Fink, Förster und Landeka (Riesenchance in der 74. Minute: Fink legt wunderschön quer zu Landeka, der bringt das Kunststück fertig und semmelt 1 m vor der Torlinie den Ball über die Latte) ließen teils mehrfach beste Chancen ungenutzt. Burghausen kam aus dem Spiel nur einmal in diese Gelegenheit, die himmelblaue Verteidigung klärte aber in höchster Not. Gefahr ging von den Gästen so fast nur durch Standards aus, zumindest solang sie nicht ausgeführt waren - letztlich blieben diese Situationen harmlos. Und so mussten die Himmelblauen diesmal auch kaum in den drei Minuten Nachspielzeit zittern. Die absolvierten sie fast konzentrierter als die 90 Minuten davor und sicherten sich so die hochverdienten drei Jahresendzähler.

Wertung: 3 (Spiel ok, aber die Chancenverwertung...)

Beste Himmelblaue: Fink, Förster, Landeka, Stenzel

Spielerstimmen

Anton Fink (Freie Presse):
"Ich bin erleichtert, dass wir diesmal den Sieg über die Zeit gebracht haben. Aber es stimmt: Ich hätte das eine oder andere Tor mehr machen müssen." - "Ich habe mir kein Tore-Ziel gestellt. Es ist schön, wenn ich in jedem Spiel treffe. Aber für mich zählt nur der 27. Januar, da geht es in Darmstadt weiter."

Josip Landeka (Freie Presse):
"Eigentlich war es physikalisch nicht möglich, diesen Ball übers Tor zu schießen. Da habe ich Nerven gezeigt. Wahrscheinlich sind die letzten zwei Spiele, als wir in letzter Sekunde den Ausgleich hinnehmen mussten, doch nicht spurlos an uns vorüber gegangen."

Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Es war ein Spiel für die Zuschauer. Beide Teams waren offensiv ausgerichtet. Wie gegen Münster führten wir in der ersten Hälfte schnell 2:0. Mit der Dramaturgie des Anschlusstreffers hatten vielleicht auch einige meiner Spieler Erinnerungen an das letzte Heimspiel. Positiv gilt es hervorzuheben, dass wir uns viele Tormöglichkeiten erarbeitet haben. Trotz des Bangens bis in die letzte Sekunde hinein bin ich mit dem Ergebnis zufrieden."

Georgi Donkov (MDR-Online)
"Wir haben ein sehr aggressives und schnelles Spiel mit vielen Torchancen gesehen. Keine Mannschaft hat sich versteckt - jeder wollte den Sieg. In der Anfangsphase der Begegnung haben wir zu viele Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren und lagen deshalb schnell mit 0:2 hinten. Wir haben aber immer weiter gekämpft und wollten mindestens einen Punkt aus Chemnitz mitnehmen. Das zweite Tor ist uns aber nicht gelungen."

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