"Reaktion zeigen nach Patzer Teil II" …
von Timo Görner
… wird wohl das Motto für den Sonntag heißen. Teil 1 war recht gelungen mit dem 3:1 bei Chemie. Die Aufgabe nun in Neukölln erscheint durchaus schwieriger als damals. Der Aufsteiger hat sich zuletzt freischwimmen können, wichtige Punkte sammeln können und hat durchaus Qualität, um dem CFC einige Probleme zu bereiten. Eine konzentrierte, energische Vorstellung ist dringend geboten.
Die letzte Saison unseres Gegners:
Der Verein aus Neukölln ist zurück in der Regionalliga nach dem postwendenden Abstieg vor 4 Jahren. Das Intermezzo damals war allein aus der Tatsache schwierig, dass man nicht im eigenen Stadion spielen konnte. Eine mittlerweile ja bekannte Problematik der kleineren Berliner Vereine in der 4. Liga. Der Wiederaufstieg war in den 3 Jahren danach eher kein Thema bei Platz 12, 8, 10. Diesmal gelang aber der große Wurf in einem wochenlang spannenden Zweikampf mit Ex-Regionalligist Lichtenberg 47. Am Ende waren es dann doch 6 Punkte und 21 Tore auf die Rot-Weißen aus dem Nordosten der Hauptstadt. Zwei Trümpfe waren entscheidend. Die starke Offensive mit 85 Toren in 30 Spielen und Heimstärke. Die Entscheidung fiel im Grunde am vorletzten Spieltag. Tasmania 3 Zähler vorn, dazu aber 15 Tore besser. Rechnerisch war der Fall auf Rang 2 noch möglich, aber eben nur rein rechnerisch.
Tasmania kam gut in die neue Spielzeit, hatte nach 7 Spieltagen 13 Punkte auf der Habenseite. Verlor 2 Begegnungen, mit 0:1 gegen den FC Hansa Rostock II von Christian Tiffert und 1:3 bei der SG Dynamo Schwerin. Dagegen standen 3 Siege, u. a. in Rathenow (1:0) und beim Gastspiel des BAK (3:1). Zwei Ex-Regionalligisten also. Zum damaligen Zeitpunkt trennten den Ersten und Fünften Tasmania nur 3 Punkte. Zum Siebten Lichtenberg waren es auch nur 4. Alles also noch dicht zusammen, mehrere Clubs aussichtsreich im Rennen um Staffelsieg und Aufstieg. In Runde 8 konnte TeBe im Spitzenspiel (2:0) besiegt werden. Bis zur Winterpause eroberte Tasmania die Tabellenführung. Ausschlaggebend eine famose Serie mit 7 Dreiern gegen Ende nach der 1:3-Pleite bei TuS Makkabi. Dominant und torhungrig zu Hause, Krönung ein 10:3 gegen Viktoria Berlin – nunmehr abgestiegen in die Berlin-Liga.
Einzig nennenswerter Verfolger nun Lichtenberg, die erneut Anlauf zur Rückkehr in die 4. Liga genommen hatten, 2 Zähler der Vorsprung. Neustrelitz schon 11 weg. Auch die Mannschaft unseres Ex-Cheftrainers hatte sich durch eine Ergebniskrise verabschiedet. Aus den 14 Spielen im Frühjahr 2026 konnte der Neuköllner Verein 30 Zähler einfahren, im Schnitt 2,14. 7 Spieltage vor Ultimo Tasmania aber im Hintertreffen, nun 2 Punkte hinter 47. 3 Pleiten auswärts sorgten für lange Gesichter. Punktelos bei Hansa II, Union Klosterfelde (0:2), TeBe (1:3). Krasser Gegensatz das 7:0 beim BAK. Als Heimteam wurden alle 5 Spiele auf eigenem Platz 2026 gewonnen. Furioser Schlusspunkt das 5:0 bei Vorjahres-"Fast Aufsteiger" Eintracht Mahlsdorf. Welche diesmal nichts mit dem Titelrennen zu tun hatten. Der SVT stellte die beste Offensive und Defensive bei 85:32 Toren, die Nr. 1 zu Hause und 2 auf Reisen. Im Pokal setzte Ligarivale SD Croatia (1:2) das Stoppzeichen im Achtelfinale.
Delegierungen für diese Saison:
Mit 19 Ab– und 20 Neuzugängen wurde der Kader der Aufstiegssaison kräftig runderneuert.
Innenverteidiger Tim Häußler (28/Germania Schöneiche) blieb in der Oberliga. Mittelstürmer Jean Paul Ajala-Alexis (28/DJK Gebenbach) wechselte in die Bayern-Liga Nord. Kam auf 6 Torbeteiligungen. Linksaußen Nathaniel Amamoo (29) hat noch keinen neuen Verein. Bemerkenswert, denn er kam auf 14 Tore und 12 Vorlagen. Dazu auch auf anderen Angriffspositionen einsetzbar. Sicher der schwerwiegendste Abgang.
Damit sind dies auch schon die Spieler, die wenn fit über weite Strecken gesetzt waren. Einige pendelten zwischen Ersatzbank und Anfangself, entweder der Verein oder sie selber trauten sich die 4. Liga nicht zu. Blick auch noch auf 2 Ex-CFC Akteure. Lukas Stagge (29) blieb wie bei TuS Makkabi 1 Jahr. In der Herbstrunde feste Größe, pausierte dann in der Frühjahrsrunde aus nicht bekannten Gründen. Ist auch ohne Engagement. Michel Ulrich (26) hatte zu Beginn mit Verletzungspech (Kreuzbandriss) zu kämpfen, schaffte danach nicht mehr den dauerhaften Sprung in den Stammkader. Hat sich nun Berlin-Ligist Blau-Weiß angeschlossen.
Bei den Neuen findet sich 1 aus der 3. Liga, 4 spielten Regionalliga und 1 "Leihgabe" gab es aus der 2. Bundesliga.
Für das Tor stießen Elias Höftmann (22/Neustrelitz) und Léon-Maurice Pöhls (29) dazu. Pöhls zuvor mit Stationen in England, Albanien, den USA und Irland. Immerhin 33 Spiele in Albaniens 1. Liga für KF Vllaznia.
Für die Abwehr holte Tasmania nur Innenverteidiger, 5 an der Zahl. Der Nigerianer Jamilu Collins (32) war Teil des Drittligaabsteigers aus dem Lößnitztal. Auch mit Erfahrung aus der 1. und 2. Bundesliga in Paderborn. Wohl der "Königstransfer". Steffen Eder (29/Greifswald), Felix Rehder (24/Meuselwitz) kennen die Regionalliga Nordost. Leroy Kwadwo (30/Dortmund II) spielte in der West-Staffel. Seit Ende 2025/2026 ohne Anstellung. Yasin Araz (19/U 19) ist ein interner Wechsel.
Im Mittelfeld für die "6er" Positionen kamen junge Akteure ins Team mit Danil Wostrikow (19/Fortuna Düsseldorf II) und dem Bulgaren Stoyan Valchev (19/U19). Dazu wie angesprochen per "Leihgabe" Luka Janes (22/Heidenheim), im Vorjahr vom Erstligaabsteiger an Großaspach verliehen. Der Kosovare Lorik Bushi (19/U19) und Sevhat Agbaba (19/Viktoria Berlin U19) sind auf der 8 zu Hause. Durchaus aufhorchen ließ der Name Tahsin Çakmak (29/Izmirspor), auch wenn er von einem türkischen Verein der Amateurliga kam. Der Spielmacher aber bekannt aus seiner Zeit in Babelsberg, bei TeBe und dem BAK. Kennt also ebenfalls die Liga und war auch recht solide unterwegs.
Auch im Angriff wurde Erfahrung verpflichtet. Mittelstürmer Erich Berko (32/VfR Mannheim) kennt man vor allem aus Halle, Dresden, Darmstadt, Sandhausen. 143 Einsätze in der 2. Bundesliga für Dynamo; die "Lilien" und den SVS. Dazu 128-mal 3. Liga bei Stuttgart II und für den HFC. Gleiche Ausbildung Abdulkadir Beyazit (29/Berliner AK), herausragender Akteur im Vorjahr mit 12 Toren, zudem der Kapitän. 2018/2019 in der 3. Liga für Cottbus am Ball. Linksaußen wirbeln der Palästinenser Ali Abu Alfa (27/SV Drochtersen/Assel), Karim-Joel Barry (22/Berliner SC), der Bosnier Amar Numic (19/Hertha BSC U19). Rechtsaußen Yona Sambale (19/BFC Dynamo U19) sowie der Haitianer Ricardo Wagner (21). Kam erst Mitte Oktober, zuvor bei Eintracht Braunschweig II. Ausbildung beim FC Bayern München und Hoffenheim.
Mit Collins, Abu Alfa, Berko, Beyazit, Rehder, Eder gelang es, erfahrene Akteure an Land zu ziehen, welche der Mannschaft in der neuen Liga helfen sollten. Was auch (teilweise) der Fall ist. Im Vergleich zum sang– und klanglosen Abstieg vor ein paar Jahren ist man hier deutlich weiter.
Die sportliche Leitung:
Pardis Fardjad-Azad (38) hat das Sagen für die Erste Mannschaft. Der Deutsch-Iraner übernahm zu Beginn 2024/2025. Zuvor ½ Jahr der Co-Trainer. Seine auch erste Station in dieser Laufbahn. Ex- Nationalspieler Aserbaidschans mit 6 Einsätzen. Als Spieler aktiv bis 2025 beim BFC Südring Amed. Kennt den Nordosten vom FC Carl Zeiss Jena 2017/2018 mit 1 Einsatz in der 2. Bundesliga sowie VFC Plauen 2009/2010. Übrigens mit 2 Toren beim 3:1-Sieg an der Gellertstraße im Herbst 2009. Als seine Co-Trainer unterstützen Landsmann Bahman Foroutan (79) und der Italiener Tino Nuzzo (41), zuvor Spieler der Tasmanen.
Der Kroate Bosko Lucic (55) betreut die Torhüter. Zuvor in gleicher Funktion beim BFC Dynamo, in Babelsberg und bei TeBe. Als Sportlicher Leiter wie auch Vorstandsvorsitzender fungiert Almir Numic (44).
Die aktuelle Saison bislang:
Tasmania steckt im Tabellenkeller, das war nicht so die große Überraschung. Bemerkenswert, in der Abstiegssaison 2021/2022 hatten die Neuköllner ebenfalls 11 Zähler nach 14 Spieltagen und belegten Platz 16. Der erste Abstiegsplatz damals, der NOFV wollte die Staffelgröße von 20 nach den Unbilden der Corona-Zeit wieder auf 18 begrenzen. Somit gab es 5 Absteiger. Am Saisonende kamen letztendlich dann nur noch magere 6 Zähler hinzu, es wurde die "Rote Laterne" und man verabschiedete sich mit einem 0:5 in Chemnitz aus der Regionalliga. Ein gleiches oder sehr ähnliches Szenario scheint diesmal aber eher unwahrscheinlich. Dafür sprechen 2 Punkte, die Qualität des Kaders dürfte deutlich besser sein und zudem kann der Verein diesmal seinen Heimvorteil in den 17 Begegnungen voll ausschöpfen. Dabei verlief die erstmal ernüchternd.
Tasmania kassierte auswärts zwei Klatschen beim FCM II (1:5), in Erfurt (0:6). Zum Heimauftakt gegen den Topfavoriten aus dem Lößnitztal präsentierte sich die Elf wacker, gab aber wie erwartet die Punkte (0:2) ab. So leuchtete die "Rote Laterne" wieder beim Aufsteiger wie 2021/2022. Die Tendenz seitdem nicht berauschend, aber die Mannschaft sollte durchaus in der Liga ankommen. Den ersten von bislang 3 Siegen feierte die Truppe in Luckenwalde (3:2). Der Rückstand vor der Pause gedreht, der Ausgleich mit dem Siegtor kurz vor Ende gekontert. Im eigenen Stadion seitdem die Ergebnisse mit Licht und Schatten. Lok musste sich trotz Überzahl für seinen knappen Sieg strecken, Greifswald blieb sieglos beim 2:2. Die Defensive wiederum schwach gegen Jena (1:5) und enttäuschend 2:5, als Chemie gastierte. Zuletzt erlebte aber Babelsberg ein Inferno (6:0). Mit dem Schwung daraus gelang der zweite Auswärtssieg im "6-Punkte-Spiel" der Aufsteiger im "Preußen-Stadion". Das 2:1 beim RSV Eintracht kann am Ende noch ganz wichtig und mitentscheidend werden.
Im eigenen Revier war der Erfolg gegen 03 einziger Dreier. Dem gegenüber stehen 4 Niederlagen bei 13:17 Toren, Rang 13. Auf Reisen liegt das Team 1 drunter, besser mit 7 Zählern. 21:39 Tore insgesamt stellen die elftbeste Offensive, hier ist Tasmania ligatauglich. Bei der Besetzung in diesem Sektor erklärbar. Bedenklich hingegen die Defensive. Davon aber auch 21 in nur 4 Begegnungen. Im Pokal lieferte der Neuling eine starke Partie gegen Titelverteidiger Altglienicke in Runde 4, erst im Elfmeterschießen kam das Aus gegen den klaren Favoriten.
Das Spieler-Kollektiv:
Im Tor durften von den 4 Keepern bislang 2 ran mit dem Polen Mateusz Mika (38) und Elias Höftmann (22). Mika kam in den letzten 3 Begegnungen zum Zug, hat 8 Einsätze aufzuweisen. Höftmann musste nach dem Jena-Spiel seinen Posten (vorerst) räumen. Tendenz für Sonntag wohl Mika. Dazu kommen Henrik Albert (22) und der aktuell verletzte Neuzugang Léon-Maurice Pöhls (29).
Im Verlauf wurde in der Abwehr zwischen Fünfer, Vierer– und Dreierkette gewechselt. Bei den letzten 2 Partien war es der Viererverbund. Als Innenverteidiger liegen Jamilu Collins (32/2) und Fatih Baca (26) vorn. Baca mit Erfahrung in dieser Liga aus den Stationen BAK und Viktoria. Felix Rehder (24) konnte sich ab Ende September für die Anfangsformationen empfehlen. Kurz zuvor flog Routinier Steffen Eder (29) aus dem Kader, bis dahin der Kapitän. Leroy Kwadwo (30) kam Anfang Oktober, gegen 03 und beim RSV nicht im Team. Der Tunesier Youssef Labbouz (24) verteidigt Links oder rückt ins Mittelfeld auf dieser Seite vor. Stammkraft bis zur Verletzung da Deji Beyreuther (27). Er 2018/2019 als "Leihgabe" von Eintracht Frankfurt bei uns. Allerdings nur 2 Spiele in der Bilanz. Rechts hat sich Kerem Yayla (20/2) etabliert, mit Tor gegen 03 und beim RSV. Ensar Bekdemir (23) und Paul Ziehme (20) kommen dahinter.
Bei den beiden Siegen zuvor gab es die "Doppel 6", vermutlich auch gegen uns. Gesetzt hier Luka Janes (22). Der Slowake David Danko (33), noch bekannt von TeBe und aus Babelsberg erhielt zuletzt auch das Vertrauen. Ersetzte da Danil Wostrikow (19). Kurjakus Jakob (21) und Stoyan Valchev (19) sind noch keine Optionen. Sevhat Agbaba (19) und Lorik Bushi (19) ebenso. Zentral offensiv findet sich ein weiterer erfahrener Kicker mit dem schon erwähnten Tahsin Çakmak (29), 196-mal Regionalliga Nordost bei 36 Toren und 31 Vorlagen. Das gleiche Profil bietet Konstantinos Grigoriadis (23/1).
Prunkstück sicherlich der nominelle Angriff. Gleich 9 können sich hier austoben. Der absolute Leistungsträger Erich Berko (32/6). Der Mittelstürmer eine absolute Verstärkung bei den Neuzugängen. Die zweite zentrale Spitze Abdulkadir Beyazit (29/2) kommt meist von der Ersatzbank wie der Brasilianer Pedro Vitor (27/2). Auf Linksaußen hat sich zuletzt etwas überraschend der junge Amar Numic (18/1) etabliert vor Ali Abu Alfa (28) und Karim-Joel Barry (22). Auf dem rechten Flügel vertrauen die Trainer Shean Mensah (26/2), der Ghanae auch schon Kenner der Staffel. Yona Sambale (19) und Ricardo Wagner (21) spielen derzeit keine Rolle.
Tasmania hat einen deutlich bessern Kader als 2021/2022. Mehrere haben zuvor in der Regionalliga agiert. Siehe Mensah, Kwado, Baca, Rehder, Eder, Danko, Çakmak, Beyazit, Abu Alfa, Beyreuther. oder sogar höher gespielt. Zu nennen Collins, Berko. So gesehen ist der aktuelle Tabellenstand eher fast etwas zu wenig. Allerdings war der Umbruch im Kader auch enorm, denkbar, dass man sich gerade in den letzten Spielen richtig zusammengefunden hat. Mit 33 Spielern stellen die Berliner das größte Aufgebot der Liga. 25,5 Jahre im Schnitt. 2021/2022 wurden übrigens am Ende sogar 40 vermeldet.
Krankenlager / Strafbank:
Keeper Léon-Maurice Pöhls ist noch im Aufbautraining. Deji Beyreuther pausiert wegen einer Leisten-OP, für den Sonntag kein Thema. Danil Wostrikow laboriert an einer Prellung. Karim-Joel Barry ist nach einer Roten Karte gegen Babelsberg noch gesperrt.
Prognose:
Es wird wieder schwierig, die Klasse zu halten. Aber die Chancen stehen durchaus gut. Der Kader hat eine ligataugliche Qualität und ist groß genug, dazu kommt, dass man diesmal auch wirklich zu Hause spielen kann. Tipp: Platz 12 – 14.
Bilanz gegen unseren Gegner:
Sieht nur die beiden Spiele 2021/2022 mit 2 Siegen für uns. Am 28.11.2021 gewannen wir im "Stadion Lichterfelde" mit 2:0, das Rückspiel endete mit einem 5:0. Keine Überraschung, dass auf unserer Seite niemand mehr an Bord ist. Die Treffer in der Hauptstadt erzielten damals Robert Zickert und Benjamin Caciel.
Das Umfeld / Wirtschaft/ Stimmung:
Einen Erfolg konnten die Verantwortlichen schon vor dem Start verbuchen. Der heimische "Werner-Seelenbinder-Sportpark" an der Oderstraße in Neukölln erhielt die Genehmigung des NOFV für das 2. Jahr in der Regionalliga Nordost nach 2021/2022. Damals musste man umziehen und so wurden die Gäste am Ostpreußendamm empfangen. Die Anlage hat eine interessante Historie zu bieten, deren Wurzeln bis 1928 zurückreichen. Der gesamte Komplex beinhaltet Sportstätten für Fußball, Hockey, Eissport und Hallensport. Tasmania selber nutzt 3 Fußballplätze mit Hauptrasenplatz, Kleinfeldrasenplatz und Kunstrasenplatz. 2004 erhielt der Komplex dann auch wieder den Namen "Werner-Seelenbinder-Sportpark", nachdem ab 1949 im Zuge des beginnenden kalten Krieges auf "Sportpark Neukölln" umgeschwenkt worden war. Der Name selber ist auf den bekannten Arbeitersportler zurückzuführen, der in diesem Stadtbezirk sportlich aktiv war. Das Gelände des Sportparks selber war bis 1948 noch viel größer, der Tempelhofer Flughafen benötigte für die Luftbrücke aufgrund der Blockade Westberlins mehr Raum und somit ging einiges an Fläche und Einrichtungen bis heute verloren.
Das heutige Stadion des Clubs bot einstmals 20.000 Zuschauern Platz, in den 1970er Jahren erfolgte dann der Rückbau und aktuell dürfen maximal 3.500 Einlass erhalten. davon 350 unüberdachte Sitzplätze. Für den Zuspruch des erneuten Aufsteigers in der Regionalliga ausreichend. Aktuell liegt der Schnitt zu den Heimspielen an der Oderstraße bei 1.495, Platz 12 in der Zuschauertabelle und 2 in der "internen Berliner Rangliste" hinter dem BFC Dynamo. Den "Kassenschlager" gab es gleich zum Heimauftakt gegen den Drittligaabsteiger bei 3.000 Besuchern, davon 1.000 Lila-Weiße. Der Spielplan bescherte Tasmania ein recht attraktives Programm in den ersten Spielen. So kamen danach noch Lok, Chemie und Jena. Die Grün-Weißen schafften dann noch mal 1.968. Zuletzt spielte der SV Babelsberg 03 auf und mobilisierte 1.425. Am Sonntag könnten es nach den zuletzt ja recht erfolgreichen Spielen durchaus an die 1.000 Einheimische werden. Die beiden Abteilungen im SV mit Fußball und Kegeln sind Heimat für 752 Mitglieder. Der starke Mann des Vereins ist fraglos Almir Numic, Unternehmer im Bereich Hotelservice und Facility Management. Wie schon erwähnt Vorstandschef – seit 2020 und Sportlicher Leiter ab Oktober 2023.