Spielbericht

Halbfinale - Sachsenpokal - Saison 2025/2026
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
0:2
FC Erzgebirge Aue
FC Erzgebirge Aue

Raus ohne Applaus! CFC verkackt Derby!

von Pierre Schönfeld

"Holt den Sieg für uns" - so stand es in großen Lettern an der Südkurve, illuminiert durch Pyro in den Chemnitzer Nachthimmel. Es sah großartig aus und sollte doch das Highlight aus Chemnitzer Sicht an diesem Mittwoch-Abend vor nahezu ausverkauftem Haus (ein paar Karten blieben übrig) bleiben. Am Ende setzte sich der zukünftige Regionalligist aus dem Gebirge im ewig jungen Derby durch, weil der Club es nicht schaffte die vorhandenen und zuvor auch deutlich geäußerten Ambitionen auf den Finaleinzug in Leistung auf den grünen Rasen umzumünzen.

Mit Spannung war die himmelblaue Aufstellung erwartet worden - und in der Tat, die beiden angeschlagenen Stammkräfte Bozic und Grimaldi standen in der Startelf. Das die Beiden nicht bei 100Prozent sein konnten, war allen klar und sollte sich im Laufe der Partie leider bewahrheiten.

Die ersten 20 Minuten der Partie gehörten den Himmelblauen, die sichtlich bemüht waren, den Schachtern Paroli zu bieten. Doch zeigten sich schon hier einige Unsicherheiten in der himmelblauen Defensive, die selbst so drittliga-erfahrene Kicker wie Gebuhr erfaßte. Der Schacht drehte nach 20 Minuten so langsam auf, ohne jedoch wirklich torgefährlich zu werden. So hatten Adamczyk und das Männel im Tor der Schachter kaum was zu tun. Nur einmal musste Adamczyk bei einem Schuss von Guttau den Ball halten.
Das meiste spielte sich zwischen den Strafräumen hatten, wo die Kontrahenten sich intensiv beackerten. Zudem glänzten die Schachter mit Schüssen in den Chemnitzer Nachthimmel.

Ein ähnliches Bild in der zweiten Halbzeit, wo Bozic in der sieben Minuten nach der Pause die erste halbe Torchance für den Club hatte, als er das Leder neben den Kasten von Männel setzte. Nach einer knappen Stunde wollte Weinhauer für die Schachter einen Elfmeter schinden, als er nach einer Abwehraktion von Pistol im Strafraum den sterbenden Schwan mimte. Die TV-Bilder entlarvten ihn jedoch, Weinhauer war vom Ball aber nicht von Pistol getroffen wurden. Das Spiel hätte im Ligabetrieb eine klassische Nullnummer sein können, hätten die Schachter nicht diesen einen lichten Moment gehabt, als sie einen Konter über Ehlers fuhren, der nach innen auf den Top-Torschützen der Schachter Bär passte, der kein Problem hatte zum 0:1 einzunetzen (71.). Der Schacht nun obenauf und der Club nur "redlich bemüht" in seinen Offensivbemühungen, daran änderten auch die Einwechslungen von Damer und Marx nichts. Ekui, der in der 61. Minute für Grimaldi kam, machte noch ein wenig Dampf auf der linken Seite, seine Hereingaben waren jedoch eine Katastrophe und führten zu nix. So machte der Schacht in der 5minütigen Nachspielzeit über einen Konter, abgeschlossen erneut von Bär, den Deckel drauf. Fabisch markierte den Max vorm Heimbereich und erntete dafür Pfandgut inkl. gutes Feldi und vom Schiri Gelb-Rot. Danach verhinderte Adamczyk mit einer starken Parade das 0:3.

Danach war Schicht auf der Fiwi, der Schacht tritt nun im Finale des Sachsenpokal zum "Freundschaftsspiel" bei den Zettis an.
Und für den CFC ist die Saison quasi vorbei. Es stehen noch ein paar Ligaspiele an, doch entscheidend ist der Neuaufbau für eine hoffentlich bessere Saison 2026/27.

Wertung: 5,0

Beste Himmelblaue: Stockinger, Walther

Halbfinale - Sachsenpokal - Saison 2025/2026
Mittwoch, 22. April 2026, 20:30 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 14.658
Schiedsrichter: Gaunitz (Leipzig)
Chemnitzer FC
T Adamczyk
A Pistol
A F. Müller
A Gebuhr
A Walther (83. Damer)
M BaumgartGelbe Karte
M Eppendorfer
M Alberico (79. Marx)
S Stockinger
S Bozic
S Grimaldi (61. Ekui)

Trainer: Duda
FC Erzgebirge Aue
T Männel
A Barylla
A Malone
A Zobel
A Seiffert (82. Collins)
M FabischGelbrote Karte
M Majetschak (82. Simnica)
M Weinhauer (69. Ehlers)
M Günther-SchmidtGelbe Karte (75. Bornschein)
M Guttau (69. Clausen)
S Bär

Trainer: Shubitidze
Tore
0:1 Bär (71.)
0:2 Bär (92.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rote Karte für Fabisch (92.) wegen Unsportlichkeit