Spielbericht // Saison 1998/1999

 
FC Sachsen Leipzig
FC Sachsen Leipzig0:2Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
27. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 1998/1999
Mittwoch, 31. März 1999, 17:00 Uhr
Alfred-Kunze-Sportpark, Leipzig
Zuschauer: 2.667
Schiedsrichter: Sturm (Berlin)
FC Sachsen LeipzigTorfolgeChemnitzer FC
T Sejna
A Lindner (75. Eidtner)
A ViragGelbe Karte
A Förster
M Gerloff (57. Hodul)
M Baum
M Lucic (79. Vatter)
M HammermüllerGelbe Karte
M Rietschel
S Filipovic
S Lischke

Trainer: Rohde
0:1 Kujat (60.)
0:2 Jan Schmidt (84.)

T Ananiev
A Laudeley
A Jan Schmidt
A MehlhornGelbe Karte
M Jendrossek
M König (87. Wienhold)
M Tetzner
M Köhler
M Bittermann
S Jörg Schmidt (79. Ullmann)
S Kunze (55. Kujat)

Trainer: Franke
Spielbericht

Sieg ohne Glanz/Joker Kujat stach

Von Pierre Schönfeld

Der Chemnitzer FC ist nicht zu stoppen. Das 2:0 beim FC Sachsen Leipzig bedeutete den siebenten Sieg in Folge. Damit konnte der Abstand zu den Verfolgern, welche bis auf Plauen ebenfalls Siege einfuhren, gewahrt werden.
In einer eher mäßigen ersten Halbzeit gab es vor den knapp 2700 Zuschauer (darunter ca. 350 aus Chemnitz) nur wenige Chancen auf beiden Seiten. Die beste für die Leutzscher hatte Baum, dessen Schuß aus sechs Metern von Ananiev glänzend pariert wurde (20.). Auf der Gegenseite hätte König den CFC in Führung bringen können, sein Kopfball in der 24. Minute flog jedoch übers Tor. Ansonsten gab es bis zur Halbzeit kaum Höhepunkte.

Besser wurde es erst in den zweiten 45 Minuten. Was in erster Linie an der Franke-Elf lag, welche mit neuem Elan aus der Kabine kam. Köhler Schuß in der 47. Minute konnte Sejna noch parieren, doch nach exakt einer Stunde war der Sachsen-Keeper machtlos. Der erst 5 Minuten vorher eingewechselte Ronny Kujat schloß einen über Jens König und Jan Schmidt vorgetragenen Konter zum 1:0 ab. In der Folge hatte auch Sachsen einige gute Möglichkeiten - scheiterte aber entweder an der eigenen Unzulänglichkeit oder am sicheren Rückhalt der Chemnitzer, Antonio Ananiev. So konnte Jan Schmidt seine gute Leistung an diesem Tag mit dem 2:0 für die Himmelblauen 6 Minuten vor Spielende krönen. Einen Freistoß von Tetzner wuchtete der Kopfballspezialist des CFC ins linke Eck des Sachsen-Gehäuses. Damit war das Spiel gelaufen und die zahlreich mitgereisten CFC-Fans feierten den bereits vierten Auswärtssieg in der Rückrunde. Die Sachsen-Fans feierten übrigens kräftig mit, was wohl auf die Rivalität zum Ortsnachbarn VfB und der dortig gepflegten Aufstiegsambitionen zurückzuführen ist. Scheinbar gönnen die Leutzscher Fans eher dem Gegner einen Sieg gegen die eigene Mannschaft als dem VfB den Aufstieg.

Fazit: Auch wenn die Himmelblauen bei ihrem siebenten Sieg in Folge nicht gerade Zauberfußball boten, bleiben unter dem Strich 3 Punkte. Und wenn sie auswärts geholt werden, dann sind sie um so wertvoller. Die Bilanz des CFC im Jahre 1999 ist schon eindrucksvoll. 8 Siege bei 9 Spielen, nur eine Niederlage in Leipzig. Wobei eines auffällt: Die Himmelblauen gewinnen auch Spiele, in denen sie nicht sonderlich überlegen sind. Eine Eigenschaft die Spitzenmannschaften auszeichnet.
Die nächste Aufgabe wartet bereits am Ostermontag. Dann ist auf der Fischerwiese die Mannschaft von Dynamo Dresden zu Gast. Im Hinspiel gab es einen glücklichen 2:1-Sieg für Dynamo - jetzt können sich die Himmelblauen revanchieren.

Wertung: 3,5 (Durchschnittliches Regionalligaspiel mit einer mäßigen ersten und einer guten zweiten Halbzeit)

Beste Himmelblaue: Jan Schmidt, Tetzner, König

Pressestimmen

Freie Presse
2:0-'Heimsieg' in Leutzsch [..] Am Ende wurde der CFC von den Leutzscher Fans gefeiert: '2. Liga wir sind dabei', sangen die Anhänger, die traditionell zum lokalen Mitauftsiegsanwärter VfB eine 'innige' Rivalität pflegen.

Leipziger Volkszeitung
Die Sensation blieb aus.

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Jan Schmidt nicht zu halten

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