Spielbericht // Saison 2019/2020

 
FC Eilenburg
FC Eilenburg1:2Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
Finale - Sachsenpokal - Saison 2019/2020
Samstag, 22. August 2020, 14:45 Uhr
Ilburg-Stadion, Eilenburg
Zuschauer: 1.000
Schiedsrichter: Ziegler (Jößnitz)
FC EilenburgTorfolgeChemnitzer FC
T Naumann
A Nathe
A Majetschak
A Trogrlic (61. HeidelGelbe Karte)
A Vogel
M VetterleinGelbe Karte
M Danz
M Bartlog (46. Fiedler)
M BöttgerGelbe Karte
M Kummer
S Luis (57. Hache)

Trainer: Knaubel
0:1 Breitfelder (40.)
0:2 Freiberger (71.)
1:2 Hache (78.)

Besondere Vorkommnisse:
Müller scheitert per Elfmeter an Naumann (65.)

T Jakubov
A Knechtel
A Hoheneder
A Aigner
A Köhler
M CampulkaGelbe Karte
M Freiberger (76. Karsanidis)
M Bickel (76. Ogbidi)
M T. MüllerGelbe Karte
M Milde
S Breitfelder (88. Dartsch)

Trainer: Berlinski
Spielbericht

CFC verteidigt Sachsenpokaltitel!

Von Lenny

Da ist das Ding bzw. „die Wippe“, wie der neu designte Pokal des „Sächsischen Fußballverbandes“ genannt wird – und genau diesen durfte CFC-Kapitän Hoheneder als erster nach dem 2:1-Sieg seines Chemnitzer FC gegen den FC Eilenburg in die Höhe recken. Vor 1.000 Zuschauern – darunter 250 himmelblaue Schlachtenbummler – trafen Breitfelder und Freiberger; für den Anschlusstreffer in der 78. Minute, welcher die Partie noch einmal spannend machte, zeichnete sich Hache verantwortlich. Die Himmelblauen, für die es bereits der elfte Sachsenpokaltriumph gewesen ist, dürfen sich nun auf die TSG Hoffenheim und „Penne“ sowie einen niedrigen sechsstelligen Beitrag freuen.

Pech auf der einen, Tor auf der anderen Seite

FC Eilenburg - CFC 1:2Daniel Berlinski, dem – bis auf Zickert, der aufgrund einer Knieverletzung fehlte – alle Akteure zur Verfügung standen, veränderte seine Startformation im Vergleich zur Heimniederlage gegen Viktoria Berlin auf zwei Positionen. Anstelle von Vidovic spielte Aigner, dazu Freiberger für Bekö – und beide Akteure taten dem himmelblauen Spiel gut. Aigner stabilisierte die Defensive und Freiberger sorgte für offensive Akzente, so hatte der Neuzugang von den Sportfreunde Lotte zwei kleinere Möglichkeiten. Auf der Gegenseite bereitete Kummer dem CFC erste Sorgen, welcher in der 13. Minute einen Schuss aus 25 Metern an den Querbalken hämmerte. Die Himmelblauen taten sich gegen die defensiv kompakt stehenden Eilenburger zumeist schwer, blieben aber geduldig – und das zahlte sich in der 40. Minute aus: Köhler legte auf Breifelder auf, der – wie schon gegen Inter Leipzig – den Führungstreffer erzielte.

Freiberger erhöht, Hache verkürzt

Nach dem Seitenwechsel spielten die Himmelblauen sofort auf den zweiten Treffer, jedoch sollte dieser trotz mehrfacher guter Gelegenheiten vorerst nicht fallen. Campulka köpfte einen gefühlvollen Milde-Freistoß aus Nahdistanz über das Tor, Breitfelder hatte nach einer Müller-Hereingabe Pech und scheiterte am Pfosten und Müller war, nach einem Foul an Freiberger im Strafraum, beim Elfmeter gegen den Eilenburger Schlussmann Naumann, der in der Jugend selbst für den CFC auflief, nur zweiter Sieger. Die frühzeitige Vorentscheidung war damit vorerst vertagt. In der 71. Minute hatte Bickel seinen ersten und einzigen genialen Moment im Spiel, als er eine butterweiche Flanke auf Freiberger schlug. Dieser katapultiert mit Kopf und Knie den Ball zum 2:0 über die Linie. Der Oberligist, der in den Runde zuvor mit der BSG Chemie Leipzig und dem 1. FC Lokomotive Leipzig bereits zwei Regionalligisten aus dem Wettbewerb werfen konnte, gab sich aber noch nicht geschlagen und kam in der 78. Minute zum Anschlusstreffer. FC Eilenburg - CFC 1:2Eine verunglückte Flanke klatschte an die Latte und landete anschließend bei Hache, der wuchtig zum 1:2 traf. Am Ende warfen die Gastgeber alles nach vorn, der Ausgleich sollte jedoch nicht mehr fallen, sodass am Ende der Titelverteidiger aus Chemnitz jubeln durfte.

Wiedersehen mit "Penne"

Der Chemnitzer FC trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf die TSG Hoffenheim und damit auch auf einen alten Bekannten. Denn in den Reihen des Europa-League-Teilnehmers steht Philipp Pentke, der von 2009 bis 2015 das himmelblaue Tor hütete und ein starker Rückhalt war. Anfang des Jahres debütierte der gebürtige Freiberger in der 1. Bundesliga und stand vier Spiele im Tor der Kraichgauer.
In der Saison 2008/2009 gab es bereits das Duell zwischen dem CFC und der TSG. Gegen den damals frisch gebackenen Bundesliga-Aufsteiger unterlagen die Himmelblauen vor 6.758 Zuschauern im "Stadion - An der Gellertstraße" denkbar knapp mit 0:1. Den entscheidenden Treffer konnte Ibisevic erst in der 77. Minute erzielen.

Wertung: 3,0

Beste Himmelblaue: Jakubov, Aigner, Breifelder


Spielerstimmen

Danny Breitfelder (CFC) bei freiepresse.de:
"Für uns war es ein enormer Anreiz gewesen, den Zwischenschritt zu machen, um gegen Hoffenheim spielen zu dürfen. Der Gewinn des Sachsenpokals ist für Chemnitz wie ein Muss."

Trainerstimmen

Nico Knaubel (FCE) bei mdr.de:
"Es geht mir beschissen, weil wir richtig einen rausgehauen haben. Es ist schade, denn wir hätten das nur mit der besten Mannschaft bestehen können und die konnten wir heute aus bestimmten Gründen nicht stellen. Aber Hut ab vor der Mannschaftsleistung. Jeder hat gespürt, wie wir uns in das Spiel reingehauen haben. Am Anfang hatten wir Probleme die Lücken zu schließen, am Ende sind wir über den Kampf gekommen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir werden uns nun schütteln, und dann das neue Ziel Oberliga-Meisterschaft angehen."

Daniel Berlinski (CFC) bei mdr.de:
"Ich war schon angespannt. Wenn man unsere Chancenverwertung sieht, die wir an den Tag gelegt haben, war es sehr nervenstrapazierend. Ich freue mich für die Mannschaft, dass sie sich belohnt hat, auch wenn wir es zum Schluss unnötig spannend gemacht haben. Dieses Spiel muss uns nun Kraft geben. Es wird sicher ein Siegerbierchen geben, aber am Mittwoch geht es schon weiter."

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