Spielbericht // Saison 2006/2007

 
FC Sachsen Leipzig
FC Sachsen Leipzig1:1Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
20. Spieltag - Oberliga Nordost-Süd - Saison 2006/2007
Sonntag, 18. März 2007, 14:00 Uhr
Zentralstadion, Leipzig
Zuschauer: 7.901
Schiedsrichter: Böhm (Berlin)
FC Sachsen LeipzigTorfolgeChemnitzer FC
T Twardzik
A Ogungbure
A RadaGelbe Karte
A KühneGelbe Karte
M Watzka
M Garbuschewski (57. Semmer)
M Ferl
M Racanel
S Reimann
S Boltze (71. Kittler)
S IvanovicGelbe Karte

Trainer: Geyer
1:0 Rada (5.)
1:1 Kellig (22.)

T Klömich
A Sieber
A Baumann
A Thönelt
M Kunert
M Tomoski
M Becker
M Bachmann (79. Sambou)
M De Napoli (84. Sinaba)
S KelligGelbe Karte (88. Adamu)
S Schlosser

Trainer: Müller
Spielbericht

Punkteteilung im Zentralstadion

Von Pierre Schönfeld

Mit einem 1:1-Unentschieden endete die Partie der Himmelblauen beim FC Sachsen Leipzig. Ein Ergebnis, was am Ende keinen der beiden Kontrahenten glücklich machen konnte.

Dabei begann es denkbar ungünstig für den CFC vor knapp 8.000 Zuschauern im Leipziger Zentralstadion. Gerade mal fünf Minuten waren gespielt, als Leipzig eine, bei den direkt hinter dem Tor stehenden Clubfans heftig umstrittene Ecke, zugesprochen bekam. Angeblich soll Baumann einen Schuss von Ivanovic noch abgefälscht haben, was man zumindest als zweifelhaft ansehen konnte. Die Ausführung eben jener Ecke brachte das 1:0 für die Sachsen, wobei mehrere Himmelblaue nicht im Bilde waren. So liess Bachmann Rada im Strafraum unbedrängt köpfen und weder der am Pfosten stehende Kunert noch Klömich konnten das Leder abwehren - der Ball flutschte genau zwischen den Beiden hindurch ins Netz. Ein ganz doofes Tor. Der CFC in der Folge verunsichert, was man u.a. an verunglückten Aktionen von Baumann oder auch Kunert im Spielaufbau sehen konnte, wo der Ball unbedrängt ins Aus gekickt oder Pässe ins Nirvana gespielt wurden.

Doch nach einer Viertelstunde fing sich der Club und begann den Sachsen den Schneid abzukaufen. Herausragend dabei Tobias Becker, welcher im defensiven Mittelfeld viele seiner Zweikämpfe gewann und damit die Vorwärtsbewegung der Sachsen erstickte. Auf der rechten Seite rechtfertigte Bachmann seine Nominierung von Beginn an, in dem er immer wieder zu gefährlichen Vorstößen ansetzte. In der 19. Minute hatte David Sieber den Ausgleich auf dem Kopf, als er nach einer Ecke frei zum Kopfball kam, den Twardzik aber noch über das Tor lenken konnte. Nur fünf Minuten später war es aber dann doch soweit. Bachmann hatte sich über rechts durchgesetzt und auf Kellig zurückgelegt, welcher keine Mühe hatte, aus Nahdistanz sein 12. Saisontor zu erzielen. Die Himmelblauen dominierten nun, von 1.500 mitgereisten Schlachtenbummlern angetrieben, die Partie und hatten gute Chancen das Spiel gänzlich zu drehen. In der 32. Minute hatte wiederum Kellig, nach exzellenter Vorarbeit von de Napoli, die Führung auf dem Fuss, doch Twardzik konnte mit Glück den Schuss des CFC-Stürmers noch zur Ecke lenken. Auch bei Bachmanns Chance, vier Minuten später, konnten die Leutzscher, diesmal durch Ogungbure, erst im letzten Moment klären. Auf der Gegenseite liess Watzka das Netz des CFC-Tores wackeln, zum Glück aber nur das äußere :-).

Nach der Pause gab es kaum noch nennenswerte Höhepunkte in der Partie. Die Himmelblauen hielten weiter gut dagegen, allerdings fehlte jetzt die letzte Präzision und Konsequenz im Spiel nach vorn. Deshalb war nur noch eine Chance für den Club zu notieren, in der 58. Minute köpfte de Napoli über das Tor der Sachsen. Spannend wurde es dann noch einmal in der Schlußphase. Leipzig wachte nun auf und drängte auf das Siegtor. Am auffälligsten hierbei der Leuzscher Torschütze vom Dienst, Christian Reimann. Große Aufregung als eben jener Reimann in der 81. Minute bei einem Zweikampf mit Thönelt im Chemnitzer Strafraum fiel. Doch der Pfiff blieb zum Glück aus. Auch am Schlußpunkt der Partie war Reimann beteiligt, als er mit einem 25 Meter-Knaller CFC-Keeper Klömich zur Glanzparade zwang. Doch am Ende blieb's beim 1:1.

Fazit: Durchwachsen war die Stimmung unter den himmelblauen Fans nach der Partie. Zwar hatte man beim Ligakrösus einen Punkt geholt, dazu noch eine anständige Leistung geboten und nicht zuletzt einen Rückstand egalisiert, aber für das große Ziel Regionalligaaufstieg war es am Ende doch zu wenig. Denn der Abstand zu Tabellenführer Energie Cottbus II hat sich nach diesem Spieltag wieder um zwei Punkte vergrößert. Um den wirklichen Big Point zu landen, hätte man in der Phase nach dem Ausgleich noch konsequenter nachsetzen müssen. In dieser Phase waren die Sachen angeknockt und definitiv zu packen gewesen. So bleibt die Hoffnung, dass der CFC an diese Leistung auch in den kommenden Spielen anknüpft und die profiverstärkte Truppe aus dem Spreewald doch noch das ein oder andere Spiel vergurkt...

Wertung: 3

Beste Himmelblaue: Becker, Bachmann, de Napoli


<< 18. Spieltag 21. Spieltag >>